VIETNAM AUGUST/SEPTEMBER 2001

Montag/Dienstag 27.08./28.08.2001 Maastricht/Amsterdam/Bangkok

Vater kam kurz vor 15 Uhr, gegen 15:45 Uhr schon in Maastricht, Wetter gering bewölkt, ca. 25 Grad. Koffer wiegt 17,7 kg. Draussen noch rumgesessen, sehr wenig los.
Flug aus Amsterdam war pünktlich gelandet, mit 10 Minuten Verspätung gegen 17:30 Uhr los.
Maschine ¾ voll, das Übliche: O-Saft oder Wasser und ein Schokoriegel. Ca. 50 Minuten später in Amsterdam.
Wieder Riesenschlange an Passkontrolle, wurde erst besser, als der "EU-Schalter" endlich aufmachte.
Zur Lounge, die Rauchersektion ist weiter verkleinert worden, durstig wie sonst was, 3 Bier getrunken, Boarding sollte um 18:45 Uhr sein, erst halbe Stunde später. Diesmal als Neuerung die Ausgabe von farbigen Plastikkarten, um das Einsteigen zu optimieren.
Ging auch recht zügig, überwiegend Asiaten an Bord. Platz 38C, in direkter Nähe zur Toilette, die kurz nach dem Start belagert wurde, als wenn jeder Durchfall hätte.
Start wieder mit der obligatorischen Verzögerung von ca. 30 Minuten (statt 19:45 Uhr war es 20:20 Uhr), angeblich wäre ein Fenster kaputt gewesen.
Neben mir sass ein asiatischen Pärchen, gegenüber ein kleinse süsses taiwanesisches Mäuschen.
Negativ fielen nur 2 junge englische Burschen auf, einer davon mit grosser Tätowierung. Vor mir ein Westler, der seinen Sitz wundersamerweise nicht direkt nach hinten stellte, nach einiger Zeit dann aber doch bis zum Anschlag.
Essen wird auch immer mieser, wieder nur die Auswahl "Chicken" oder "Pasta". Ersteres genommen, ziemlich salzig mit komischem Gewürz, schmeckt nicht. Dann war nur noch Pasta da, die bei den Asiaten auch nicht besonders gut anzukommen scheint.
Sehr wenig gegessen, dass trockene Brötchen war noch mit das Beste, abgesehen von der Packung Nüsse.
Zwei Heineken getrunken, nur einmal Pinkeln gehen müssen. Geschwitzt wie sonst was, Schlaftablette eingeworfen (HOGAR N), irgendwann eingedöst, als ich wach wurde aber immer noch 5 Stunden Flugzeit, die "nur" 10 Stunden betragen soll. Auf Ausdruck hatte was von 10:55 Stunden gestanden.
Noch ein paarmal kurz eingenickt, kaum auszuhalten die Enge, "nachts" wurde dann mal wieder Eis serviert.
Um 11:15 Uhr Ortszeit pünktlich da, todmüde, könnte im Stehen einschlafen.
An Passkontrolle seltsamerweise nichts los, obwohl nur 2 Schalter aufhatten. Burschen vor mir hatten dann wohl noch vergessen was auszufüllen, so dass ich direkt durch war, vorher wie üblich noch in Raucherbude schnell eine reingezogen, die sehr voll war und in der eine Luft herrschte, dass man sich das Rauchen abgewöhnen möchte.
Auf Koffer auch nur 2-3 Minuten gewartet, Zollkontrolle besteht wie üblich darin, den Zettel mit der Aufschrift "Nothing to declare" abzugeben.
Draussen noch eine geraucht, Kerl quatschte mich an, hätte billiges Hotel an der Hand, abgewimmelt. An Taxistand auch nichts los. Stark bewölkt und bullige Schwüle, dabei nur knapp über 30 Grad. Taxometer wurde nicht eingeschaltet, Bursche will Geld für "Tollway" im Voraus, mir egal, er hätte 400 B bekommen, jetzt eben nur noch 300 B. Wenig Verkehr, zügig da, auch im HOLIDAY INN wenig Touristen.
Eine Hoteltussi nahm mich direkt in Empfang und füllte Anmeldung für mich aus. Nachgefragt, ob Ticket nach Vietnam für mich abgegeben wordens sei. Tatsächlich, Gott sei Dank!, sie holte es dann vom Concierge. Zimmernummer 1707, meine Glückszahl.
Um 12:30 Uhr auf Bude, erstmal hingelegt, auch hier nur schlecht geschlafen. Um 18 Uhr runtergegangen und zur "Tränke" SILOM VILLAGE INN, vorher noch 100 DM getauscht (2005 B, kommt mir was wenig vor, aber mit Sicherheit besser als im Hotel).
Mässig voll, immer noch keinen Hunger, trotzdem kleine Pizza Hawai gegessen, wahr sehr klein, nicht viel grösser als eine Untertasse,, 4 Bier dazu, 352 B los, knapp 400 B gegeben).
In Supermarkt auf Rückweg noch 2 Dosen Bier und 2 kleine Flaschen Wasser geholt, immer noch todmüde, um 20:20 Uhr zurück auf Bude, eine Stunde später im Bett.

Mittwoch 29.08.2001 Bangkok/Saigon

Zwar schnell eingeschlafen, aber um 2 Uhr wachgeworden und stundenlang wachgelegen, geschwitzt, alles feucht in Bude, sogar Zigaretten.
Gegen 5 Uhr nochmal eingeschlafen, um 8:40 Uhr aufgestanden. Zum Frühstück, 2 Tassen Tee, 2 kleine Brötchen, Ananas und Banane.
Sachen zusammengekramt und um 11 Uhr runtergegangen, ging alles sehr schnell, da nichts los. Taxifahrer fuhr wie bekloppt, um 11:30 Uhr schon am Flughafen, 400 B gegeben, reicht immer und die Burschen maulen nicht.
Hielt an Terminal 2, obwohl Flug an Terminal 1 abgeht. War aber gut so, KLM-Office schnell gefunden, seien nicht zuständig für Rückflugbestätigung, ich soll zum Schalter 11, da wo eingescheckt wird. Wie da reinkommen, ohne durch die Kontrolle zu müssen ?.
Schliesslich durch "Hintereingang" rein, war dann überraschend kein Problem, tatsächlich wird sowas in dem Office nicht mehr gemacht.
Um 12 Uhr schon alles erledigt, eine Schwüle ohnesgleichen, bin schweissdurchtränkt.
In Raucherbude rumgesessen, bis Flug pünktlich um 14 Uhr losging, nur ca. 30 – 40 Passagiere.
Irgendwelche Glasnudeln mit Fisch wurden serviert, ging noch.
Um 15:05 Uhr da, Probleme am Zoll, ab 3000 $ Fremdwährung muss das angegeben werden. Typ wollte das Geld sehen, als er die ganzen Bündel aber sah, war die Sache erledigt, bestand nur darauf, dass ich die DM und US$ getrennt aufführe, Sache dauerte vielleicht 10 Minuten.
Auch hier stark bewölkt und ziemlich schwül, hatte vage gehofft, dass mich Ni abholt, leider nicht.
Taxifahrer will 7 $, das ist zuviel, ihm gesagt, dass er 100.000 D bekommt. Ok. Ziemlich viel Verkehr, Taxometer zeigte dann wie erwartet nur die Hälfte an, wird wahrscheinlich aus Schiss vor den Bullen angestellt.
Zum PALACE Hotel, Laden wird umgebaut, an Rezeption kurze Verhandlung (50 $ netto), alte Rechnung vorgezeigt. Bekam dann wieder die Suite, allerdings keine Seife da und zunächst auch kein Früchteteller.Kreditkarte unten vergessen, schon Panik, Typ hatte sie aber schon weggeschlossen. Umgekramt, umgezogen, wieder ziemlich müde, jetzt 17:30 Uhr. Geld überall deponiert und ca. 19:20 Uhr los, kurz vorher noch starker Regenschauer.
Zuerst zur INTERNET-Bude, einige Mails geschrieben, Ni hatte gestern geschrieben, soll ihr Hotel, Zimmernummer etc. mitteilen.
Nicht viel los in Strasse. Eine Frau hatte mich noch bis ins INTERNETCAFE verfolgt, die ich vom sehen kannte.
Zum SAIGON CAFE, Ka erkannte mich direkt, fing an von den 100 $, die er Mutter gegeben hätte. Trang würde teilweise bis 3,4 Uhr verkaufen mit kleinem Baby auf Arm, Mutter würde nicht arbeiten, Schuldenhöhe unklar, er sprach von bis zu 10 Mio Dong.
Kurz mit Ray gesprochen, muss heute früh zu Hause sein, hatte wieder Ärger wegen zu langer Sauferei.
Phuong tauchte auf, sie ist 9,5 Jahre alt, Trang würde heute nicht kommen, sie würde jetzt Bücher und Postkarten verkaufen.
Nha würde man nicht mehr sehen, sie würde jetzt in einer Bar arbeiten (fast wie erwartet) in einem anderen Viertel. Die kleine Phuong ("small Phuong") ist jetzt tatsächlich von Norwegern adoptiert worden.
Tanh auch wieder da ebenso Mädchen, dass sich Hoi nennt und Kaugummi verkauft.
Oh Gott, was fehlt mir die Kleine, Phuong 50000 D geboten, wenn sie dafür sorgt, dass Trang geholt wird. Sah dann Frau auf Moped springen und davonfahren, der Fahrer offenbar der Vater von Phuong, der mit solchen Mopedfahrten sein Geld verdient.
Nach über 1 Stunde kam die Kleine dann an, könnte losheulen, endlich wieder meine Maus da.

Für 7 DM "Prämie"  wurde Trang herbeigeschafft.

War gerade aus dem Bett geholt worden, war total müde und verstört, ein Bursche vom ALLEZ BOO würde sie und die Mutter laufend schlagen. Sie taute erst langsam auf, sie würde jetzt bei ihrem Bruder Thao leben, der bzw. dessen Frau inzwischen ein Baby hätte.Vater käme in Kürze aus dem Knast, Ring und Uhr hätte sie angeblich verloren. Phuong sagte, die Uhr sei verkauft worden, hat ihre aber auch nicht mehr.
Bei Verkäuferin 5 Packungen Zigaretten geholt. Der kleinen Hoi Cola gekauft, wollte erst RED BULL haben, erstaunlich wie viele Kinder das Mistzeug trinken.

Das ist die Kaugummiverkäuferin Hoi

Trang wollte erst garnichts, ass später dann doch Pizza und trank Cola, ebenso wie Tanh.
Ihr erzählt, dass ich für ein paar Tage nach Nha Trang fahren will, sie will mit, hätte Frau von Mafia gefragt, die nichts dagegen hätte.
Habe auch langsam Hunger, Hähnchenschenkel nicht mehr zu haben, dafür auf Empfehlung von Ka anderes Hähnchenzeug mit Reis gegessen, war wirklich gut, etliche Bier dazu.
Wenig verstanden, was Trang über die Schule erzählte, lediglich, dass sie angeblich nicht angenommen worden sei (sei zu alt o.ä.).
An Schulden seien noch 3 Mio. Dong zu bezahlen, dann würde es Papier geben, dass die Sache erledigt wäre.
Mutter von ihr kam auch kurz in Laden rein, beachtete mich aber nicht, wahrscheinlich das schlechte Gewissen.
Mit einem Australier gesprochen, der Trang angeblich seit 4 Jahren kennen würde und nichts von ihr hält, lobte das deutsche Bier, in anderen sei alles Mögliche drin.
Besoffener Kanadier äusserte sich negativ über alle Kinder, Trang gab zu, dass sie Ni nicht ausstehen könnte, laut Phuong wäre sie mit angeblich mit anderem Kerl letztens durch die Strasse gegangen..
Musste Trang und Tanh versprechen, morgen um 12 Uhr zum Wasserpark zu fahren, Badeanzug hätte sie noch.

Das ist Tanh, verkauft alles Mögliche

Erst nach 2 Uhr abgehauen und mit Taxi zurück, 20000 D gegeben, ca. 3 Uhr im Bett.

Donnerstag 30.08.2001 Saigon

Einigermassen geschlafen, noch todmüde, um 11 Uhr schliesslich aufgestanden, mit Cylofahrer für 15000 D zum Saigon Cafe. Wetter heute besser, aufgelockerte Bewölkung, zeitweise Schauer. Ray wieder da, haute aber direkt ab. Von Trang und Tanh nichts zu sehen, dafür die üblichen Gesichter: "Rocky", die Schweizerin usw..
War gerade auf dem Weg zum INTERNETCAFE als Trang ankam, sie hätte mit Mutter noch was einkaufen müssen, zeigte mir die Geburtsurkunde, am 5.7.1990 soll sie angeblich geboren sein.
In Bank 300 DM getauscht (ca. 2 Mio Dong), anschliessend zum WATERPARK SAIGON, Fahrer will 80.000 D, scheint günstig, waren laut Taxometer aber "nur" 62.000 D., bestand trotzdem auf den vorher ausgehandelten Preis.
Eintritt 60.000 D für Erwachsene und 35000 D für Kinder. Für Trang neuen Badeanzug gekauft, diesmal 2-teilig (78000 D).

Trang mit neuem Badeanzug

Sehr angenehm hier, da im Vergleich zum Wochenende sehr wenig Betrieb und man kann sich überall hinsetzen oder legen. Trang wieder riesigen Spass, wollte dann noch Eis haben, Cola und irgendwelche rohen Früchte mit Chili, angeblich für die Mutter, ass sie aber fast alle selbst auf.

Trang hat wieder Riesenspass

Bis 17:30 Uhr geblieben, einen Ball hatte sie noch geschenkt bekommen. Kein Taxi am Eingang mehr da, Minibus nehmen müssen, Taxometer blieb von Anfang an bei 10000 D stehen (!), Bursche wollte dann auch 80000 D haben, scheint hier der übliche Preis zu sein.
Zurück zum Saigon Cafe, die alte Garde wieder versammelt. Trang ass Fischsuppe, ich habe überhaupt keinen Hunger.
Thanh kam an und gab mir einen Brief von einem Deutschen , der offenbar mit der Familie eine zeitlang zusammen war. Dieser Brief ist vom Juni letzten Jahres und das letzte, was sie von ihm gehört hätten. Er er hätte sehr an ihrem kleinen Bruder gehangen, ausserdem hat sie noch eine Schwester..
Thanh frug mich, ob ich ihr helfen könne, ihr versprochen eine Mail an den Mann zu schreiben, eine Emailadresse war angegeben.
Phuong tauchte auch wieder auf, Trang 50000 D. gegeben, die sie ihrer Mutter geben soll, was die direkt erledigte, da sie sich auf der anderen Strassenseite aufhielt. Scheint ein schlechtes Gewissen zu haben, denn sie traut sich nicht in meine Nähe.
Jetzt sollen laut Trang noch 6 Mio Dong an die Mafia zu zahlen sein, ihr später noch 60000 D "Verdienstausfall" gegeben, da sie heute nichts verkauft hätte.
Zwei Kanadierinnen am Nebentisch, sind das erste Mal in Vietnam, nur 2 Wochen, mit einer ziemlich lange unterhalten.
Vietnamese quatschte mich an, der mit seiner "Schwester" da war, die Englisch lernen wollte. Unklar, was der eigentlich will und macht, abgewimmelt.
Trang und Tanh, bei der vorher geröstete Kerne gekauft, assen Pizza, auch eine für Phuong bestellt, die sie aber eingepackt mitnahm.

Trang mit ihrer Freundin Thanh
 

Mit Ka Treffen morgen für 12 Uhr ausgemacht zum Waisenhaus, Trang will mitkommen, danach soll ich mit ihr wieder zum Supermarkt, Lebensmittel für den Vater im Knast kaufen, ausserdem will sie wieder in Spielhölle spielen. Hat mir den ganzen Film versaut, indem sie mit meiner Kamera wahllos rumknipste und dann das Gehäuse öffnete, am Schluss ging garnichts mehr, vermutlich Batterie leer.
Wieder zuviel getrunken, ausser ein paar Melonenstücken nichts gegessen, schon wieder 1:20 Uhr, zum Hotel zurück.

Freitag 31.08.2001 Saigon

Um 10 Uhr aufgestanden, noch fertig. Zum Saigon Cafe fahren lassen, an Ecke erstmal 400 DM getauscht. Kurs deutlich besser (689500 D /100 DM). Dann zu Kim Travel, Flugticket nach Nha Trang bestellt für Montag 10 Uhr (98 $ hin und zurück) sie schon in einer Stunde abholen. Nach Tri gefragt, wäre nicht mehr da, hätte geheiratet und würde woanders arbeiten. Tickets später problemlos erhalten.
Ray und die Schweizerin da, zu ihm gesetzt, 2 Tee getrunken, Ka schon um 11:30 Uhr da, Trang nicht zu sehen, sie würde nicht kommen, da sie noch schlafen würde.

Das ist Ka, Kellner im Saigon Cafe

Er heuerte dann Minibus an, zu dem Markt vom letzten Mal gefahren: 4 Zentner Reis der etwas besseren Sorte, einige Kartons mit Nudeln geholt. An anderen Stellen dann noch medizinischen Kram, als Draufgabe gab es kostenlos Tüte mit irgenwelchem Verbandszeug. Vermutlich hat Ka erzählt, dass es für ein Waisenhaus ist. Das "Allheilmittel" Eukalypthusöl natürlich auch wieder. Ich hatte noch Tüte mit Schokolade und kleinem Spielzeug mitgebracht.
Zu dem schon bekannten Waisenhaus im Elendviertel über der Brücke, Dort sollen nur Mädchen sein, die Bügeln und andere Haushaltstätigkeiten dort lernen.
Ich wurde an Tisch gebeten, die übliche Tasse kalten Tee, ziemlich viele Kinder diesmal da, die neugierig gaffen, was da abgeht. Eine sprach sogar ein paar Worte deutsch. Ich soll Name und Adresse in ein "Gästebuch" reinschreiben, dazu noch einen Kommentar.
Ich dränge auf Aufbruch, da ich keinen Rummel will, zurückgefahren. Laut Taxometer 80000 D, Ka will, dass ich dem Fahrer fürs Helfen auch noch ein paar Dong gebe, na gut, also 100000 D.
Zurück zum Hotel, nochmal versucht hinzulegen, finde aber keinen Schlaf. Um 14:30 Uhr rief Ni an, würde sich Sonntag um 9 Uhr melden, hätte morgen Prüfung o.ä.
Geduscht, rasiert und von gestern eingetragen, gegen 18:30 Uhr zum Internetcafe fahren lassen, nochmal an Marion geschrieben, Ute und an den erwähnten Mann, den die Mutter von Thanh sucht.(Mail kam als "unzustellbar" zurück
Trang und Thanh kamen um 19 Uhr auch dort rein, hatten mich wohl gesehen. Mit ersterer dann zum Supermarkt Lebensmittel kaufen. Sie will offenbar die ganze Familie versorgen, wollte schon Babynahrung einpacken. Fast 180000 D los, ihr dann noch 50000 D als Taschengeld gegeben, damit geht sie zumindest sparsam um. Bleibt an jedem Regal stehen, endlich wieder raus. Mit Moped zurück zur Stammkneipe, sie bezahlte sogar.
Hähnchenfuss gegessen, Mutter bleibt angeblich 5 Tage weg. Sie hatte ihr Tasche gegeben mit Klamotten, damit sie bei mir schläft !. Kapiert nicht, dass dies nicht möglich ist. Thanh 11 $ gegeben, damit sie bei denen schlafen kann, laut Trang viel zu viel.
"Edelnutte" am Nachbartisch, sie frug Trang, ob ich mit ihr kommen würde, wollte sich dann später zu mir setzen, zog nach einiger Zeit dann aber ab.
Trang besorgte 1 kg Kerne, behielt das Wechselgeld ein, nachdem ich ihr 50000 D gegeben hatte.
Es drohte ein Eklat, als mich ein besoffener Krakeeler als "Kinderschänder" bezeichnete. Ka konnte den Kerl auch nicht beruhigen, ebenso wie offenbar der Besitzer des Lokals. Nach dem Motto "Der Klügerer gibt nach" wurde Trang weggeschickt und bei mir abgerechnet.
Habe auch keine Lust mehr, da inzwischen 1:15 Uhr, abgehauen.

Samstag 01.09.2001 Saigon

Hatte mich für 11 Uhr mit Tanh und Trang verabredet, um zu einem Freibad o.ä. zu gehen. Zum Saigon Cafe, vorher nochmal 300 DM getauscht, Trang sei angeblich schon um 10 Uhr dagewesen, kam nach kurzer Zeit aber wieder an. Hat sich ihr Haar leicht blond färben lassen, grünes Kleidchen und Sonnenbrille (von Tanh), sieht goldig aus. 10000 D gegeben, damit Tanh per Moped geholt wird, 2 Tee inzwischen getrunken.
Endlich ist sie da, wir sollen mit 2 angeheuerten Mopeds fahren. Preis "as you like", das bedeutet meist Ärger. Endlich los, Ziel ist der "Damsen Wasserpark", der in anderem Stadtteil liegt, aber nicht ganz so weit weg wie der Saigon Waterpark, der mir besser gefällt.
Um 15 Uhr wollen uns die Mopedburschen wieder abholen kommen. Zuerst mal wieder Badeanzüge kaufen, da von beiden "vergessen". Kurz auch noch in dortige Spielhalle, da Trang davon immer wieder magisch angezogen wird.
120000 D zusammen an Eintritt fällig. Sie gingen schwimmen, ich guckte mir eine Popveranstaltung in grosser Freilichthalle an, wo mehere hundert Leute zusahen. Unglaublich warm, in der Sonne kaum auszuhalten. Ein Bursche sprach mich an namens "Vo" , Student. Schrieb sich meine Emailadresse auf (bis heute nichts gehört).
Irgendein Wettbewerb läuft hier, sehr beliebt die Mädchengruppe namens "Tinh-Minh", eine Art vietnamesische Spice-Girls, obwohl nur eine davon halbwegs tanzen konnte.
Sieger eine militärische Popband namens "Hung Dao", traten in militärischem Outfit auf, ihre Fans kennzeichneten sich durch Stirnband mit 2 "Hasenohren".
Das Publikum nahm die Entscheidung mehr oder weniger stumm zur Kenntnis, offenbar wird "abgekartetes Spiel" vermutet.
Erst um 16:45 Uhr raus, ob die Mopedburschen noch da sind ?.
Tatsächlich, standen da. Zurück, jedem 50000 D gegeben. Fast wie erwartet wird der ältere aggressiv und mault, wie ich später erfuhr, war es der Vater von Phuong. Man möchte am liebsten Zuschlagen. Damit er endlich seien Schnauze hält, letztmalig 50000 D draufgelegt, hauten dann endlich ab.
In bis dato für mich unbekanntem Laden rein zum Essen, Billiard dort vorhanden. Die Kinder hängen hier wohl auch öfters rum. Hähnchen-Kebab verzehrt, nichts Überragendes.
Phuong tauchte dort auch auf, Trang hatte wieder Pizza bestellt, die aber nichts war und ziemlich mies aussah. Schmeckte ihr nicht, aber da sich immer einer findet, der das isst, wurde die eingepackt und mitgenommen.

Die Bücherverkäuferin Phuong, knapp 10 Jahre alt

Zum Saigon Cafe , wenig los, Krakeler von gestern gottlob nicht da. Ka kam an, entschuldigte sich für gestern, der Typ hätte irgendwelche Probleme mit der Polizei.
Kerne zum Knabbern wurden von Trang geholt, scheint sich um geröstete Melonenkerne zu handeln, bekomme die dünnen Dinger nach wie vor nicht auf, die Kinder machen das für mich.
Nachdem wir satt waren, machte Trang kleine Beutel mit dem Zeug, die sie mit meinem Feuerzeug zuschweisste. Später besorgte sie sich dann eine Kerze und verkaufte die Dinger mit grossem Erfolg für 1000 D pro Tüte.
Bin wieder sehr müde, um 23:30 Uhr abgehauen, Trang hatte vorher nochmal gegessen, trotzdem nur 120000 D los.
Mit Taxi zurück, betrügerischer Kerl, 25.000 D steht auf vermutlich manipuliertem Zähler, Burschen zur Sau gemacht.
Gegen 0 Uhr im Bett.

Samstag 02.09.2001 Saigon

Um kurz nach 8 Uhr aufgestanden, um 8:30 Uhr rief Ni an, sie sei da. Runtergegangen, nichts zu sehen, kam dann aber wenig später. Mein Gott, was ist die dünn geworden. Heute sei Nationalfeiertag (2.9.45 – Unabhängigkeit Vietnams), sie würde mich um 14 Uhr abholen. Ihr die Cds von zu Hause in die Hand gedrückt. Gab mir Kuss und verschwand wieder.
Nochmal hingelegt, um 14 Uhr rief sie tatsächlich wieder an., stand wieder draussen
Sie sagte dann zu dem Taxifahrer irgenwas wie "Tamsi" .Oh Schreck, nach einiger Zeit wird mir klar, dass es zum DAMSEN-Park geht, allerdings nicht zu dem Schwimmbad sondern in den nahegelegenen Vergnügungspark.
Unglaublich viel Verkehr, pro Person 15000 D Eintritt, es wimmelt von Menschen. Mit Bahn auf Stelzen Runde durch den Park gedreht, auch je 15000 D, Dann auf veraltete Wasserbahn, die schon reichlich verrostet ist. Gefälle laut Tafel einmal 8m dann 12 m, ganz nett.
Zwei neue Filme gekauft, reichlich teuer (a‘ 38000 D). Was zu trinken geholt, wieder sehr heiss geworden. An See noch zeitlang rumgesessen, wo mir Einheimische wie einem Affen Apfelsinen zuwarfen.
Verliere langsam die Lust, wird auch schon dunkel, um 17:30 Uhr abgahuen. Küssschen links, Küsschen rechts. Soll mich heute um 20 Uhr mit ihr wieder treffen, abgelehnt, sie will wieder im Hotel anrufen.
Taxifahrt hin war etwas über 50000 D gewesen, Rückfahrt ziemliche Katastrophe in dem Verkehrschaos. Fahrer kennt sich offenbar auch nicht aus, muss fragen. Ein brennendes Moped am Strassenrand erregt die Neugier der Leute.
Nach ziemlichen Umweg für 90000 D endlich da, ins Internetcafe, sehr lahme Verbindung.
Mail an den deutschen Doktor war wie erwartet als unzustellbar zurückgekommen.
Um 19:15 Uhr zum Saigon Cafe, recht wenig los, wie in ganzer Strasse überraschend leer. Flasche Bier getrunken und Schweinefleisch gegessen mit Pilzen, war sehr gut.
Trang kam an, sah suess aus in ihrem Seidenkleid mit weissen Schuhen, war heute mit dem Vater von Phuong auf Moped zum Palace Hotel gefahren. Zeigte mir Zettel, den sie dort wohl abgeben wollte und wo jemand auf Englisch folgendes geschrieben hatte: "Mein lieber Papa, ich habe Dich seit 11 Uhr gesucht ... – Deine Tochter Trang"
Die 10000 D, die sie hätte zahlen müssen für die Fahrt, musste ich ihr natürlich ersetzen.
Desweiteren will sie jetzt quasi als Entschädigung irgendwo hin, Phuong will auch mit, darf aber angeblich nicht mit, weil sie Ärger mit Mutter bekäme, da sie kein Buch verkaufen würde, ich sollte doch eins kaufen - abgelehnt.
Wie Trang mir später erzählte, soll der Stapel mit 21 Büchern 500000 D kosten, der Erlös darüber ist vermutlich "Gewinn", wenn jemand den Kram denn kaufen würde. Ausser Kopien vom "Lonely Planet", die für 7 $ angeboten werden geht so gut wie nichts. Ausserdem viel zu viele unterwegs, die diese Plagiate verkaufen.
Mit Taxi los, sie diskutierte kurz mit Fahrer, vermutlich hat das geschlossen, wo sie erst hinwollte. Endlos lange Strecke, schon weit aus Zentrum raus zu weiterem Vergnügungspark, an Fahrkosten 150000 d los, das sind fast 10 $.
Zuerst in Nachbau eines Chinesischen Tempels rein, wo sie sich dann in Kostüm reinzwängte, hatte auch die ganze Zeit davon erzählt. Eintritt war je 6000 D und 15000 D für die Erlaubnis Fotos zu machen.

Trang verkleidet als chinesische Kaiserin

Weiter zu einer Rollschuhbahn, sie konnte sich aber auf den Dingern nicht lange halten. Ihr Geld gegeben für Puppe, Bettgestell und Hängematte (so wie es in den meisten Wohnungen aussieht). Dann noch irgendeinen batteriebetriebenen Tinnef.
Noch eine Runde Karussel, dann endlich wieder zurück und gegen 21:45 Uhr wieder da.
Laden nach wie vor fast leer, Ray war nur kurz gekommen.
Trangs Mutter auch wieder da, sitzt nur faul rum und hält Schwätzchen. Streit zwischen Tanh und Trang, erstere soll angeblich Kaugummipäckchen unterschlagen haben.. 5 Packungen Menthol-Zigaretten von ihr noch gekauft (MELIA – 5000 D), kann man gut rauchen.
Trang holte dann wieder Kerne, nur ein paar gegessen, den Rest gab sie ihrer Mutter. Wie gestern ass sie wieder Nudeln mit Shrimps.
Der kleinen Hoi noch 5000 D gegeben, sie wird kaum Kaugummis los, Trang dann auch noch 50000 D. Vier Bier getrunken und gegen 23:30 Uhr abgehauen. Mit Schlepper vor Hotel wieder ein paar Worte gewechselt. Sachen zusammengepackt und um 0:10 Uhr im Bett.

Montag 03.09..2001 Saigon/Nha Trang

Mässig geschlafen, um 7:30 Uhr raus, noch ziemlich müde. Wetter weiterhin gut: gering bewölkt und sehr warm.
Bezahlt, 250 $ wie vereinbart, selbe Zimmer für Freitag reservieren lassen, Tussi schrieb sich Daten auf.
Beim Einladen des Gepäcks ins Taxi mal wieder kein Helfer zur Stelle, egal, spart man wenigstens das Trinkgeld, um 8:30 Uhr schon am Flughafen, knapp 50000 D auf Uhr. Bursche hatte sich erst verfahren und den Internationalen angefahren, entschuldigte sich, ganz sympathischer Kerl, ihm 70000 D gegeben.
Nicht viel los, nur 2 Flüge stehen an: nach Haiphong und nach Nha Trang, neu sind zusätzliche Abfertigungshallen.
Alles problemlos, Maschine fast voll, diesmal gab es noch nicht mal was zu trinken !. Nach knapp einer Stunde Landung, Koffer nach ca. 10 Minuten da. Ein "Taxibursche" hatte mich vorher schon angesprochen, will 10000 D haben für kurze Fahrt zum QUE HUNG HOTEL (wird hier "Hung Ke" ausgesprochen). Preis ist ok, zumal es sich um kein reguläres Taxi sondern eine alte Privatkiste handelt.
An Rezeption gefragt, man verlangt 35 $ netto inkl. Frühstück, Zimmer zeigen lassen, macht sehr guten Eindruck, besser als erwartet, auch sehr sauber.
Angenommen, kurz hingelegt, Wetter auch hier überraschend gut: knapp über 30 Grad und gering bewölkt. Kuz hingelegt, auf Bude aufgehalten, Einträge nachgeholt, geduscht. Jetzt 16:40 Uhr, Hotel scheinbar fast leer, ein Gewitter zieht auf, gegen 17:45 Uhr schon fast stockdüster.
Runtergegangen und 300 DM getauscht, Kurs sehr schlecht, weniger als 2 Mio. Dong (besser vorher in Saigon tauschen !).
Zu Fuss los zu zu Jack’s Bar, war der einzige Gast dort. Jack erkannte mich wieder, Baby wäre ein Junge geworden namens "Shawn". Bier mitgenommen zur Internetbude nebenan, auch hier gähnende Leere, musste ein paar Minuten warten, bis ein Mädchen kam.
Insgesamt 3 kleine Bier getrunken, mit Frau von Jack gesprochen, hat jetzt Brille, so dass ich sie erst garnicht erkannt hatte, desweiteren noch anderes Mädchen da, die als Köchin angeheuert wurde.
Die üblichen Fragen: "Where is your wife ?", "Do you have kids ?", "Why not ?".
Laden verlassen und ein paar Meter weitergegangen, um den Cylofahrer Truk zu finden, nicht zu sehen, stattdessen kam anderes bekanntes Gesicht an ("Minh"), den angeheuert zu "Than The" . Gewitter hatte sich schnell verzogen, nur ein kurzer Regenschauer war runtergekommen.
Jüngerer Bursche erkannte mich dort, obwohl er mir unbekannt war. Mehr Leute als erwartet im Laden, Bursche wusste direkt, was ich essen will, der Alte kam dann auch an, hat auch immer die gleichen Fragen drauf: ""Where is your wife ?", "How many days ?". Ihm erzählt, dass ich "my wife" nächste Woche in Danang treffen würde.
Das kg gegrillte Prawns wieder sehr lecker, obwohl erstmals beim Anflug Zuchtfarmen zu sehen waren, deswegen unklar, ob die Dinger noch aus dem Meer sind, schmecken jedenfalls wieder super.
Rollstuhlfahrer mit seinen Postkarten auch wieder zugegen. Ihm gesagt, dass ich nach Essen mal gucke, dann auch 4 Päckchen seiner Postkarten a 15000 D gekauft, er war wieder überglücklich.
Als Nachtisch noch einen vietnamesischen Wodka, der wie immer warm serviert wurde, 3 BGI zum Essen. Typ wird immer geiziger: nur eine Banane auf Kosten des Hauses. 250000 D gezahlt, davon ca. 30000 D Trinkgeld.
Minh hatte gewartet, bin unglaublich müde, zum Hotel fahren lassen, er soll mich morgen um 11 Uhr abholen zur Massage, 50000 D gegeben, gegen 21:30 Uhr schon im Bett.

Dienstag 04.09.2001 Nha Trang

Saumässig geschlafen, stundenlang wachgelegen, um kurz nach 10 Uhr erst aufgestanden, Frühstück soll es bis 10 Uhr geben, eh keinen Hunger. Wetter gering bewölkt und heiss. Nicht gut dabei, hatte Cylofahrer verwechselt und einen anderen genommen, dem 5000 D "Entschädigung" gegeben, als Minh ankam.
Zur Stadt gefahren zum Massagesalon, von dem die Cylofahrer immer geschwärmt hatten, ziemlich weit weg, kaum zu finden, irgendwo in Nebenstrasse rein, wo dann bessere Baracke stand, mit einer Art "Rezeption", wo erstmal 70000 D für ein "Ticket" fällig waren. Wurde dann in eine schmale Kabine geführt, ausgestattet mit einer Pritsche und einem Spiegel, wo ein Mädchen wartete, der englischen Sprache nicht mächtig, auch nicht besonders hübsch, machte ihre Sache zwar ganz gut, aber nicht so toll, wie immer erzählt wurde. Massage dauerte ca. 45 Minuten, Licht wurde von aussen einmal aus- und eingeschaltet, vermutlich Zeichen, dass Schluss ist. Ihr Name ist "Ho", wenn ich das richtig deuten kann.
Ihr 20000 D Trinkgeld gegeben und ein paar Kaugummis.
Zur Internetbude neben Jack’s Bar fahren lassen, hat zu, zurück zum Hotel, Zimmer immer noch nicht aufgeräumt worden. Wollte zum Pool, Schlüssel im Zimmer gelassen und zugezogen, einige Minuten warten müsen, bis jemand den Raum wieder aufmachte. Gruppe Asiaten gerade angekommen
Nur 2 westliche Burschen am Pool, keine Matten auf Liegen, kein Handtuchservice – nichts. Liegen sehr hart, kann man kaum drauf liegen, keine Stunde geblieben, um 14 Uhr wieder hoch, Zimmer immer noch nicht gemacht worden !.
Eingetragen und rumgedöst, gegen 17 Uhr rief Housekeeping an, ob Zimmer gemacht werden sollte, nein danke, jetzt auch nicht mehr, obwohl Klopapier knapp wird.
Um 18 Uhr dann 2 Rollen von Wagen im Treppenhaus "organisiert", zeitlang auf Minh vor Hotel gewartet. Mopedbursche quatschte mich an, ob ich junges Mädchen für 1 Stunde haben will.
Endlich kam Minh an, zu Jack’s Bar, dort Bier geholt und zur Internetbude, mit deutschem Ehepaar noch zeitlang gesprochen, die mit ihrer kleinen Tochter da waren. Ihnen vom Waisenhaus in Saigon erzählt, wollen auch Unterstützung leisten.
Einige Mails verschickt, ca. 1 Stunde geblieben (32000 D), dann wieder zu Than The fahren lassen, einziger Gast, später kam dann noch älteres japanisches (?) Paar. Fussball läuft: Brunei – Vietnam (1:5), Spiel im "Seacup", ca. 10 Mann vor der Glotze versammelt. Prawns wieder sehr lecker, erneut die Frage "When will your wife come to Nha Trang ?", ist vermutlcih als umsatzstarke Esserin hier bekannt.
Truk stand in Nähe von Than The, ihm das Foto gegeben, wo er mit Ute drauf ist.
Spiel zu Ende geguckt, 4 Bier dazu, nahezu gleicher Preis wie gestern, erneut 250000 D gegeben,
gegen 21:45 Uhr dort raus und zum Hotel fahren lassen, ca. 30 Minuten später im Bett.

Mittwoch 05.09..2001 Nha Trang

Wieder sehr schlecht geschlafen, um 8:45 Uhr aufgestanden, geduscht. Muss doch mal das Frühstück ausprobieren: Nur Handvoll Leute in Raum, totale Selbstbedienung, zwar grosse Tische, aber so gut wie nichts drauf, wenigstens reichlich Bananen, 2 Stück gegessen, dazu 3 Tassen Tee, der überraschend gut war, obwohl Kanne sicher schon seit Stunden auf Herdplatte steht, Koch bzw. "Eierbrater" nicht verfügbar.
In der Regel fangen Putzfrauen hier schon um 7:45 Uhr an Krach zu machen, eine hatte mich gefragt, ob Bude gemacht werden soll, war nach meiner Rückkehr vom Frühstück dann auch erledigt.
Um 11 Uhr dann mit Minh, der pünktlich da war, zum "Schönheitssalon" vom März. Teilweise bearbeiteten mich 3 Mädchen, eine behauptete "Linh" zu sein, als ich nach ihr frug, bin mir nicht ganz sicher. Haare schneiden, Fuss- und Fingernägel, Gesichtsmassage, Oberkörpermassage, Haare waschen, war wieder gut, 210000 D wurden verlangt, 250000 D gegeben ("for the girls"), damit die auch was abbekommen, war auch die Summe, mit der ich gerechnet hatte.
Wetter wolkenlos und sehr heiss, nur wenige Leute auf Strasse zu sehen
Damit Minh für sein Geld noch was zu tun bekommt, nochmal zu den Cham Türmen fahren lassen, Renovierung recht weit fortgeschritten, 4000 D Eintritt, auch hier nur sehr wenige Touristen. Nach Treppenaufstieg zahlreiche Verkaufsbuden mittlerweise angesiedelt, meist werden irgendwelche Statuen angeboten.
In den Gebäuden selbst ein Dunst von Räucherkerzen, so dass man kaum atmen kann, Wände sind pechschwarz. Bei der Hitze keine Lust auf mehr, einem alten Kerl, der auf die Schuhe aufpasst, die beim Betreten der "Räucherkammern" auszuziehen sind , ein paar Dong gegeben.

Etwas Kultur: CHAM-Tower (Po Nagar) in Nha Trang

Zurück zum Hotel um 14 Uhr. Seit 2-3 Tagen quälen mich starke Halsschmerzen, dafür habe ich nichts dabei.
Gedöst, um 18 Uhr wieder los,Minh direkt wieder da, technischer Defekt in Internetbude, soll in 30 Minuten nochmal wiederkommen, solange zu Jacks’s Bar, mit seiner Frau unterhalten, die könnte mir auch gefallen: hübsch und sehr nett.
Nach 3 Bier zu "Than The", wieder einziger Gast, die üblichen Prawns verzehrt, dazu 4 BGI und einen Wodka. Einen Teller Ananas gab es diesmal gratis,um 22:15 Uhr zum Hotel zurück.

Donnerstag 06.09..2001 Nha Trang

Erneut mehr als mies geschlafen, irgendwelche Proble mit Abflussrohren, jedesmal ziemlicher Krach, wenn jemand badet oder auf Toilette geht, dazu Putzfrauen frühmorgens immer sehr laut.
Schöne Bescherung: das ganze Bad voller Schaum, Abfluss scheinbar übergelaufen, dazu kein Strom.
Halsschmerzen werden immer schlimmer, Aspirin in Wasserflasche aufgelöst, danach etwas besser.
Erst gegen 10 Uhr aufgestanden, noch ziemlich erschlagen.
Minh wartet wie immer, um 11 Uhr wieder zum Schönheitssalon, nochmal Gesicht aufpolieren lassen, dazu Massage und Haarwäsche, 100000 d, 50000 D mehr gegeben für die 2 Mädchen, die ihre Sache sehr gut machen.
Ca. 90 Minuten bearbeitet worden (nur Haare schneiden soll 25000 D kosten – ein Tourist kam fragen).
Weiterfahren lassen zum Massagealon, gleiches Mädchen wie letztens, diesmal etwas geschminkt, sieht besser aus, zumindest gute Figur.
Minh inzwischen unterwegs mir eine Stange Mentholzigaretten zum offiziellen Preis besorgen (MELIA, 3000 D), hatte ihm noch einige T-Shirts und alte Hose gegeben.
Gegen 14 Uhr wieder im Hotel, Zimmer wird gerade gemacht, kurz auf "Terrasse" gesetzt. Als Bude fertig war, erstmal Klimaanlage gestartet, geduscht, eingetragen und rumgehangen.
Ab 18 Uhr die übliche Route: zum Internetladen, Mail gescheckt.
Meine Schwester Marion hat es endlich geschafft, die Mails zu lesen, allerdings ohne Antwort.
Minh besteht darauf, dass ich mit ihm mitkomme,zu anderen Cylofahrern, darunter auch der ältere mit den abstehenden Ohren , der auch auf Foto drauf war.("Lam"), luden mich auf ein Bier ein, ihnen Zigarillos angeboten, sind denen in der Regel zu stark.
Heute spielt Vietnam gegen Indonesien, 2 haben auf Niederlage gewettet, sollte auch mitspielen.
Zu Than The, Spiel läuft schon, erneut einziger Gast, nochmal die Shrimps verzehrt, Minh eingeladen, ass Fischsuppe (Rechnung:251000 D, 270000 D gegeben). Sehr herzlich die Leute, baten mich an den Tisch, der näher zum Fernseher stand.
Vietnam verlor tatsächlich 1:0.
Gegen 22 Uhr wieder im Hotel, hatte heute vormittag schon gepackt, Minh will mich morgen früh zum Flughafen fahren.

Freitag 07.09.2001 Nha Trang/Saigon

Wieder schlecht geschlafen, erneut starke Halsschmerzen. Gegen 7 Uhr aufgestanden und zum Frühstück, 2 Tassen Tee (tat gut) und Banane gegessen, ziemlich viele Asiaten da. Um 8 Uhr ausgescheckt, 140 $ wie vereinbart. Minh kam an, ihm nochmals 50000 D gegeben, obwohl Typ an Rezeption sagte, dass die Cylofahrer angeblich alle viel Geld hätten.
Verwirrung am Flughafen, um 8:55 Uhr geht schon eine Maschine nach Saigon. Hat seine Richtigkeit, offenbar heute kein Flug um 7 Uhr. Hätte noch Umbuchen können,, aber was solls. Sehr gutes Wetter, gemütlich hingesetzt, Schuhe für 10000 D putzen lassen, wirklich gut.
Rest ging dann reibungslos: statt Propeller- diesmal Düsenmaschine, auch wieder fast voll. Neben mir sass älterer Ami, der mir die ganze Zeit die Ohren vollquakte, wäre bei einem vietnamesischen Kollegen eingeladen gewesen, wäre das erste mal hier usw. Zeigte mir seine Flugtickets, wie umständlich es für ihn wäre nach Hause zu kommen bla bla bla.
Nach knapp 50 Minuten da, drückend schwül. Ca. 10 Minuten auf Koffer gewartet. Ein Bursche kam direkt an wegen Taxi, Taxometer wurde nicht eingeschaltet, gab ihm 70000 D, war damit auf zufrieden.
Erneut zum PALACE HOTEl, keine Probleme, Flugticket reconfirmen lassen, ging ziemlich schnell, Frau von Rezeption rief mich an. Exakt das gleiche Zimmer wie vorher. Jetzt 11:30 Uhr, erstmal hingelegt, Halsschmerzen unverändert stark. Um 15:30 Uhr in Bude gegenüber gegangen, die sich Apotheke nennt, zwei Packungen Lutschbonbons gekauft ("Bradosol"). Ziemlich teuer, bin skeptisch, ob die Dinger überhaupt helfen, "Fisherments Friends" wurden mir alternativ als "Medizin" angeboten..
300 DM vorher im Hotel getauscht (2.050 Mio Dong) und um 18 Uhr zur Internetbude. Trang kam direkt an, sie hätte mich eigentlich erst morgen erwartet, sie wollte unbedingt zum SINH CAFE was essen. Phuong und Thanh hätten sie geschlagen, ich soll nichts mehr von denen kaufen.
Schweinefleisch gegessen, schmeckte nicht besonders, längerer Stromausfall, danach zum SAIGON CAFE.
Ältere Amerikanerin kam an, ob ich der Vater von Trang sei, entsprechendes hatte sie ihr wohl erzählt.
Trang stellte mir dann "ihren Freund" vor, Ami oder Aussie, zeitlang mit unterhalten, verdrückte sich dann mit Tussi in Ecke.
Die üblichen gerösteten Kerne verzehrt, viel getrunken. Ray nur kurz da, hat Arm geschient, sei ausgerutscht, sei aber nichts gebrochen.
Bis gegen 1 Uhr dort verbracht, Kotzanfall auf Hotelzimmer, die Zwiebeln sind mir offenbar nicht bekommen.

Samstag 08.09..2001 Saigon

Geschlafen wie tot, gegen 10 Uhr aufgestanden, die Lutschbonbons helfen sogar, Halsschmerzen erheblich besser geworden. Nochmal 300 DM getauscht und um 11 Uhr zum SAIGON CAFE.
Trang kam erst um 12:15 Uhr, hätte verschlafen, war bis 4 Uhr auf Strasse gewesen, ihre Mutter kam dann auch an. Noch 2 Tee mit allen Mann zum DAMSEN-Park (Taxi knapp über 40000 D).
Wunderbar wenig los, nochmal mit der Hochbahn durchs Gelände gefahren, dann mit Rad, Boot und nochmal auf Wasserbahn. Mutter hält sich mit allem zurück. Trang wieder dem Spieltrieb verfallen, ihr auch einige Karusselrunden spendiert, Eis, Limo etc.,alles sehr billig.

Kleine Getränkepause

Sie will, dass ich zu ihr nach Hause komme, was soll ich in der Armut dort, abgelehnt. Stattdessen zu einem chinesischen Restaurant, dort Pizza bestellt. Habe 1 Mio. Dong für Mutter dabei, Trang meint, davon sollten wir Bücher kaufen ,da ansonsten "The Mafia will steal the money".
Also gut, mit ihr in Nebenstrasse rein in eine Art Buchhandlung. Es gab dafür ca. 40 Stück, musste noch 35000 nachlegen. Riesenstapel, Sache dauerte ziemlich lange, Mutter kam dann auf einmal auch an. Nach ca. 1 Stunde wieder im Restaurant. Nur halbe Pizza Hawai gegessen, war ganz ordentlich, Mutter hat ihre direkt einpacken lassen, Rest wurde dazugepackt, hier kommt nichts weg.

Das ist die Mutter von Trang

Zum SAIGON CAFE, ich war zwischendurch wegen Toilettengang nochmal zum Hotel zurückgefahren, Tanh und Phuong so gut wie garnicht zu sehen, einige Bier getrunken. Kaum zu glauben: Mutter rennt mit dem Büchsterstapel durch Strasse und versucht die Dinger loszuwerden, allerdings ohne Erfolg, es gibt einfach zuviele Verkäufer. Trang dagegen verkaufte direkt 4 Stück an den Burschen von gestern abend, der morgen nach Hause fliegt, er hätte so gut wie keine Nacht alleine geschlafen.
Aussie bändelte mit der Bedienung an, die sehr gute Figur hat.
Trang ass noch Suppe, "verkaufte" mir noch Packung Kaugummis , die bekommt den Hals auch nicht voll. Sie will zu einer Rollschuhbahn, angeblich in der Nähe, keine Lust..
Rechnung gegen 23:30 Uhr kommen lassen, nur 125000 D, habe manchmal das Gefühl, dass die absichtlich was vergessen, weil ich die armen Schweine mit durchfüttere.

Sonntag 09.09..2001 Saigon

Zu nichts Lust, lange geschlafen, rumgekramt und Klamotten geordnet.
Gegen 17:30 Uhr wieder los, Email in Internetladen abgerufen. Nach 45 Minuten zum SAIGON CAFE, tat sich lange Zeit nichts, bis Maus kam, vorher Stange GARAM für 200000 D gekauft.
Ihre Mutter kam dann auch an, haben Hunger, gemeinsam an anderen Tisch gesetzt.
Selbst vorher schon Schweinefleisch mit Zwiebeln gegessen, gut wie immer.
Trang will wieder in Spielhölle, abgelehnt, ihr gesagt, das wir dafür morgen nochmal in den grossen Freizeitpark gehen, Mutter soll auch mit. Ka und Frau auch, war aber einer Scherz von ihm.
Zwei deutsche Pärchen auch da, aber nicht mit gesprochen, überraschend viele Japaner da.
Wieder 1 kg Kerne von Mutter kaufen lassen, von gestern waren auch noch welche da, werden auch von anderen gerne genommen.
Trang erzählte, sie könne bei ihrem Bruder Thao nicht mehr bleiben, Mutter hätte angeblich auch kein zuhause mehr, bestimmt neuer Trick, um mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Na ja, hänge eben an der kleinen und so grosse Summen sind es auch nicht, also nochmal 50000 D gegeben (ca. 7 DM).
Rechnung war wieder extrem günstig (unter 200000 D), offenbar kann mich die ältere "Oberkassiererin" gut leiden.
Gegen 0:30 Uhr im Bett, die verdammten Halsschmerzen werden wieder stärker.

Montag 10.09..2001 Saigon

Ziemlich schlecht geschlafen, trotz Klimaanlage auf höchster Stufe geschwitzt. Um kurz vor 10 Uhr aufgestanden, Wetter: bewölkt und ziemlich starker Regen.
Bei IDI-TOURIST (neben SAIGON CAFE) wieder mal 300 DM getauscht. Tee getrunken, ausgemacht war 11 Uhr, von Trang nichts zu sehen, lediglich einige Gesichter, die hier täglich rumhängen. Schuhputzer nerven wieder, die laut Ka alle Heroin nehmen würden.
Ein behindertes Mädchen (heisst Keiko) spricht mich jeden Tag an, spricht undeutlich, ist aber sicher nicht dumm – armer Teufel.
Jetzt fast 13 Uhr, Regen hat aufgehört. Tussi setzte sich neben mich, die hier auch immer rumlungert, heisst Ngoc. Ziemlich zierlich, hat angeblich Tochter, schlägt sich vermutlich auch mit Hurerei und Schnorrerei durch. Wollte dann, dass ich ihr 50000 D für Essen für ihr Kind gebe. Nichts da !, die Oberkassiererin jagte sie dann weg.
Nur kurze Regenpause, ziemlich dunkel, Ray kurz da, insgesamt 5 Tee getrunken, dann zu Internetbude. Zurück zum Hotel, hingelegt, geduscht. Neuer Früchteteller wurde vorbeigebracht und um 16 Uhr wieder der Frühstücksgutschein.
Gegen 17:30 Uhr neuer Versuch, Trang kam direkt an, als ich im SAIGON CAFE erschien. Wieder mal Schweinefleisch mit Pilzen gegessen, inzwischen fast mein Lieblingsgericht..
Trang Geld gegeben für Eis, kam dann nach einiger Zeit mit 2 grossen Bechern und Tüte Waffeln an, füllte das Eis dann in die Waffeln und verteilte es kostenlos an Interessierte.
Hoi auch wieder da, Trang spielte mit ihr um Kaugummis und verlor, dem armen Schwein die Box für 50000 D abgekauft, Trangs Mutter auch wieder durchgefüttert, die hat ständig Hunger.
Ka setzte sich dann zu mir, die Schulden würden sich noch auf 6 Mio Dong belaufen (ca. 1000 DM). Man müsste zur Polizei mit allen Beteiligten, sich die Bezahlung bestätigen lassen, dafür erwartet der Bulle dann eine private Zahlung von 100000 D. Oder man müsste den Obermafiaburschen an einen Tisch bekommen..
Eine Bedienung im Saigon Cafe hat angeblich eiine Schule an der Hand, sollen um 12 Uhr dorthin morgen.
Mutter machte sich auf den Weg Mafiaburschen zu suchen, um ihm zu sagen, dass ich den Rest bezahle.

Trangs Mutter mit zwei Flittchen, die rechte hatte jeden Tag anderen Kerl (arbeitet jetzt in Bar)

Bis nach 2 Uhr geblieben, nur noch wenige Leute da, wenn dichtgemacht wird, dient der Laden als Mopedschuppen.
Zurück zum Hotel, mit Entsetzen festgestellt, dass alle grösserern Dollarscheine (ca. 1000 $) aus Koffer geklaut worden sind, 25 $ hatte man mir noch gelassen, äusserlich nichts am Koffer feststellbar. Noch Riesenglück, dass Pass, Flugtickets, gesamte DM, und kleine $-Scheine nicht angetastet worden sind. Selber Schuld, hätte ich Idiot wie letztens den ganzen Kram doch bloss an der Rezeption abgegeben – aus Schaden wird man klug (hoffentlich). Später selbst mal probiert: der abgeschlossene Koffer laesst sich mit einem kleinen Taschenmesser problemlos öffnen.

Dienstag 11.09.2001 Saigon

Einigermassen geschlafen, kurz nach 10 Uhr geschlafen. Sämtliche Wertsachen an Körper genommen, 500 DM im Hotel getauscht und dann noch 300 DM bei IDI-Tourist.
Wetter heute mal wieder gering bewölkt und heiss.
Trang direkt da, Mutter auch schon anwesend, 2 Tee getrunken. Die Kleine ass Melone, Mutter ging "Mafiaburschen" holen. Unscheinbarer Typ, ihm gesagt, er würde das Geld bekommen, wenn er unterschreibt, dass die Sache damit erledigt sei, was er dann auch auf besserem Schmierzettel tat, den die Mutter dann an sich nahm.
Penibel zählt er jeden Schein nach, hoffentlich ist das Spiel damit endlich zu Ende, das war für mich die letzte Zahlung..
Die Bedienung, die zur Schule geht, kommt heute angeblich später, Trang will zu dem weit entfernten Vergnügungspark, meinetwegen, Mutter kam auch mit.
Erneut 150.000 D für die Hinfahrt los. Trang kurbelte unterwegs die Scheibe runter. Wie sich später rausstellte, hat sie die ganze Wagentür vollgekotzt und die Melone ausgebrochen. Die Mutter rieb sie dann mit dem "Allheilmittel" Eukalyptusöl ein, ich gab ihr 2 Magentabletten, Fahrer hat die Sauerei noch garnicht gesehen.
Nicht viel los auf dem Gelände, eigentlich fast gar nichts. Sehr schöner grosser Park. In einige Dinger rein, z.B. "Folterkeller", wo sich die Vietnamesen als sehr schreckhaft erwiesen.. Im "Zoo" wurden die Tiere auf allerengstem Raum gehalten. Ganz nett war eine "Wasserfahrt" durch eine Grotte mit nachgebildeten Märchenfiguren..

Im grossen Vergnügungspark

Nach ca. 3 Stunden wieder zurück, die Bedienung ("May") inzwischen da. Habe sie noch nie Englisch sprechen gehört. Mit ihr und Trang in kleine Gasse nebenan rein zu kleinem Haus. Frau öffnete, soll die Lehrerin sein, die Privatunterricht gibt. Ist nicht allzu hübsch, sprach auch kein Englisch.
May geht da scheinbar regelmässig hin. Sie will 250.000 D pro Monat haben. Nur eine Stunde Unterricht am Tag von 12-13 Uhr, ausser am Wochenende. Ist vielleicht hier am besten aufgehoben, für ein halbes Jahr im Voraus bezahlt, morgen soll es schon losgehen.
Geld geht weg wie nichts, wieder 200 DM tauschen müssen.
Hoi nochmal mit Wundspray behandelt, die eine ziemlich tiefe Risswunde im Fuss hat. Sie will was essen – Pizza, mal Stück probiert, ist gut. Das behinderte Mädchen ("Keiko") kam auch an, hat ebenfalls Hunger, ihr Fritten und Hähnchenfuss bestellt, wollten dann auch noch was trinken. Mutter von Trang und Kleine auch mit durchgefüttert. Ich hatte ihr Geld gegeben für Eis, kam dann aber nach kurzer Zeit mit Jojo zurück, der nach wenigen Minuten schon kaputt war. Ihr später nochmal Geld gegeben, kaufte davon dann auch Eis.
Hoi scheinbar total ausgehungert, wollte später nochmal essen, Suppe: ok.
Für ca. 1 Stunde setzte sinflutartiger Regen ein, Laden sehr voll, viele Japaner.
Trang hatte heute nachmittag nochmal gequengelt wegen Fahrrad. Ihr 200000 D gegeben, Ka besorgte dann grosses Gebrauchtes, mit einer Art Rückbank und Fussstützen, damit will die Mutter Trang angeblich jeden Tag bei der Lehrerin abliefern. Hoffentlich ist das alles nicht nur ein Strohfeuer, die Bücher sollen zu Hause liegen, gestern hat die Alte die Dinger auch schon nicht mehr dabei gehabt.
Mutter besorgte mir dann noch grossen Beutel mit Kernen zum Abschied, sehr heiß, offenbar maschinell geschält.
Kurz nach 22 Uhr bezahlt, 266000 D, 300000 D gegeben. Zum Hotel, Kleine kam noch mit, ich soll das nächste mal 10 Wochen bleiben und ihr eine Uhr aus "Germany" mitbringen.
Fahrer 50000 D gegeben für Rückfahrt, bin schweißgebadet, geduscht, rasiert und Kram zusammengepackt, 23:10 Uhr im Bett.

Mittwoch 12.09.2001 Saigon/Bangkok

Halbwegs durchgeschlafen, 7:20 Uhr aufgestanden, kurz nach 8 Uhr bezahlt, wieder 250 $, von den Türstehern half natürlich wieder keiner. An Taxis kein Mangel, ziemlich viel Verkehr, aber es ging noch zügig. Hatte schon gedacht, dass Trang vor Tür steht, war nicht der Fall, auch besser so, hätte sonst wahrscheinlich heulen muessen.
Fahrer offenbar noch nicht ganz wach, hatte auch erst wieder den Domestic Flughafen angesteuert. Knapp 50.000 D auf Taxometer, 70.000 D gegeben.
Eingangshalle ist umgestaltet worden, Koffer werden direkt durchleuchtet. Um 8:30 Uhr schon alles erledigt (Airporttax 12 $). Schon Angst, dass die Scheisse mit dem Gepäck wieder losgeht nachher.
Rumgesessen und eingetragen. Um 10:45 Uhr ging es dann los, gottlob kein Ärger mit Gepäck, 7 Minuten früher los als vorgesehen (11:30 Uhr). Maschine gut gefüllt. Zum Essen gab es Schweinefleisch mit Ananas und Reis, schmeckte gut.
Nach 70 Minuten da, Rest wie gehabt: schnell an Kontrolle, Koffer aufgenommen, zum Terminal 2 gelatscht, Taxi für 400 B und ab zum HOLIDAY INN.
Zimmer 1629, war allerdings noch nicht gemacht worden, Kofferbursche sorgte dafür, dass ich ein anderes bekam (1621).
Nochmal Koffer auf Kopf gestellt, Geld bleibt verschwunden, ebenso wie der 2. Kofferschluessel, Um. 16:30 Uhr losgezogen, an Rezeption Ticket für Ute abgegeben, machten ein Riesenspiel: wollten wissen, was da drin ist, dann sollte mein Name draufgeschrieben werden, dann wurde nachgeprüft, ob überhaupt eine Buchung vorliegt.
In Supermarkt rein zur "Apotheke". Halstabletten besorgt (20 Stück für 200 B), soll morgens und abends je eine nehmen, handelte sich um Antibiatika, die ohne jegliche Wirkung blieben.
Erheblich kühler geworden, nachdem es bei der Landung noch 34 Grad waren.
Zum Silom Village und dort 3 Bier getrunken und eine Pizza gegessen (160 B), ist in der Patpong erheblich besser
Leichter Regen hat angefangen, zum "Family Market", dort noch 3 Dosen SINGHA-Bier und Lutschbonbons für Hals geholt, die Dinger sehen genauso aus wie in Saigon, kosten allerdings nur 54 B, Medikament bisher ohne grosse Wirkung
Die Bier noch reingezogen und bereits um 21:10 Uhr im Bett.

Donnerstag 13./14.09.2001 Bangkok/Amsterdam/Maastricht

Kurz nach 9 Uhr aufgestanden nach maessigem Schlaf, Halsschmerzen unverändert. Zum Frühstück, 3 Tee und 2 kleine Brötchen mit Käse reingezwängt.
Musste noch ein paar Minuten warten bis Zimmer gemacht war, zu nichts mehr Lust, geht nur noch darum die Zeit totzuschlagen.
Nochmal hingelegt, dann geduscht und um 14 Uhr zum Lederwarengeschäft, vorher noch im FAMILY MARKET 3 weitere Packungen Halsbonbons geholt.
Zwei Taschen gekauft und neue Geldboerse, Inhaberin erkannte mich, statt 1800 B, die die "neue Verkäuferin" erst haben wollte, wurden dann nur 1500 B verlangt, zweite Tasche 1400 B und Geldbörse 400 B, guter Kauf. Sie frug nach Ute ("Where is your friend ?"), ihr erklärt, dass sie demnächst kaufen käme.
4 Bier in SILOM VILLAGE getrunken (264B , 300 B gegeben, vorher noch 100 DM getauscht- 2011 B) und Bettlerin 11 B gegeben. Hier in Bangkok schon 3 Mückenstiche eingehandelt, in Vietnam nicht ein einziger.
Kurzer Regenschauer war wieder runtergegangen, um 15:30 Uhr wieder im Hotel, Zeit totgeschlagen bis 20 Uhr, dann zum Ausschecken.
Erneut leichter Regen, bis zum Highway der übliche Stau, Rest ging dann zügig, Fahrer 400 B gegeben. Der übliche Coupon für Louis Taverne beim Abgeben des Gepäcks, noch nichts los am Schalter. Dafür länger gewartet bei der Zollkontrolle, unfreundlicher Bursche, der sich alles genau ansah und maulte, da ich mich bei der Passnummer vertan hatte.
Louis Taverne gesucht, war erst vorbei gelaufen, die Lounge ist jetzt in einem anderen Abschnitt. 2 Bier getrunken und mit Heisshunger 2 kleine Käseschnittchen verzehrt. Frankfurter Allgemeine gelesen.
Gegen 22:30 Uhr zum Schalter, Terminal 15, verdammt weit weg, Boarding soll 10 Minuten später sein. Einige Leute hatten Probleme, da ihre Boarding-Karten abgewiesen wurden, scheinbar nicht reconfirmed.. Endlich in Maschine drin, schon voll bis zum geht nicht mehr, da aus Taipeh kommend, kein freier Platz mehr zu sehen. Auf 38C Platz genommen, wie schon vorher reserviert worden war. Neben mir 2 Russen, komische unsympathische Vögel, einer quatschte mich an und laberte was von "Dortmund".
Zum Essen nur "Chicken", kaum was gegessen, da trocken und zäh, scheinbar uralt. Zwei Bier getrunken. Zwei Schlaftabletten eingeworfen, jedoch fast ohne Wirkung. Zweimal Pinkeln gewesen, grausam lang zieht sich die Zeit. Der Abflug statt um 23:10 Uhr wieder 30 Minuten später, begründet wurde dies mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen nach den Terrorakten in den USA.
Es soll auch eine andere Route geflogen werden, da der Luftraum über Afghanistan gemieden werden sollte.
Nach 12 Stunden mit 30 minütiger Verspätung endlich da, totmüde. Schnell ein Klo aufgesucht, verdammt kalt hier, erstaunlicherweise ziemlich viel Betrieb.
Zur Lounge, dort der nächste Schock, der Flug nach Maastricht um 7:40 Uhr ist gecancelt worden. Frau dort war sehr hilfsbereit, ich soll durch Kontrolle gehen zu anderer Lounge, dort bekam ich dann auch problemlos ein neues Ticket ausgehändigt für den Flug um 10:20 Uhr. Vater angerufen, dass er um 11:30 Uhr erst kommen soll. Manch andere, die nach den USA wollten, wussten nicht, ob überhaupt ein Flug geht.
Frankfurter Allgemeine von vorne bis hinten durchgelesen und einige "Creme Coffee" dazu, der immer wieder lecker schmeckt.
Einige Verwirrung am Abflugterminal C2, da dort mehrere Schalter waren, erst nachfragen muessen, wo der Flug nach Maastricht den jetzt abgeht, war auf Bildschirm auch falsch angezeigt worden, statt "L" "P".
Nur ca. 10-15 Leute in Maschine, vermutlich ist deshalb der Frühflug abgesagt worden. Von Gepäck mal wieder weit und breit keine Spur, kam dann doch noch in buchstäblich letzter Sekunde.
Verpflegung abgelehnt, war eh nur wieder Dose Wasser oder Saft und ein Keks.
Nach nur 30 Minuten schon da. Chaos am Gepäckband, ca. 100 Leute dort, laut Aufkleber NECKERMANN-Touristen, die auch auf ihren Kram warten.
Koffer dann doch schnell da, da auf anderem Band, hatte schon gedacht, dass ich bei den 2 Zollbeamten problemlos vorbeikomme, doch dann hatten sie das rote Band vom Bangkoker Flughafen gesehen. Gnadenlos alles aufmachen, sogar die vietnamesischen Postkarten wurden untersucht. Seltsamerweise wurden die 2 Ledertaschen nicht weiter kontrolliert
Aufgrund zuviel Kleinkram kam die Reisetasche dann unters Röntgengerät. Endlich gaben sie sich zufrieden, hatte ja auch nichts zu verbergen.
Noch ein paar Minuten draussen gewartet, bis Vater ankam. Gegen 12:15 Uhr dann zu Hause.

Wie ging es weiter ?: (Stand Januar 2002)

Nochmal Kontakt aufgenommen zu dem Burschen von der Deutschen Botschaft, er wird im Juni 2002 abgezogen, ist aber im März da, wenn ich das nächste mal da bin (kann eh nicht helfen).

Ute, die etwas später in Saigon war, hatte Trang nochmal gesehen, unklar, ob sie weiterhin zu der Privatlehrerin geht, vermutlich nicht. Trangs Mutter hatte ihr Beutel mit gerösteten Kernen für mich mitgegeben, Trang noch 2 Bilder von sich für mich, eingetütet in Umschlag, auf dem sie einige Frauenfiguren geklebt hatte. Sie erzählt jedem, dass sie nach Germany gehen würde.

Weiterhin unregelmaessigen Kontakt zu Ni, hätte mich nicht mehr erreichen können, hat mir CD besorgt von LAM TRUONG, von dem ich auch ein Fan bin.