VIETNAM MÄRZ  2001

 

 

Freitag / Samstag                         09.03.2001 – 10.03.2001          Maastricht/Amsterdam/Bangkok

 

Mit Vater um 15 Uhr los nach Maastricht, 55 Minuten später da, unterwegs teilweise starke  Regenschauer.

Ute und Eltern 10 Minuten später da, Ute hatte noch haufenweise Kinder T-Shirts dabei, kleine Plüschbären und anderen Kram, dazu noch kleine Sektflaschen, Bier und Snacks.

Die übliche Thrombosespritze verpasst bekommen, diesmal zwei, da Dosis von einer zu gering.sein soll.

2,5 Dosen Bier getrunken, Flug soll 20 Minuten Verspätung haben, tatsächlich erst um 17:40 Uhr los. Als Verpflegung der übliche Pack mit Schokoriegel, Wasser oder O-Saft.

Verspätung wurde teilweise sogar aufgeholt, um 18:20 Uhr in Amsterdam.

Zur Lounge, 1 Bier und 1 Bacardi/Cola getrunken, Zeit drängt schon, um kurz vor 19 Uhr schon Boarding.

Platz neben mir frei, Abflug endlich mit der üblichen 30-minütigen Verspätung um 20:05 Uhr. Das alte Lied: direkt nach Start klappte Idiot vor mir seinen Sitz nach hinten.

Essen ziemlich mässig („Chicken“), zeitlang mit älterem deutschen Ehepaar gesprochen, die nach Burma wollten.

Trotz Schlaftablette mies geschlafen, Frühstück auch nicht besonders, nur Obst und Joghurt gegessen.

Um kurz nach 12 Uhr endlich in Bangkok.

Lange Schlange am Immigrationschalter. Wetter total bewölkt und nur knapp über 20 Grad.

Eltern mit Taxi vor, laut Taxometer und Tax unter 300 B, 300 B gegeben, maulte auch nicht.

Um 14 Uhr im HOLIDAY INN Hotel, todmüde, erstmal hingelegt, Loch in Koffer, Taxifahrer schuld, Gepäck wie üblich in Kofferraum reingeschmissen worden bei offener Klappe.

Um 17:15 Uhr losgegegangen zum SILOM VILLAGE, kurz was getrunken.

100 DM in Wechselbude getauscht (0,04903 DM/B),  dann zur PATPONG, wenig los, ist jetzt knapp 20 Uhr. Pizza in bekanntem Laden gegessen, auf dem Weg dorthin erkannte mich der Hemdenverkäufer und die Hosenverkäuferin, wir waren zu Fuss dorthin gegangen.

Altbekannte Bedienung da, Pizza war wirklich gut. Runde über Markt gedreht, für Marion noch Uhr für 400 B gekauft, ein Japaner zahlte lächelnd 2200 B für  eine !.

In 7 ELEVEN noch 2 Dosen Bier und Flasche Wasser gekauft.

Taxis unverschämt teuer, verlangen teilweise 300 B zum Hotel, schliesslich um 21:30 Uhr mit TUK-TUK für 40 B zurück, da Ilse nicht mehr laufen wollte und konnte.

Karl frug an Rezeption noch, ob irgendwas angekommen sei, da Tickets nach Vietnam noch nicht vorliegen, wissen von nichts.

Todmüde gegen 23 Uhr im Bett.

 

Sonntag  11.03.2001                                                                                              Bangkok/Hanoi                                                               

 

Miserabel geschlafen, um 1 Uhr nachts wachgeworden,

Stundenlang  wachgelegen, um 8:30 Uhr aufgestanden, ziemlich kaputt, nach Duschen etwas besser gefühlt.

Zum Frühstück, nicht viel reingezwängt. Auf Zimmer rumgehangen, Karl rief dann an, er hätte klargemacht, das Auschecken erst um 13 Uhr wäre.

Um 12:50 Uhr runter mit Gepäck, mit Ute zur „Tränke“, je ein Bier, vorher noch kurz bei TOPS rein, Klebeband und Superkleber gekauft,  um meinen Koffer zu flicken.

Wetter heute schwülwarm mit Regenschauern.

Kurz nach 14 Uhr los vom Hotel, wieder 300 B, Flug hat Verspätung  (statt 16:40 Uhr erst um 17:05 Uhr). Draussen noch ein paar Minuten hingesetzt.

Eingescheckt, Koffer wiegt fast 20 kg.

Alleine schonmal vorgegangen zum Gate, ziemlich gefilzt worden, als Alarm losging. Kurz in Raucherbude aufgehalten. Flugzeug aus Vietnam landete erst um 16:15 Uhr, gegen 17 Uhr Boarding,.

Abflug erst um 18:30 Uhr, da Probleme beim Einladen von sperrigen Gegenständen.

Saft getrunken, Essen bestand  aus fast kalten Frühlingsrollen, ziemlich mies.

Nach ca. 80 Minuten in Hanoi, Kontrolle keine Probleme, Koffer auch schnell da.

Mit Prepaid-Taxi für 12 $ zum HORISON-Hotel, Dem Fahrer noch 20.000 Dong Trinkgeld gegeben, im Hotel war schon alles vorbereitet, Zimmer machen auch recht guten Eindruck.

Kofferträger auch noch 20.000 D gegeben und 10.000 D an Burschen, der mir Aschenbecher nach ein paar Minuten brachte, obwohl es sich eigentlich um ein Nichtraucherzimmer handelt.

Sachen in Reistetasche umgekramt, nochmal versucht Koffer zu flicken, fast aussichtslos, Ding geht fast garnicht mehr zu..

Obstteller steht auch da, auch mit der bekannten DRAGON FRUIT, um 23:10 Uhr im Bett.

 

Montag  / Dienstag 12.03.2001/13.03.2001                                                                Hanoi /Sapa

 

Recht schnell eingeschlafen, aber schon um 1 Uhr wieder wachgeworden und bis nach 4 Uhr wachgelegen, viel geraucht ,  wie tot morgens.

Karl klingelte an Tür um 10:30 Uhr, er hätte an Rezeption abgesprochen,, dass wir erst um 18:30 Uhr das Hotel verlassen müssen, kämen dann mit ihrem Gepäck vorbei (ich hatte einen Tag „länger“ gebucht).

Nochmal hingelegt, um 13:30 Uhr mit Ute zur Innenstadt käme, zu Markt in Nähe von See , relativ weite Strecke (Hotel liegt etwas ungünstig). Regenschirm für 20000 D gekauft, später dann noch 2 primitive Regencapes a 2000 D.

In SINH-Cafe Bier Getrunken (HALIDA, Flasche für 10000 D, schmeckt recht gut, in Supermarkt dann noch Stange DUNHILL für 95000 D geholt..

Weiter zu Lokal an See mit Aussenterrasse, noch je ein Bier.

Sie will nochmal zum Markt, da sie einen Rucksack kaufen will, hatte vorher überall geguckt, aber der soll es jetzt sein, obwohl anfangs zu teuer.

In Taxi sitzengeblieben und mit Fahrer unterhalten, ihm von Trang erzählt. Fände es ganz toll, was ich machen will (sie zu Schule schicken), da er selbst früher nur ein armer ungebildeter Cylofahrer gewesen sei, gab mir noch sein Telefonnummer, falls er helfen könne.

Gegen 17:30 Uhr zum Hotel zurück, laut Taxometer 41000 D, 50000 D gegeben, Bursche wollte uns vom Hotel zum Bahnhof fahren, nichts versprochen.

Karl rief um 17:45 Uhr an, Handgepäck bei mir unterstellen, stellten den Kram dann wenig später bei mir ab, kurz zum Supermarkt in Nähe und Dosenbier  und Kleinkram gekauft (u.a. neue Batterien für Taschenlampe, kleines Handtuch etc.).

Um 18:30 Uhr dann los, mit Taxi zum „Al Fresco“, italienisches Restaurant.

Ziemlich weit weg (24.000 D mit Taxi), ich bestellte „Chicken Tikka“, recht viel, aber vom Geschmack eher mässig. gegen 20:30 Uhr zurück.

Kurz auf Bude, dann Koffer abgegeben, nur 20 $ mehr für „verspätetes Auschecken“ fällig.

Zum Bahnhof, keine 10 Min. Fahrt, Typ von VICTORIA-Hotel stand dort, Gutscheine waren im Hotel vorher abgegeben worden. Zwei „Zweier-Abteile“ (kosten 45 $ pro Person /Fahrt). Hauptsächlich bestanden  die Waggons aus Vierer-Abteilen, fast überwiegend Franzosen im Zug, ist kein „Sonderzug“ sondern nur einige Waggons angehängt, Komfort und Raumangebot hält sich in Grenzen, aber sauber.

 

 

Ein bisschen eng, aber sauber

 

Ute früh zu Bett, einige Bier getrunken, nicht schlafen können, mehrfach Pinkeln müssen, Toilette immerhin ziemlich sauber.

Abfahrt pünktlich um 22 Uhr, natürlich recht langsam.

Vielleicht 1 Stunde geschlafen, „Wecken“ erfolgte durch Schlagen an Tür. Ca. 1 Stunde später in Lao Cai, ziemliches Menschengewimmel, Ort ist nicht wiederzuerkennen, da viele neue Gebäude. Neblig trüb und strömender Regen, dazu reichlich kühl..

Mehrere Kleinbusse standen zur Verfügung, natürlich viel zu wenig, endlich los, fast 80 Minuten Fahrt zum VICTORIA SAPA, um 9:10 Uhr da.

Einschecken ging relativ schnell, Zimmer spartanisch, aber ausreichend, Temperatur aber sehr kühl, die winzige Heizung ist vermutlich erst kurz vorher angestellt worden.

Nach kurzer Pause zum Frühstück, ist kostenpflichtig (7,5 $ pro Person, verdammt teuer,) Karl will Fahrt irgendwohin machen, aber keiner hat richtig Lust bei dem Scheisswetter.

Ab 10:30 Uhr wieder auf Zimmer, sehr müde, hingelegt, um 17 Uhr klopfte Ute, zu Fuss zum „Dorf“, Nebel wird immer stärker, mehr oder zufällig den richtigen Weg gefunden. In einem Lokal mit ganz schöner Terrasse zusammen 4 Dosen Bier getrunken (35000 D), wird langsam auch verdammt kalt. Zu einem Italienischen Restaurant in der Nähe, nichts los dort, Preise auch verdammt teuer.

In einfache Bude rein, es tauchten immer mehr Traveller auf, vor der Tür lungern haufenweise Frauen rum, die Schals, Kappen etc. verkaufen wollen, ohne grossen Erfolg.

Einige Teller mit Essen bestellt, war gut, dazu HALILDA-Bier. Ins Gespräch gekommen mit ca. 65-jährigem Australier, der hier (zumindest teilweise) lebt. Er führte uns dann noch zu anderem Hotel, was gerade neu aufgemacht wird, macht sehr guten Eindruck, soll nur 8 $ per Nacht  kosten (wir zahlen 70 $).

Bei ihm für morgen noch Jeep bestellt für „Sightseeingtour“ in der näheren Umgebung. Angeblich käme ein „Mong-Mädchen“  mit (dortige Minderheit), die als Guide angeheuert werden soll.

Zurück zu dem Restaurant, Heizung ist dort nicht vorhanden, stattdessen stellt man einen Holzkohleofen in die Mitte des Raumes, Laden wird immer voller, auch Einheimische.

Zusammen 3 Flaschen „SAPA-Fruchtwein“ getrunken, schmeckt sehr gut,  eine Flasche von anderem Zeug noch mitgenommen („Geheimtipp“ von dem Australier, schmeckt mir aber nicht ).

 

 

„Weinprobe“ in Sapa

 

Schon ziemlich angetrunken von dem ganzen Zeug, im Stockdüsteren zurück, an „Baustelle“ einmal auf die Schnauze gelegt. Per Zufall den Weg zurück gefunden Ute hatte den richtigen Riecher, wäre vermutlich noch Stunden planlos rumgeirrt.

Noch geduscht und nach 0 Uhr im Bett.

 

Mittwoch 14.03.2001                                                                                                           Sapa

 

Ute klopfte um 9 Uhr, ich war erst kurz vorher aufgestanden, noch ziemlich müde, aber immerhin keine Kopfschmerzen. Wetter heute besser: mässig bewölkt, gute Sicht.

Zum Frühstück, was ab heute „inklusiv“ ist, ein Brötchen gegessen.

Jeep stand um 10 Uhr parat, zum Dorf gefahren, Allan (so heisst der Australier) kurz gesprochen, dann wurde 14-jähriges Mong-Mädchen namens Dong aufgelesen. Fahrt zu irgendeinem Dorf, sie spricht nicht viel. Einige Verkäuferinnen direkt wieder da, war aber noch erträglich, eigentlich nicht viel zu sehen: viel Armut, karge Landschaft, Schule ohne Kinder Wege ziemlich schlammig.

 

 

Ausflug bei schlechtem Wetter in die nähere Umgebung

 

 Danach noch Halt bei einem Wasserfall („Silver Waterfall“), auch nichts Berauschendes.

 

 

Das ist das Mong-Mädchen Dong

 

Gegen 14:30 Uhr wieder zurück zum Dorf, hatten noch Probleme den Fahrer zu finden, der es sich offenbar irgendwo gemütlich gemacht hatte.

18 $ für den Jeep bezahlt, Karl gab Dong schon vorher 100.000 D. Trinkgeld.

In Lokal von gestern rein, etwas gegessen und getrunken („Pizza“ war miserabel).

Schuhe für 15000 D putzen lassen, Karl auch, eher mässig.

Zu Fuss zurück zum Hotel, ab 16:30 Uhr wieder da, geduscht und eingetragen. Um 18:10 Uhr wieder los, zur selben Terrasse wie gestern, 5 Bier zusammen, diesmal 50000 D los, wieder in das Esslokal rein, ziemlich voll, Etliches bestellt  (202000 D + 18000 D Trinkgeld).

Allan auch wieder da, ihm Tüte von den kleinen Plüschbärchen gegeben, heute nachmittag schon 2 an kleine Mädchen gegeben und an ein Baby bei der „Besichtigungstour“.

Dazu noch Paket Kulis, Ute hatte ihm heute morgen schon welche gegeben und einige Kinder-T-Shirts.

Er zeigte (erschreckende) Fotos von verbrannten Kleinkindern bzw. mit Infektionen, um die er sich kümmern würde (ist nur einfacher Krankenpfleger)

Er frug nach $ oder Dong, die man übrig hätte, Karl gab 10 $, tat mir ihm Nachhinein Leid und hatte es bereut, dass ich ihm nicht 100 $ von dem „Spendengeld“  gegeben habe.

Um 22 Uhr abgehauen, Gesamtrechnung für alle ist über 400 $ (hatten extra Schilder aufgestellt, das Rechnung rechtzeitig bezahlt wird).

Nervig der ständige Haufen einheimischer Frauen, die in Hotelhalle rumlungern und auch nur was verkaufen wollen.

Auf Bude noch 2 Dosen Bier getrunken, leichter Durchfall kommt auf, um 8 Uhr morgens soll schon Abfahrt zum Bahnhof sein, um 23 Uhr im Bett.

 

Donnerstag  15.03.2001                                                                                               Sapa/Hanoi

 

Um 2:30 Uhr wegen starken Durchfalls wachgeworden, aber noch halbwegs erträglich. Kurz nach 6 Uhr dann aufgestanden, nachdem ich seit 5:30 Uhr wachgelegen hatte.

Zum Frühstück, war der Erste, noch kein Mensch da, auch noch kein Brot erhältlich. Ute & Co erst 20 Minuten später da, Karl fühlt sich elend.

1 Brötchen, 1 Banane und 3 Tee verzehrt.

Um kurz nach 8 Uhr dann Abfahrt.

 

 

Umgebung von Sapa

 

Wetter wieder schlechter geworden: kühl und ziemlich bewölkt, mit 3 Kleinbussen dann los, nach ca. 90 Minuten in Lao Cai, kurze Besichtigung an Grenze zu China. Ist auch nicht wieder zu erkennen, grosser Grenzübergang mit regem Betrieb für „Tagestouristen“.

Abfahrt des Zuges um 10:22 Uhr, wie erwartet das gleiche Abteil, mehrfach kurz hingelgt, kann aber nicht schlafen, gelangweilt. Gegen 20:20 Uhr in Hanoi. Grosses Menschengewimmel vor Bahnhof, irgendein Bursche führte uns gegen Geld zu einem Taxi.

Im  HORISON Hotel gelten wir jetzt schon als VIP-Gäste, durften in 10. Stock in „Executive Floor“, dort in Warteraum, wo es Getränke umsonst gab, erstmal ein Bier getrunken.

Abholung zum Flughafen soll übermorgen schon um 8:30 Uhr sein.

Kurz auf Bude und um 20:30 Uhr wieder los zum „Western Cafe“ (die mit der guten Pizza). Laden wurde nach und nach immer voller, auf Anraten von Karl „Pilze mit Zwiebeln und Baguette“ bestellt, war ganz ordentlich.

Eltern hauten gegen 22:20 Uhr ab, kurz in INTERNETCAFE rein, welches noch 30 Min. aufhatte

Bude wird dichtgemacht, um 23:20 Uhr zum Hotel zurück, noch geduscht, eingetragen und letzte Dose Bier getrunken

 

Freitag 16.03.2001                                                                                                                Hanoi

 

Erst gegen 2 Uhr eingeschlafen, um 8:30 Uhr rief Ute an, es sei Superwetter, sollten sofort zum Frühstück. Kann da nichts Aussergewöhnliches feststellen:  Wetter so wie gehabt: ziemlich bewölkt, mässsig warm.

Gegen 9 Uhr in Frühstücksraum, sehr gross, haben aber zwar viele Pötte mit warmen Kram, aber an „Kaltverpflegung“ wie Käse, Wurst, Bananen etc. fast nichts.

Abholung soll morgen jetzt um 9:30 Uhr vom Hotel sein.

Kurz auf Bude, dann zu Queen Cafe, Auto angeheuert zur „trockenen Halongbucht“,  sollen warten, 17 $ pro Person,  im Hotel vorher noch 200 DM gewechselt.

Habe dort auch einige INTERNET-Pcs, nur 150 D/Minute, aber auch schweinelahm. Grosser Geländewagen kam nach ca. 20 Minuten, 2 Stunden Fahrt auf guter Strasse, wo Gebühr fällig war, ein paar Kilometer hinter NINH BINH endlich da.

Es hat sich hier nicht allzuviel verändert, ausser, dass die Boote jetzt aus Aluminium sind, dazu die üblichen Händlerinnen, die teilweise mitfahren und ihren Kram anbieten, gestickte Decken und ähnliches, dazu die üblichen Boote mit Bananen, Getränken etc..

 

 

 

Ausflug nach Ninh Binh

 

War wieder recht schön, zumal inzwischen fast wolkenlos und sehr warm, auf der Rückfahrt starteten die ganzen Gruppen, die vorher mit grossen Reisebussen gekommen waren und vorher Essen waren.

Kurz vor Ende war noch ein Mädchen zugestiegen, Tochter einer Händlerin, Ute gab ein paar Dong Trinkgeld..

Fahrer war nicht auffindbar, hatte an einem Restaurant geparkt, scheinbar eines der besten hier, wo auch viele Gruppen einkehren. Nach 15 Minuten tauchte Fahrer auf, sah ziemlich verschlafen aus, obwohl er das bestritt.

Gegen 18 Uhr wieder am Hotel, kurz in Supermarkt rein: Bier, Zahnbürste und Batterien gekauft.

Um 19 Uhr dann wieder los, zum See in Innenstadt fahren lassen, mit Ute noch in einigen Läden rein, die CDs verkauften (normalerweise 12000 D pro Stück, Doppelcds natürlich teurer).

Kurz vorher noch in Supermarkt Stange MARLBORO für 110.000 D geholt und wenig später „Mäuschenuhr“ für 50.000 D.

Karl versuchte inzwischen schon ein Tisch im WESTERN CAFE zu reservieren..

Laden ziemlich voll, ein Bursche musste erst überzeugt werden sich an anderen Tisch zu setzen, bis was frei wurde.

Pizza „Hawai“ gegessen, ganz ordentlich, bin mehr als satt, mit Kellner noch einige Worte gewechselt.

320 TD für alle. Mit Taxi zurück, diesmal „nur“ 21.000 D los, 23.000 D. gegeben, noch schnell geduscht und eingetragen, gegen 0 Uhr im Bett.

 

Samstag 17.03.2001                                                                                           Hanoi / Nha Trang

 

Um 4 Uhr wegen Durchfall wachgeworden, bis 5 Uhr zweimal auf Toilette gehangen, dann immerhin bis 8 Uhr durchgeschlafen, 30 Minuten später zum Frühstück.

Ausgecheckt, ca. 154 $ los, um 9:30 Uhr stand Wagen von INDOCHINA SERVICE parat, erstaunlicherweise wenig Autoverkehr, in knapp 30 Minuten am Flughafen, 4 Koffer = 94 kg.

Abflug pünktlich um 11:30 Uhr, Maschine bis auf einen (sichtbaren freien ) Platz voll.

Laut Plan soll die Flugzeit 2:40 Std. dauern, Scheisse, ich hatte höchstens mit 90 Minuten gerechnet, Kaltverpflegung wurde gereicht. Mehrere Wurstsorten und Stück Kuchen, sehr mässig.

Nach 100 Minuten überraschend schon da, 29 Grad und gering bewölkt.

Mit Kleinbus direkt zum Hotel,  Gepäck soll wie üblich etwas später gebracht werden:

Der nächste Schock: Nur ein Zimmer frei trotz Bestätigung von gestern.

Deutschsprechender Manager tauchte auf (Indonesier, aber in Garmisch-Patenkirchen angeblich geboren), kann aber im Endeffekt auch nicht helfen, da der Laden bis morgen ausgebucht wäre.

Nach zahlreichen Diskussionen erklärten Karl und ich mich bereit ins SAIGON-NHA TRANG-Hotel zu wechseln, wo schon 2 Zimmer reserviert worden seien.

Mit Ute in Strassenbude gegenüber, da der verfügbare Raum erst gereinigt werden müsste,ein Cylofahrer („Truk“) erkannte uns wieder. Dort je 3 333-Bier getrunken, Karl kam dann an, die verfügbare Bude sei jetzt bezugsfertig.

 

 

Kurze Pause an Strassenbude

 

Ins ANA MANDARA auf das Zimmer gegangen, Manager hat Wort gehalten, Ding liegt direkt am Meer (Bursche hat allen bessere Räume versprochen).

Flasche Sekt („Cafe de Paris“)  war in Kübel bereitgestellt worden.

Zum Strand, jeder einen Pinacolada getrunken, anschliessend zur Rezeption wegen dem anderen Hotel, Frau dort wusste von nichts, Manager musste erst wieder kommen.

Kopie wurde gemacht von einem Fax von INDOCHINA TRAVEL, damit wir nicht blöd dastehen an der Rezeption dort.

Mit Wagen von Hotel endlich los,mit allen Mann,  Tussi an Schalter wusste von nichts und musste erst wieder im ANA MANDARA anrufen. Endlich alles ok, Sachen aufs Zimmer gebracht, nur kleine Tasche mitgenommen. Soll üblicherweise 90 $ kosten – viel zu teuer, aber offenbar wird der Kasten als das zweitbeste im Ort angesehen, Zimmer auch nur Durchschnitt.

Versuch zu Fuss zu THAN THE zu gelangen, verlaufen, für ein paar Meter dann Taxi nehmen müssen

Wirt erkannte uns, war aber ziemlich reserviert, die übliche Ladung Prawns verzehrt, für alle, ausser Ilse. Sehr gut wie immer. Als „Geschenk des Hauses“ gab es 4 Bananen und je eine Tasse Tee.

 

 

Essen bei Than The

 

751000 D los, 800000 gegeben. Gegen 21:30 Uhr zu Fuss zum Hotel, Ute + Mutter im Taxi weiter, starker Regen hat eingesetzt.

Zwei Explosionen kurz nach 23 Uhr, riesige Stichflammen schlagen aus eine Art Transformator, der auf dem Vordach steht, Strom viel kurz aus,  lief dann offenbar auf „Notstrom“, Klimaanlage völlig funktionslos.

 

Sonntag 18.03.2001                                                                                                       Nha Trang

 

Einmal knallte es nachts noch, kurz wachgeworden, erneut wach, vor Kälte, nachdem es nach dem Ausfall sehr schnell bullig heiss geworden war, jetzt fast kalt, Wolldecke aus Schrank holen müssen.

Um 4 Uhr wegen Toilettengangs nochmal aufstehen müssen. Nur noch wenig geschlafen und um 7:30 Uhr dann aufgestanden. Bei Karl um 8 Uhr geklopft, war noch nicht ganz fertig, zum Frühstück vorgegangen, grosser ungemütlicher Saal, totale Selbstbedienung, auch was Kaffee oder Tee angeht, ca. 50 % Japaner. Wenig Auswahl: kein Käse, nur wenig Scheiben Wurst derselben Sorte, dafür einige Kessel mit Suppe oder Ähnlichem, zwei Eier braten lassen, eine Banane dazu.

Um 9 Uhr ausgescheckt, an Rezeption musste erst wieder  im ANA MANDARA angerufen werden,.Endlich alles klar, für 17000 D (viel zu teuer !) per Taxi die paar hundert Meter los. Zuerst auf das bereits belegte Zimmer (328).

Wetter stark bewölkt, aber noch trocken, zum Strand, nach 1 Stunde fing starker Regen an, der stundenlang anhielt. Auf Terrasse hingesetzt, um 13 Uhr kam Anruf, dass die anderen Räume bezugsfertig seien.

Mit Ute zur Rezeption, Bursche dort nicht im Bilde, dauerte zeitlang, Räume angesehen, ich habe 207 (irgendwann schonmal gehabt, ist recht gut).

Auf jeder Bude ist auch eine Flasche Sekt abgestellt worden, mitgenommen zu Eltern und dort getrunken..

Regen hat aufgehört, zurück zur Hütte, Gepäck wurde vorbeigebracht, 1 $ Trinkgeld gegeben, es rief dann jemand an, ob das Zimmer „nice enough“ sei, ein anderer Bursche brachte dann noch Gutscheine fürs Frühstück vorbei, obwohl ich schon welche habe.

Schwarze Hose gewaschen und rumgekramt, dann kurz aufs Bett gelegt, starker Regen hat erneut angefangen.

Ute kam gegen 18 Uhr vorbei, hatte Sachen aus Safe mitgebracht, die ich bei ihren Eltern untergebracht hatte.

Ihr Vater rief an, (von Haus zu Haus ist die Vorwahl „9“), sollen uns in dem neueingerichteten „Leseraum“ treffen. Dauerte zeitlang, bis sie dann kamen, wollen wegen des Wetters mit Taxi zu THAN THE, obwohl Cylofahrer „auf der Lauer“ liegen.

Ca. 19 Uhr dorthin, ich wieder Prawns, der Rest Fisch, etliche Bier dazu, dann noch einen vietnamesischen Wodka (recht gut, ohne Nachgeschmack). Als Geschenk des Hauses diesmal wieder Tee und einen Ananasteller.

Die übliche Frage, wie lange wir bleiben, Ilse wurde „dezent“ angesprochen.

Um 21:45 Uhr mit Taxi zurück, mit Ute bei  JACK’S BAR ausgestiegen, Eltern weiter zum Hotel, erstaunlich viel los. Nebenan hat INTERNET-Bude aufgemacht und bis zum Schluss (23:30 Uhr) dort rumgehangen, waren die Einzigen, ist ziemlich teuer.

Nach Bootstour erkundigt, die dort auch angeboten werden,, könnte kurzfristig organisiert werden und soll „nur“ 450.000 D kosten (10 – 16 Uhr).

Zurück zum Hotel und um 0:10 Uhr im Bett.

 

Montag  19.03.2001                                                                                                     Nha Trang

 

Sehr schlecht eingeschlafen, dann früh wach, um 8:30 Uhr schliesslich raus. Wetter weiterhin trüb und regnerisch. Anruf von Rezeption, ich könnte meinen Pass abholen. Gegen 8:50 Uhr dorthin, Tickets zum Reconfirmen bzw. für Umbuchung auf Freitag ganz früh abgegeben (es wurde später angerufen, dass der ganze frühe Flug angeblich ausgebucht sei).

Zum Frühstück, Ute ca. 10 Minuten später da, Eltern etwas später.

Danach zurück auf Bude, strömender Regen.

Um 12 Uhr zum Friseur in Nähe gegangen. Mädchen namens Linh bearbeitete mich, recht hübsch („you are handsome, what’s your name ?“), Gesichtmassage war auch noch drin, dauerte ziemlich lange. Haare erheblich kürzer, aber noch „normal“.

 

 

Beim Haareschneiden in Nha Trang

 

Dann mit Cyclofahreren zur Innenstadt, ist doch erheblich grösser, als man denkt. In Kaufhaus rein, Ute kaufte mal wieder Uhr. Neue Batterie für 10.000 D in „Mäuschenuhr“ einsetzen lassen, funktioniert sogar wieder. Noch ein paar Meter in Gegend rumgelaufen, hat nicht viel Sinn bei dem Wetter,  dann zu THAN THE fahren lassen, ein Bier getrunken, mit Mutter Teller Frühlingsrollen geteilt, Ute + Karl verzehrten Hühnersuppe und Mangosaft.

Noch kurz zum „Hafen“  fahren lassen, dreckig und voller Unrat. Um 15:30 Uhr wieder am Hotel. 50000 D den Burschen gegeben, die zufrieden waren, an Strassenbude noch ein Bier getrunken.

Geduscht, ist inzwischen sogar sonnig und warm geworden, zog sich später aber wieder zu.

Ich ging nochmal in den „Schönheitssalon“ wegen Massage,  der Cyclofahrer Truk sagte nochmal, dass es in Stadt erheblich besser sei. Vorher noch 300 DM getauscht, knapp 2 Mio. Dong.

 

 

Nochmal Gesichtspflege bei Kim Linh

 

War auch keine richtige Massage sondern Gesichtspflege: Entfernen von Pickeln, ein bisschen Oberkörpermassage, Einreiben in Gesicht mit irgendeinem Zeug., eine Art „Maske“. Dann noch Ohrensäubern, tat teilweise ganz schön weh, Nägel auch noch machen lassen, („du hast schöne Hände“), mein Gott, was kommt da wohl für ein Preis raus, diesmal bedienten mich andere, die nicht so gut aussahen wie Linh.

Um 18 Uhr auf Aufbruch gedrängt, sonst wäre es noch weitergegangen, 200000 D los, hatte schon mit mind. 300000 D gerechnet.

Gegen 19.15 Uhr mit Taxi wieder zu THAN THE, Cyclofahrer tun mir leid, da die immer vergeblich warten.

Laden diesmal ziemlich voll, „Stammplatz“ noch frei.

Wieder mal Prawns gegessen, dazu die gewohnte Frage nach dem Wetter in Deutschland und diesmal „öffiziell“, wie lange wir bleiben.

Flasche Wein für Ilse war heute mittag schon bestellt und zurückgelegt worden, diesmal assen alle Prawns, knapp 1 Mio Dong für alle.

Ca. 21:30 Uhr fertig, Eltern zurück zum Hotel, wir zum SAILING CLUB, ziemlich voll, „Happy Hour“ bis 22:30 Uhr, statt 18.000 D das Bier jetzt 9.000 D, alles Schwindel, bei JACK kostet das Bier immer 8.000 D.

Einige Bier getrunken, dann zur INTERNET-Bude neben  JACK’S Bar, kurz vor 23 Uhr, hatten schon zu (Gitter runtergelassen), öffnete aber wieder nach Klopfen.

Zu JACK‘S BAR, für dortige Verhältnisse wieder  viel los, Manager vom Hotel auch da, mit toll aussehender Japanerin, stellte sie als „meine Frau“ vor, reichlich unglaubwürdig, spielte Billiard und bezahlte unsere Getränke.

Erst gegen 1 Uhr dort raus und ca. 15 Min. später im Bett.

 

Dienstag  20.03.2001                                                                                                   Nha Trang

 

Um 8:20 Uhr aufgestanden, noch ziemlich müde.

Sonne scheint zwar, aber es zieht wieder Bewölkung auf. Um 9 Uhr zum Frühstück,  Für meine Verhältnisse recht viel gegessen, um 10:45 Uhr wieder auf Bude, es fängt wieder langsam an zu regnen, wurde aber zusehends besser, bis auf wenige Schauer.

Bis 16:30 Uhr an Strand rumgehangen, SPIEGEL, MANAGAERMAGAZIN und Computerheft aus dem neuen Leseraum besorgt, zwar nicht mehr ganz aktuelle, aber immerhin.

Um 17:30 Uhr zu Utes Eltern,  15 Min. später zu Fuss los zum SAILING CLUB aud neuer Strandpromenade, die bis zum Hotel reicht, auf dem recht grossen „Trümmergrundstück“ nebenan soll ein Wasserpark errichtet werden..

Ein Bier getrunken zum völlig überteuerten Normalpreis von 18000 D, Eltern einen Cocktail, weiter zu THAN THE zu Fuss, Ute und Mutter assen Fisch, Vater und ich Prawns, die diesmal aber ziemlich alt schmeckten (Schuppen lassen sich kaum lösen – „kleben“).

Mit Taxi wieder zu JACK’S CAFE, in INTERNET-Bude nebenan nach Bootsausflug gefragt, vom Wetter abhängig gemacht, Eltern dann zu Fuss zurück zum Hotel.

Zeitlan in INTERNET-Bude rumgehangen, Kontostand überprüft – besser als erwartet, Mail an Lam und Breuer, ansonsten mehr oder weniger sinnlos rumgesurft. Ich hatte vorher in JACK‘S BAR noch 2 Bier geholt, 2 vietnamesiche Tussis an der Theke, denen  gesagt, dass ich gleich zurückkommen würde, nachdem sie mich angequatscht hatten („I hope so“), Prostitution breitet sich hier offenbar immer mehr aus.

Es war aber nichts mehr los, als wir um 23 Uhr dort wieder reingingen, Aufsehen erregte nur ein besoffener Vietnamese, der zu randalieren drohte und nach endlosen Diskussionen schliesslich mit Cyclo verschwand. Ein paar Worte mit der schwangeren vietnamesischen Frau von Jack gewechselt

Hotelmanager fuhr mit seinem dicken Motorrad vorbei, Japanerin hinten drauf, grüsste.

Kurz vor 0 Uhr abgehauen und 30 Minuten später im Bett.

 

Mittwoch  21.03.2001                                                                                                  Nha Trang

 

Wieder mal nicht einschlafen können, erst gegen 2:30 Uhr, danach sehr unruhig geschlafen, ca. 8:10 Uhr todmüde aufgestanden.

30 Minuten später zum Frühstück, wenig los, Aufgelockerte Bewölkung und sehr heiss. In Bude gegennüber Stange DUNHILL für 100.000 D gekauft, 2 Packungen „WHITE HORSE“ wurden dabeigetan, da nur noch 8 DUNHILL vorrätig..

Kurz auf Bude, dann zum Strand, alten SPIEGEL gelesen.. das Gesicht ziemlich verbrannt, war auch teilweise eingeschlafen.

Um 16:30 Uhr zurück auf Zimmer, geduscht, Wetter heute ziemlich gut: wolkenlos und warm.

Um 17:30 Uhr Treffpunkt in Lobby, wenig später mit 4 Cylos zur Landzunge (a 50.000 D).

Langer Weg, schon dunkel, als wir dort ankamen, vieles sehr neu: grosse neue Strasse und neuer Hotelkasten, der aber scheinbar erst kurz vor der Eröffnung steht.

Nichts mehr los, 2 Bier getrunken, kurzer Regenschauer setzte ein, nach ca. 20 Minuten zu THAN THE, hatte diesmal den Stammplatz schon eingedeckt.

Das Übliche gegessen, Rollstuhlfahrer noch Postkarten abgekauft, freut sich immer riesig, Betllerin mit Baby heute schon Bündel mit zerfeldderten kleinen Scheinen gegeben.

Cylofahrer hatten wie üblich gewartet, Eltern zum Hotel, Ute und ich wieder zu JACK’S BAR, unsere Faher noch eingeladen auf ein Bier (auch schon bei THAN THE).

Manager und Tussi, die aus Tokio kommen soll, auch wieder da, sie hätte Geburtstag und wird 32.

Einiges getrunken und unterhalten.

Neuer Rekord: erst kurz nach 2 Uhr dort raus, 15 Min. später im Bett.

 

Donnerstag  22.03.2001                                                                                                Nha Trang

 

Um 8:30 Uhr aufgestanden, müde wie immer, aber diesmal wenigstens halbwegs durchgeschlafen.

Wetter gering bewölkt und heiss, um 9 Uhr zum Frühstück.

Eine Stunde später zum Strand, zeitlang mit älterem deutschen Ehepaar gesprochen, hätten auch Probleme gehabt mit der Buchung (kein Zimmer frei). Sind jetzt in teurerem Raum und haben Angst mehr bezahlen zu  müssen, wollen auch zu THAN THE, den ich empfohlen hatte.

Bis 15:05 Uhr geblieben, geduscht und sachen zusammengepackt.

Um 16 Uhr rief Karl an, Ilse sei gestürzt und hätte sich Bein gebrochen, Ute wäre mit ihr schon zum Krankenhaus, er würde gleich dorthin  fahren und sich später wieder melden !.

Stundenlang rumgehangen, Karl rief dann um 19 Uhr an:

Ute und Ilse seien noch im Krankenhaus, hätten ADAC-Notdienst angerufen, Manager und andere vom Hotel wären auch mitgekommen zum Hotel, würden jetzt Sachen zusammenpacken, da angeblich ein Sonderflugzeug kommen soll, was sie nach Bangkok ausfliegt.

Mit Karl dann sämtliche Klamotten zusammengepackt, Koffer mit Müh und  Not zu bekommen, noch einige Tüten übrig. Dinger wurden dann abgeholt und zur Rezeption gebracht.

Karl ziemlich in Hektik, an dem armen Kerl bleibt alles hängen, irgendwo sollen meine Unterlagen sein sie hätten alles canceln lassen, was weitere Hotelbuchungen angeht, endlich Gutschein gefunden fürs HOLIDAY INN in Bangkok.

Abtransport soll angeblich in 30 Minuten losgehen, an Rezeption rumgehangen, auf einmal tauchte Manager auf, ein Ärzteteam aus Saigon sei per Auto unterwegs (6 Stunden Fahrzeit), Landegenehmigung sei nicht erteilt worden (kein Wunder, haben auch keine Beleuchtung nachts).

Laut Karl, muss es im „Krankenhaus“ nicht besonders gut ausgesehen haben: es wurden erstmal 3 Mio Dong verlangt, bis überhaupt was gemacht wurde, auf gut Deutsch: notdürftig verbinden.

Ilse wurde aus Krankenhaus wieder aufs Hotelzimmer gebracht, jetzt soll um 6 Uhr früh ein Flug nach Bangkok oder Singapur gehen, das Ärzteteam per Auto wird für 2 Uhr nachts erwartet

5 Leute vom Hotel im Zimmer, Karl gab dem Manager 100 $, die er unter den Angestellten für ihre Fürsorge verteilen soll, es soll ein komplizierter zweifacher Bruch sein: am Knie und am Fuss, dazu noch Bänder gerissen.

Gegen 20:45 Uhr mit Cylo alleine zu THAN THE, Appetit ist mir ziemlich vergangen, Ute wollte nicht mit.

„Stammplatz“ war schon eingedeckt worden, von dem Malheur erzählt, Geld wurde natürlich abgelehnt, man bot sogar an, dass ein Fisch zubereitet wird, den ich mitnehmen sollte, abgelehnt, da Ilse im Hotel Pasta bestellt hatte.

Wenig los im Laden, unten 2 Schweizer Pärchen und oben englische Gruppe, wieder mal 1 kg Shrimps verzehrt, kann die Dinger nicht mehr sehen, 2 Bier dazu, 1 Schnaps und Früchteteller gab es gratis, 208000 D los – 250000 D gegeben.

Um 21:45 Uhr wieder zurück zum Hotel, Ute gab mir LP, Kulis und anderen Kleinkram, dem Manager schon vorher gesagt, dass er auch alles für mich canceln soll, was soll ich alleine im Mekong-Delta rumhängen ?.

Mit Ute zu JACK’S BAR, nur 2 Gäste dort, schwangerer Frau einen „Punkbären“ geschenkt, die Shrimps liegen mir wie Steine im Magen, fühle mich elend.

Manager vom ANA MANDARA kam zweimal vorbei, irgendein Arzt sei die ganz Zeit im Hotel, faselte wieder irgendwas von Abflug um 6 Uhr früh.

Ute verzehrte noch ein Omelett, sie hat Angst, dass das Riesengepäck nicht mitkommt und sie was zurücklassen müssen, ich soll mich dann darum kümmern.

Laut Manager sei das Ärtzeteam aus Saigon erst „zurückgepfiffen“ worden, aber jetzt doch unterwegs, Ziel Bangkok sei jetzt klar, trotzdem noch einige Fragen offen.

Karl kam dann zu JACK’S BAR, wo wir draussen sassen, Ilse hätte alles ausgebrochen, würde auch noch nicht schlafen, trotz Schlaftablette.

Kurz nach 0 Uhr zurück zum Hotel, bis 1:30 Uhr noch eingetragen und Koffer gepackt, 4 Kinder-T-Shirts auch noch untergebracht.

 

Freitag  23.03.2001                                                                                              Nha Trang/ Saigon

 

Mässig geschlafen, gegen 8:40 Uhr aufgestanden, Cylofahrer von gestern abend (Truk nicht da), Tüten vorbeigebracht mit Wasserflaschen, Insektenspray, T-Shirts etc.

Kurz zum Frühstück, groessere Gruppe angekommen, nicht viel gegessen.

Von Ute + Familie keine Nachricht mehr, hat mit dem Ausflliegen offenbar geklappt..

Restlichen Kram zusammengepackt und um 10:30 Uhr zur Rezeption, nichts mehr zu bezahlen, Jack dort getroffen und kurz gesprochen..

Ich frug, wann Wagen zum Flughafen gehen würde, Bursche verstand mich offenbar nicht richtig und orderte direkt Fahrzeug. Der einzige im Wagen, um 10:40 Uhr schon da, absolut nichts los. Schuhe für 15000 D nochmal putzen lassen, besser als in Saigon, um 11:40 Uhr tat sich dann endlich was..

Airporttax 15000 D, innerhalb von 10. Minuten war alles erledigt.

Abflug 10 Minuten später um 12:40 Uhr, als Verpflegung wieder nur ein Getränk, eine Stunde später in Saigon, auch hier heiss, 32 Grad, dauerte ungewöhnlich lange, bis Gepäck da war.

Kerl sprach mich direkt an wegen Taxi, ich gefragt, ob er billiges Hotel in Dong Khoi-District kennen würde (max. 50 $). Er bejahte, zu seinem Wagen, hat kein Taxometer, hoffentlich ist der Bursche vertrauenswürdig, auch wenn er seriös aussieht. Er hielt dann an Art Mini-Hotel, in Nähe des BEN-THAN-Marktes  an grossem Kreisverkehr, Laden kommt mir nicht ganz geheuer vor. Sehr schmal, 6 oder 7 Stockwerke.

Burschen mit Gepäck alleine gelassen – sehr leichtsinnig. Tussi zeigte mir Raum in 6. Stock, sieht neu und sauber aus, auch wenn kein „Luxus“, soll 30 $ kosten inkl. Tax, aber kein Frühstück, das angeblich für wenig Geld bezahlt werden müsste.

Meinetwegen, Taxifahrer 100.000 D  gegeben.

Klamotten für Kinder erstmal ausgepackt ist jetzt 15:15 Uhr, bis 17 Uhr dann hingelegt. Einziger Nachteil der Bude: ziemlich laut von Strasse her, da nur einfache Fenster. Dose SPRITE aus Minibar verzehrt, Preis unklar, handelt sich hierbei um einen normal grossen Kühlschrank.

Um 17:30 Uhr von Hotel los mit Taxi, der übliche Preis von 12000 D. bis KIM CAFE. In Strasse kein bekanntes Gesicht gesehen.

In INTERNET-Bude rein, Mail geschickt an Ute, Lam und VICTORIA-Hotel wegen Cancelns des Speedboats und Chau Doc Hotels.

Nach 1 Stunde fertig, nur 10000 D los, Preise sind tatsächlich (wie in Presse angekündigt war) für Internetnutzung erheblich gesunken, Tri im KIM CAFE nicht zu sehen..

In SAIGON CAFE rein, Ray da, sah mich erst nicht, setzte sich dann aber später zeitlang zu mir, nachdem er mich wiedererkannt hatte.

Der gutmütige Kellner noch da, ebenso das BGI-Girl „Anh“. Musste den Burschen allerdings erst antippen, bevor er mich erkannte. Für morgen früh um 10 Uhr Waisenhausbesuch mit ihm klargemacht.

Nach und nach tauchten dann die bekannten Gesichter auf, zuerst Nha gesehen, hat die Haare jetzt gefärbt und  ist „fraulicher“ geworden, dürfte jetzt 15 Jahre alt sein..

Dann tauchten die beiden Phuongs auf, ihnen einige Fotos gegeben, die ich schon vorher abgepackt hatte. Es hatte sich schon rumgesprochen, dass ich Trang suche, ob sie geholt werden soll. Noch fast 30 Minuten gewartet, auf einmal fiel mir die Maus um den Hals, noch goldiger als sonst, liess mich garnicht mehr los,  einer der schönsten Momente in meinem Leben, die Kleine nach einem Jahr wiederzusehen.

 

 

Endlich ist die Maus wieder da

 

 

 

Grosse Wiedersehensfreude bei Trang, Phuong I und Phuong II

 

Dem Kellner „ihre Geschichte“ erzählt und dass ich nur einen Wunsch habe, dass sie zur Schule geht, Bursche heisst „Kah“.

Es ist klar, dass die Mutter Schulden hat, er erkundigte sich, angeblich seien 500 $ zu zahlen, ihm gesagt, dass ich dass übernehmen würde

Mutter von Trang kam an, spricht so gut wie überhaupt nicht Englisch.

Trang schenkte mir Bild von sich, dass irgendjemand offenbar mit einer Digitalkamera aufgenommen und irgendwo ausgedruckt hatte., eine Schwester hat sie angeblich nicht,  wie ich immer gedacht hatte.

Den Kindern was zum trinken spendiert und Trang + Phuong II noch was zum Essen.

Hähnchenschenkel mit Fritten gegessen,  nicht viel dran.

Die „Säuferrunde“  ist  inzwischen wieder zusammen, u.a. „Jack“,  der diesmal aber halbwegs nüchtern war.

Bis gegen 0 Uhr geblieben, Trang fuhr mit zum Hotel, Fahrer 50000 D gegeben, damit er sie wieder zurückbringt.

Probleme ins Hotel wieder reinzukommen, Gitter war runtergelassen, in Vorraum lag Typ auf Pritsche, der erst durch Trommeln wachgemacht werden musste.

Dicke Kakerlage an Aufzugtür, wich meinem Fusstritt geschickt aus.

Erst nach 1 Uhr im Bett..

 

Samstag  24.03.2001               Saigon

 

Gegen 8:30 Uhr aufgestanden, recht gut geschlafen geduscht, Handtücher sehen reichlich gebraucht aus, scheinen aber sauber zu sein (laut „Geruchstest“), sind aber nicht gebügelt.

Sehr starker Durst, um 9:30 Uhr zum SAIGON CAFE, Kellner schon da, Tasse Tee getrunken, Trang tauchte auf, Ray sass auch schon da.

Um 10:15 Uhr mit Taxi losgefahren, Trang kam mit, an irgendeinem Markt 4 Sack Reis gekauft a 50 kg , dann Waschpulver,Eukalyptusöl und Schreibhefte, Ka hatte schon vorher die 500 DM genau „verplant“.

Wagen hängt ziemlich „in den Knien“.

Zuerst zu dem altbekannten Waisenhaus, Tor zu, es musste erstmal kräftig Rabbatz gemacht werden, bis jemand auftauchte, Hauptkram dort abgliefert, d.h. T-Shirts, Kulis, Spielzeug und andere Kleinkram, den ich mithatte.

Ein Haufen älterer Kinder stand dort, die sich die Sache ansahen, nach ca. 5 Minuten dort wieder weg ist mir auch am liebsten so.

Weiter zu einem buddhistischen Waisenhaus, sehr lange Fahrt. Viele blinde Kinder, Geistesgestörte, Ausgesetzte, die in je einem grossen „Verschlag“ hausen, d.h. relativ grosser Raum, in denen in der Regel ein riesiger „Holztisch“ ist, auf dem die Kinder apathisch rumliegen. Andauernd wird man von Blinden angerempelt, die dort planlos rumlaufen.

„Eingangshalle“ noch recht feudal, wo einige Mönche sind, einer führte mich auch rum. Erschreckend: japanische Gruppe dort, offenbar macht man mit dem Elend noch Kasse.

Trang nur interessiert an dem Spielzeug in Eingangshalle, Dreirad oder ähnlich, mit dem sie rumfuhr.

Zwei Säcke Reis dort abgeliefert und noch etwas Waschpulver, nach ca. 15 Minuten dort weg, um 13 Uhr wieder im SAIGON  CAFE.

Ray wieder kräftig am Saufen, 3 SPRITE getrunken, Mäuschen Saft.

Mit Cylofahrer und Trang zu einer Wechselstube in Nähe (nur 100m weg), 300 DM  getauscht, weiter zu grossem Einkaufszentrum (ZEN PLAZA, da, wo ich die Schuhe gekauft hatte).

Im Erdgeschoss in Lebensmittelabteilung rein, einiges gekauft, Trang hatte „freie Auswahl“, da Mutter den Vater im Knast besuchen will und erst in 3 Tagen wiederkommt (sitzt irgendwo im Mekongdelta, Trang wollte erst mit, bleibt mir zuliebe aber da), ca 200.000 D bezahlt.

In die nächste Etagen, sie wollte dann blaue Haarsträhnen haben, auch das gekauft, ebenso wie Federballspiel, Computerspiel (Art Gameboy), dazu noch AO DAI, sie treibt die Verkäuferinnen bald zur Verzweiflung.

Ein paar Worte mit Security-Typen gewechselt, der früher in Halle gearbeitet hätte und etwas Deutsch sprach.

Eine maessig aussehende Kassiererin wollte meine EMAIL-Adresse haben, „um besser Englisch lernen zu können“. (bis heute nichts von ihr gehört).

Cylofahrer hatte die ganze Zeit gewartet, zuurück zum SAIGON CAFE, ihm 50.000 D gegeben, eiigentlich viel zu viel.

Mutter von Trang bedankte sich später, ins Gespräch gekommen mit Deutsch/Vietnamesen („Albert“), der seit 6 Wochen hier lebt, da er nicht richtig weiss  „wo er hingehört“ und vernünftige und halbwegs gutbezahlte Arbeit sucht.

Er würde sich angeblich um die kleine Phuong kümmern sie geht inzwischen sogar zur Schule, hat noch älterer Schwester, der später Stange DUNHILL abgekauft, ein norwegisches Ehepaar will die Kleine adoptieren.

Viele Kinder hier würden inzwischen Heroin spritzen, auch der „Hässliche“ der schon 17 oder 18 Jahre alt sein soll und von allen nur „ET“ genannt wird.

Trang erzählte, dass Schwester von der kleinen Phuong (heisst Cuc) auch Heroin nehmen würde, die meisten würden dann irgendwann auf dem Strich landen.

Dieser Albert will mir Adressen geben von Schulen für Problemkinder (angeblich könnnen die rund um die Uhr dort bleiben), eine Französin, ca. Mitte 30, könnte sie besorgen, sie wäre verheiratet mit einem Vietnamesen (angeblicher Trinker), leben so gut wie in Scheidung, gemeinsames Kind offenbar auch vorhanden.

Dicker Ami mit seinem CD-fähigen „Ghettoblaster“ auch wieder da, diesmal hatte er ROLLING STONES im Programm, ist stark angetrunken und reichlich agressiv.

Auf Strasse Prügelei zwischen 2 Vietnamesen, einer blutete ziemlich stark, Ursache nicht erkennbar.

Phuong II heulte, hat offenbar nicht genug Bücher verkauft (soll Schläge bekommen haben), ihr aus Mitleid ein Ding abgekauft („der stille Amerikaner“), laut Albert sei Film vor kurzem gedreht worden, Hoi An soll ausgebucht gewesen mit Leuten aus Hollywood.

Mäuschen ass heute zweimal warm, habe selbst überhaupt keinen Hunger. Sie heulte, als ich ihr sagte, dass ich doch lieber Phuong zur Schule schicken sollte da sie ohnehin hier wieder landen würde, schwor „Stein und Bein“, dass sie hier nicht mehr zurückkommen würde.

Laut Kellner würde die Mutter von ihr am Montag wieder aus dem mekongdelta zurücksein.

Noch einige Bier getrunken, Das BGI-Girl Anh soll angeblich französischen Freund haben und kurz vor Abschluss ihres Studiums stehen, hatte den Kellnerjob nur nebenabei gemacht.

Der einarmige „Hetzer“ auch wieder da, ein paar Worte mit gewechselt (hatte mich nicht wiedererkannt), ebenso wie mit Computertyp, der letztens Job in Vietnam suchte, aber scheinbar immer noch nichts gefunden hat und äusserst wortkarg war.

Tri ist da, kurz zu ihm rein, ihm selbstgebrannte CD und Musikkassette gegeben, nur kurz mit ihm gesprochen.

Nochmal ins INTERNET-Cafe, Trang war mitgekommen, mit anderem unbekannten Mädchen und spielte an einem PC  planlos rum.

Nach ca. 1 Stunde zurück zum SAIGON CAFE, bis 22:40 Uhr noch was getrunken, geröstete Wassermelonenkerne als Snack noch gekauft, die ich nicht aufbekam, Trang machte das.

Mit Taxi zurück zum Hotel aus Minibar noch ein 333-Bier getrunken, gegen 0:30 Uhr im Bett.

 

Sonntag  25.03.2001                                                                                                             Saigon

 

Gut geschlafen, aber noch sehr müde, Wetter bewölkt und schwül.

Putzfrau kam um 10:20 Uhr schon rein, kurz darauf ausgescheckt, ca. 65 $, Typ gab mir irgendeine rote Karte, damit würde es das nächste Mal billiger. Geld wechseln in dem Ding nicht möglich, man verwies mich an „Bank“, die heute eh zu hat.

Zum PALACE-Hotel, man frug mich, ob ich schon Buchung hätte, verneint, boten mit „Standardroom“ für 25 $ an oder „Suite“ für 50 $ netto (statt 95 $ ohne Tax und mit Frühstück).

Letztere genommen,  macht excellenten Eindruck, wenn auch etwas warm trotz Klimaanlage, grosser Raum mit Sitzecke, Schreibtisch etc. Weiber an Rezeption allerdings recht unfreundlich, Wertsachen abgegeben, die übliche Zukleberei in Papiertüte.

Ticketbestätigung sei nicht möglich, da heute Sonntag wäre.

Ein Teil des Geldes nicht abgegeben und in Reisetasche versteckt.

Gegen 12 Uhr dann losgezogen, in Kaufhaus in Nähe rein und Uhr für die kleine Phuong gekauft (100.000 D), sollte erst 110.000 D. kosten, angeblich wasserdicht.

Zum SAIGON CAFE, Ray dort wieder am Trinken, Kinder hätten nach mir gefragt, Trang muss wohl auch zu dem „alten“ Hotel gelaufen sein und nach mir gefragt haben.

Durst, 2 oder 3 SPRITE getrunken, dazu erneut Hähnchenschenkel mit Fritten gegessen.

Einige Tafeln Schokolade verteilt, das alte Problem, wenn Leute das sehen, einem Zeitungsverkäufer dann auch auf sein Betteln hin, Tafel gegeben.

Kurz darauf tauchte sie mit Phuong II auf, Trang beschlagnahmte direkt die Uhr, die ich für Phuong I vorgesehen hatte („I steal, I steal“)

Sie wollen irgendwo hin, mit Ihnen ins Taxi, weiss immer noch nicht genau, was das Ziel ist, „ET“ und ein anderer Bursche wollten auch erst mitkommen.

Sehr weite Fahrt, langsam wird es mir klar, sie wollen zu dem „Wasserpark Saigon“, riesiges Gelände mit etlichen Schwimmbecken, Rutschen etc.

Fahrer will warten und schaltete Taxometer aus.

60.000 D Eintritt für Erwachsene, 20.000 D für Kinder unter 1,40 m.

Sehr viel Betrieb, zuerst schleiften sie mich in Shop, wollen Badeanzüge haben, zwei schöne Dinger für 120000 D., hatte erst verstanden, dass über 1 Mio. Dong fällig seien und bekam schon Schock. Weitere Wünsche von Trang abgelehnt, die noch ein Gummitier und anderes haben wollte.

 

 

Trang und Phuong im Wasserpark

 

Die hatten einen Riesenspass, ich spielte mehr oder weniger nur den Aufpasser, Bullenhitze, unglaublichen Durst, dreimal SPRITE und COLA geholt a 7000 D.

Junge Chinesin, wie sich später rausstellte, sprach mich an, 19 Jahre alt, hatte ernsthaft geglaubt, ich sei erst 30. Teilweise kaum zu verstehen, die üblichen Fragen: wie alt ?, verheiratet ?. Will sich mit mir treffen und mit Moped durch Saigon fahren, will wissen, in welchem Hotel ich wohne, welche Zimmernummer und mich morgen um 10 Uhr anrufen, sie heisst „Ni“. Die Frau, die bei ihr ist, ist ihre Mutter und genauso alt wie ich (!).

Trang und Phuong haben Hunger, Trang hatte eine Tafel Schokolade mit, war schon total aufgeweicht und wurde von ihr ins Wasser geworfen.

Ihnen Suppe gekauft (Trangs Standardspruch: „Papa, want eat“), nur ca. 60 Pfennig für grosse Plastikschüssel mit Nudeln und irendwelchen undefinierbaren „Kugeln“. Phuong natürlich auch, tut mir leid, obwohl ich sie eigentlich nicht mag.

Mehrere Vietnamesen sprachen mich an, („nettes Kind“) die wohl glauben, dass ich der Vater von Trang bin, die mich immer „Papa“ nennt.

Starker Gewitterschauer kam mal nieder, kühlte aber immer noch nicht ab, Laden macht langsam zu, kurz vor 18 Uhr raus. Taxifahrer noch da, Trang hatte ihm erzählt, wir würden jetzt „Shopping“ fahren, abgelehnt, (Ring kaufen), zurück zum SAIGON CAFE.

Fahrer mit 200.000 D nicht einverstanden, will 300.000 D haben, da er die ganze Zeit gewartet hätte, Na gut, wenn er nach Taxometer gefahren wäre, hätte ich noch mehr bezahlt, der alte Fehler: vorher fragen, wusste aber nicht, wo es hingehen soll. Später dann festgestellt, dass eine Taxifahrt lediglich 70000-80000 D für eine Strecke kostet, hat ich also ganz schön beschissen.

Kurz mit Albert gesprochen, der mit der französchischen Tussi zusammenhing, ist ganz jeck auf die, hat aber offenbar keine guten Karten bei ihr.

 

 

Eine selbsternannte „Masseuse“ bei der Arbeit

 

Ray nur kurz da, auch von den anderen Saufköpfen heute kaum einer zu sehen.

Bei Nha 5 Schachteln BASTOS gekauft (a 6000 D), Trang hätte 7000 D verlangt, bei einem anderen Mädchen („Thanh“) noch Feuerzeug für 4000 D

Kinder mit Getränken freigehalten, Trang noch 50000 D zugesteckt, dafür Ladung Kaugummis bekommen, die sie normalerweise verkaufen müsste.

Laut dem Kellner Kah kommt die Mutter morgen nachmittag zurück, sollen die Dollar am besten bei einem Juwelier tauschen, da gäbe es mehr.

Ins INTERNET-Cafe, Trang und Phuong II kamen mit, Trang noch EMAIL-Account eingerichtet, obwohl sie natürlich nicht schreiben kann, verfällt eh in 10 Tagen bei Nichtbenutzung.

Ganz miserable Antwortzeiten, man kann so gut wie nichts machen – schliesslich aufgegeben. Versucht ihnen noch das Computerspiel Solitaire beizubringen, mit nur geringem Erfolg, spielen lieber mit dem Malprogramm rum.

Kurz nach 23 Uhr Taxi genommen, wieder derselbe Bursche wie zum Wasserpark, schaltete Taxometer nicht ein, kenne gottlob den Preis (12000 D), hat heute genug an mir verdient.

Bekomme die Zimmertür mit der Codekarte nicht auf und muss dringend auf  Toilette, wieder nach unten und nach Klo gefragt, gottlob nicht weit weg, gerade noch erreicht, Tür dann endlich aufbekommen, geduscht und um 0:30 Uhr im Bett.

 

Montag  26.03.2001                                                                                                             Saigon

 

Sehr mässig geschlafen, da zu warm, gegen 9 Uhr aufgestanden, Gutschein für Frühstück liegt zwar da, aber nicht in Anspruch genommen,da wie üblich, morgens keinen Hunger.

Ni rief um 9:20 Uhr tatsächlich an, hätte viel zu tun, will erst um 16 Uhr kommen. Kurz vor 11 Uhr zur Rezeption wegen Flugticketbestätigung, angeblich gibt es kein KLM-Büro mehr hier, Vietnam Airlines könnten sie bestätigen, machten Kopie von Ticket.

200 DM getauscht und in Kaufhaus neue Uhr für Phuong I gekauft, gleiches Exemplar wie gestern, gleicher Preis (100000 D).

Mit Cylo für 15000 D zum SINH Cafe fahren lassen, dann zum INTERNET-CAFE, Ute hat geschrieben, Mutter hätte 3 Brüche, wäre in Bangkok erfolreich operiert worden, sehr gutes Krankenhaus,fliegen vielleicht am Wochenende schon mit LUFTHANSA zurück.

Die „alte Garde“ wieder im SAIGON CAFE, 2 SPRITE getrunken, Albert hat angeblich Liste von den Schulen vergessen, er klagte über Ohrenschmerzen, im Krankenhaus seien erstmal 30 $ fällig für Untersuchung.

Um 12:40 Uhr zurück zum Hotel, Trang auf Rückfahrt gesehen, fragt bestimmt wieder nach mir, Ray sass auch wieder da, er ist 61 Jahre alt, würde allen erzählen er sei 50, da dies in Vietnam die „Schmerzgrenze“ zum alt sein wäre..

Kurz hingelegt, gegen 16 Uhr rief Ni tatsächlich an, würde gleich kommen, 30 Minuten in Hotellobby rumgesessen – nichts. Strömender Regen hat eingesetzt, wieder auf Bude zurückgegangen.

Kurz darauf rief sie von Hotellobby aus an, sie sei da, erneut runtergegangen, mein erster Eindruck: mein Gott, was für ein Kind, sieht aus wie 15, von Moped nichts zu sehen.

Trägt Brille, fast das gleiche Modell wie ich, die gab sie mir dann in den nächsten Tagen zur „Aufbewahrung“ mit, ist Chinesin, der Vater wäre in den USA, ihr Englisch ist manchmal nur sehr schwer zu verstehen, kennt sich in Saigon überhaupt nicht aus.

Zu Restaurant in kleinen Park gegangen, was ich noch kannte (in Nähe des Ex-Italieners), ich trank ein Bier,  sie Kaffee, der ihr nicht schmeckte (zu suess).

Zu Fuss weiter zur Kirche Notre Dame, möchte das Ding endlich mal von innen sehen, ist zwar ausnahmsweise geöffnet, machen aber gerade zu.

Ni versteht und spricht kaum Vietnamesich, obwohl jeder sie für eine Vietnamesin hält, sie glaubt ernsthaft, das ich unbedingt zu einer Kirche will.

Lange Fahrt mit Taxi in ziemlich düstere Gegend, zu ihr nach Hause, total anderer Stadtteil, fürchte schon um mein Leben, da ziemlich enge und verwinkelte Gassen.

Entpuppt sich als ihr  „Home“, Mutter lief dort auch rum, ebenso wie alte Frau, die mich aggressiv anbettelte, ihr schliesslich 10.000 D in die Hand gedrückt, einige Kinder auch zugegen, alles mehr als einfach (kleiner Raum mit Treppe nach oben).

Zu einer Kirche in Nähe, ca. 12-jähriges Mädchen kam auch mit, Ni nahm immer meine Hand – wie peinlich.

Nach ca. 10 Minuten dort abgehauen, bloss wieder zurück !, nochmal für wenige Minuten zu ihrer Wohnung zu Fuss,  dann mit beiden zur Hauptstrasse, wo es immerhin Taxen gibt.

In einige Boutiquen rein, beide hatten Interesse an hautengen Tops, die pro Stück 560.000 D kosten sollten (!!!). In einem Laden ihr schliesslich Jeans aus vietnamesischer Produktion für 160.000 D gekauft.

Um 20:30 Uhr mit Taxi endlich zum SAIGON-Cafe, Taxifahrer irrte erst planlos rum und musste nachfargen.

Trang kam direkt an,hätte schon im Hotel nach mir gefragt. Phuong II auch da, heulte teilweise, keiner weiss wieso.

„Freundin“ von Ni fühlt sich unwohl, 2$-Münze „eingetauscht“ (20000 D), damit „Freundin“ mit Taxi zurück kann, sie liess sich „Hamburger „ einpacken..

Trang ass und trank was, Ni auch, (zähes Schnitzel, war nicht zufrieden),  ich habe nach wie vor keinen Hunger, 3 Bier getrunken.

Wieder 80.000 D los, wollen wieder „Einkaufen“ gehen.

Ka gesprochen, der mal wieder Spätschicht hat, will morgen früh um 10 Uhr dasein, damit die Schulden von Trangs Mutter bezahlt werden. Er frug mich,  ob ich ihm nicht 2 Mio Dong leihen könnte für ein zusätzliches Moped, würde ich auf jeden Fall beim nächsten Besuch zurückkriegen, er könnte von seinem Verdienst nicht viel zurücklegen – mal sehen.

Trang will unbedingt Ring oder T-Shirt haben, ihre Mutter auf einmal auch da, 2 Cylos angeheuert,  Phuong II. auch dabei, zu bis dato unbekanntem Markt, Hose und T-Shirt gekauft, für Phuong II auch Hose, das arme Schwein hängt sich überall dran, Geld geht weg wie nichts, Preise hier auf jeden Fall noch ziemllich billig.

Mit Cylofahrern dann zum PALACE-Hotel, Mutter kam mit anderem Cylo mit, Phuong II irgendwo unterwegs ausgestiegen, jedem Fahrer 50.000 D gegeben.

Ni will bei Trang schlafen und mich um 8 Uhr anrufen, habe immer noch ihre Brille in Tasche, die sie sonst nie anzieht, offenbar eine Art „Rückversicherung“, damit ich mich melde.

Trangs Mutter hatte nochmal hoch und heilig versprochen, dass sie in der Strasse nicht mehr auftauchen wird, morgen soll Fahrt zur Schule sein um 10 Uhr.

Geduscht und gegen 0 Uhr im Bett.

 

Dienstag  27.03.2001                                                                                                           Saigon

 

Einigermassen geschlafen, um 8:45 Uhr rief Ni an, sie will auch um 10 Uhr zum SAIGON CAFE kommen. Kurz vor 10 Uhr dorthin. Trang kam direkt an, Ni kurz danach, Ka erst gegen 10:45 Uhr, 2 Tassen Tee getrunken ("Lipton tea“).

In Wechselbude nebenan 500 $ getauscht, anschliessend kamen die „Mafiatypen“, 2 Burschen und eine Frau, die wie eine Hure aussah („Der bekommt soundsoviel Mio Dong, der soviel etc.“). Einer von den Gestalten meinte „Very good guy“. Etliche Leute um uns herum, die sich das Spektakel ansahen.

Muter von Trang inzwischen auch da, mit ihr, Trang, Ka und Ni im Taxi zur Schule in TU XUONG Nummer 36, die Lam ausfindig gemacht hatte, die Trang angeblich nehmen würden.

Doch recht weit weg, er hatte mir „Plan“ mitgegeben, wo ich Ms. Trinh finden kann (1. Stock, 2 Tür).

War schnell gefunden, ihr den Brief von Lam gegeben. Sie sprach dann auf Mutter und Kind ein, verstehe natürlich kein Wort. Dann wollte sie sich mit mir „unter 4 Augen“ unterhalten und schickte alle anderen raus. Sie sagte dann, dass sie das Gefühl hätte, dass die Mutter nicht will, dass Trang zur Schule geht, die Kleine hatte tatsächlich geglaubt , es ginge heute schon los. Was sie tun soll, ihr gesagt, dass alles versucht werden soll.

Weiteres Problem: Trang ist schon 11 Jahre alt (!), hätte sie höchstens auf 8 oder 9 geschätzt, hier würden aber nur jüngere genommen.

Sie könne aber dafür sorgen, dass sie zur „Sunshine School“ kommt, die auch ältere Kinder nehmen würden.

Noch eine Schwierigkeit: Trang hat überhaupt keine Geburtsurkunde, damit ist man so gut wie erledigt: man kann keine Arbeit bekommen, nicht heiraten etc.

Mutter wurde wieder reingerufen und „unter Druck gesetzt“, sie nickte immer nur und sagte sehr wenig. Wie sich rausstellte, hat Trang 2 Brüder. Ms Trinh will mich per Email informieren, sobald alles klar ist, zuerst müsste die Mutter auf jeden Fall Geburtspapiere vorlegen.

Frau machte hervorragenden Eindruck, dennoch mehr oder weniger enttäuscht die Schule verlassen, das wird noch ein verdammt hartes Stück Arbeit.

 

 

Nach dem Verlassen der Schule

 

Zurück, dann mit Ni und Trang zu Einkaufscenter, Trang neue Schuhe gekauft, dazu noch Tornister und anderen Schulkram, noch kurz mit ihr in „Spielhölle“, sie kennt sich erstaunlich gut aus, dann zu Schmuckgeschäft, Trang will unbedingt 2 Ringe haben, Ni Armband, wieder locker über 1 Mio Dong los, aufdringlichen Bettlern wutentbrannt noch Bündel Kleingeld in die Hand gedrückt, man wird hier ja ausgenommen wie die berühmte Weihnachtsgans, na ja, ich kann der Kleinen einfach nichts abschlagen und das weiss sie auch.

Zu einem Schwimmbad in anderem Stadtteil, Trang lieh sich Schwimmanzug und Reifen,, alles ziemlich billig, etliche Schulklassen dort, die Schwimmen lernen sollen, sie brachte die immer wieder durcheinander, da sie immer dazwischenschwamm.

Zwischendurch mit Ni in CD-Laden in Nähe, hatte aber nicht das gewünschte, in Bäckerei gegenüber noch Kuchen geholt für sie und Trang, habe selbst noch keinen Hunger.

Endlich weg da, zum Sinh Cafe was gegessen, Trang eines ihrer Lieblingsgerichte – Pizza.

 

 

Trang mit Pizza

 

Zeitlang mit älterem Engländer unterhalten.

Kurz in INTERNET-Cafe und Mail an Lam geschrieben, Trangs Mutter tauchte dort auf, hängt dauernd um uns rum, wird offenbar jetzt „geschnitten“, morgen um 10 Uhr will sie zur Polizei wegen Geburtspapieren, Trang muss alles übersetzen, da sie kein Wort Englisch spricht.

Das Kind meinte, dass die Papiere einiges kosten würden, habe ich auch schon mit gerechnet und nicht umsonst einen Haufen Geld mitgebracht. mitgebracht.

Wieder zum Saigon Cafe, Ni mit, obwohl sie den Laden „hasst“ und ihre Mutter sie wohl auch davor gewarnt hat.

Phuong II tauchte auf, der Ärger nimmt seinen Lauf: sie und Kah erzählten Ni, dass ich verheiratet sei, mein Gott bekomme nur Scherereien, Ni natürlich restlos verärgert. Kah gesagt, dass dies nicht stimmen würde.

Armband von meiner Uhr ist auch kaputtgegangen, Ni mit einem anderen Kellner, der angeblich ein Moped hat und dass sie vergeblich ausleihen will, Klebstoff besorgen, sie setzte das Ding wieder zusammen – hält sogar.

Die „Nutte“ von der Mafia kam an, die Mutter von Trang hätte angeblich kein Geld sich was zu Essen zu kaufen, 30000 D gegeben, fast wie erwartet tauchen weitere Forderungen auf: sie muesste monatlich 60000 D Miete zahlen, nichts mehr gegeben. Wollen immer mehr, mit zweifelhaftem Erfolg

5 Bier getrunken und um 0 Uhr mit Taxi zum Hotel, diesmal „Niedrigstpreis“ von 11000 D. Wie Ni nach Hause kommt, ist mir schleierhaft, hatte nur 2000 D dabei, kurz vor 2 Uhr ziemlich „angeschlagen“ im Bett.

 

Mittwoch  28.03.2001                                                                                                          Saigon

 

Gegen 9 Uhr aufgestanden, noch reichlich fertig, eine Stunde später zum Saigon Cafe, Trang schon da, Ni würde nicht kommen. Sie telefonierte dann mit ihrer Mutter. Mit Taxi dann in ihr Wohnviertel, zuerst Richtung Waisenhaus über Brücke, wenig einladend die Gegend und ziemlich weit weg, knapp 50000 D Fahrtkosten.

Halt an Getränkestand, denen es offenbar ganz gut geht, sogar Videorecorder und Fernseher. Auch Telefon vorhanden, langsam kapiere ich es, die Bude dient als Anlaufstelle für alle in der Umgebung, die die Telefonnummer des Ladens dann als die ihrige ausgeben.

Mutter kam an mit Stammbuch, müssen auf irgendeinen Polizisten warten, der um 11 Uhr kommen soll, auch hier spricht kein Schwein Englisch ausser Trang

Einige bekannte Kindergesichter gesehen, die abends dann in der Pham Ngu Lao ihren Kram verkaufen.

Zu Trang nach Hause, war wie von Lam beschrieben, der mich noch per Mail gewarnt hatte, dort alleine hinzufahren, ebenso wie Albert („für ein paar $ wirst Du da umgebracht“),aber für mich gibt jetzt kein Zurück mehr:

Über einen sehr grossen Friedhof, überall nur weisse Grabsteine, in halbwegs gepflegtem Zustand, dann kommt ein Erdwall, auf dem man langgehen muss und bessere „Wellblechhütten“ liegen, eine davon ist ihre Behausung. Ausstattung kärglich: sauberer Steinfussboden, mit Kacheln ausgestattet, d.h. wie alle erstmal Schuhe ausziehen. Dort steht ein grosses Bett und mitten im Raum noch eine Hängematte, an Möbeln so gut wie nichts, noch nicht mal ein Tisch, nur ein paar Plastikstühle.

Trennwand zu Raum nebenan, vermutlich Küche oder Klo, obwohl ich nicht glaube, dass die hier sowas haben. Das ganze sieht mehr aus wie eine Scheune mit ziemlich undichtem Wellblechdach.

Einziger Luxus ein Ventilator, der mir zu Ehren angestellt wurde, desweiteren wurde ich gefragt, was ich trinken will: BGI, Cola etc. , abgelehnt, fühle mich hier sehr unwohl, einige Neugierige stehen vor Tür und kamen teilweise rein, rechne schon manchmal damit, dass die über mich herfallen und mich fertigmachen.

Ein Wunder: der Teddybärrucksack, den ich ihr vor 1,5 Jahren gekauft hattte, ist noch da und hängt an Haken.

Mit Trang in der Bude etwas Federball gespielt, hat das Set  dort deponiert, um 11:30 Uhr endlich wieder zurück zur Getränkebude, auf Friedhof wurde ich dann noch von einigen Totengräbern agressiv angebettelt, nichts gegeben.

Ein „Hilfspolizist“ tauchte auf, bis 14 Uhr dort rumgehangen, dann mit dem Typ auf Moped, Trang auch drauf, zur Polizeiwache, Mutter kam zu Fuss nach, da nicht allzuweit weg.

Recht feudales einzeln stehendes Haus mit Vorgarten, Obstbaum vorhanden, mit Eisentor gesichert.

Erst Klingeln und Klopfen müssen, bis der Bursche endlich aufmachte, scheint tatsächlich der „Obermacker“ zu sein, ausser ihm keiner dort, wohnt offenbar alleine dort. Ist scheinbar erst gerade aufgestanden, steht im Unterhemd da. Bude recht komfortabel, mit bequemer Sitzecke.

Kerl spricht auch kein Wort Englisch, Trang musste übersetzen, demnach sollen wir morgen um 17 Uhr wiederkommen, da er erst „höhere“ Stelle einschalten müsse.

Auf Moped des Hilfssheriffs mit Trang zurück, sie hatte mir vorher erzählt, dass dies der normale Weg wäre, um in die Innenstadt zu kommen, Kosten normalerweise 10.000 D, dem Burschen 30.000 D gegeben, forderte nichts, soll ihm geben, was ich für angemessen halte laut Trang.

Ni sitzt im Saigon Cafe, wäre angeblich um 10 Uhr dagewesen, Trang quengelt, will das von mir versprochene Fahrrad endlich haben. Mit Cylo, Ni kam auch mit zu Geschäft nicht weit entfernt. Ihr gefiel ein rotes, nicht mehr ganz neu, aus chinesischer Produktion, was hier als qualitativ hochwertig gilt. 70 $ soll das Teil kosten !!!, nein, Danke. In Laden gegenüber, hier kostet eins aus vietnamesicher Produktion 400.000 D. Dafür nagelneu und mit einem Jahr Garantie. Meinetwegen, sie machte einige Fahrversuche, sehr unsicher, hat scheinbar noch nie auf einem Fahrrad gesessen.

Auf Cyclo wurde das Ding zum Saigon Cafe gekarrt, Trang übt fahren, Baguette gegessen.

Dann kam es, wie es kommen musste, in einem unbeobachteten Augenblick war das Rad geklaut, Riesenaufruhr überall. Ein kleiner hässlicher Junge, der wohl Schmiere gestanden hatte, wurde solange geschlagen, bis er damit rausrückte, wer es war: ET. Binnen weniger Minuten war das Fahhrad wieder da.

Mit Typ aus Darmstadt noch ins Gespräch gekommen, Albert tauchte dann auch mal wieder auf, ihm meine Email-Adresse gegeben, er meint, ich hätte das Geld lieber fürs Waisenhaus geben sollen, das würde kein Ende nehmen, ausserdem war Trang eine der schlimmsten, die hier rumlaufen würden, besonders mit westlichen Frauen könnte sie überhaupt nicht, ist offenbar entnervt, weil er nicht an seine französische „Traumfrau“ rankommt, auf deren Liste von Schulen ich immer noch warte.

Er quatscht auch wieder gross rum mit seinen Kenntnissen, wird jetzt wohl doch eine Arbeit aufnehmen, auch wenn das finanziell nicht so überragend ist. Erst wollte er den Darmstädter gute und billige Essenslokale zeigen, dann hat er auf einmal um 19 Uhr einen Termin.

Ni startet teilweise auch Rauchversuche, kann einen Kellner nicht ausstehen, hängt aber laufend bei ihm rum und will ihn bequatschen, dass er ihr sein  Moped leiht.

Trang hat sich Lappen geschnappt und wischt Tische ab („I am working“). Bedient auch, reisst den Leuten noch nicht ganz leergetrunkene Flaschen weg mit der Bemerkung „Do you want one more Coke ?“.

Sie will zur Spielhalle, mit Cylo dorthin, Spielchips für 20000 D eingelöst, waren ruckzuck weg, war beleidigt, als es nicht mehr gab.

Diesmal mit Taxi zurück, nur 5000 D.

Mutter von Trang kam an, angeblich soll es morgen die Geburtsurkunde geben.

Ni um 23 Uhr weg, will morgen um 19 Uhr wieder da sein, sie hatte Trang und Mutter angeboten bei ihr zu übernachten, beiden fuhren dann aber mit Moped nach Hause, ich hatte vorher noch 50000 D für Mutter gegeben und Trang gesagt, dass sie 100 $ erhält, wenn sie zur Schule geht.

Das Fahrrad soll inzwischen auch zu Hause sein. Trang will die Quittung haben, habe kein gutes Gefühl, das bedeutet vermutlich, dass das Rad für die Hälfte verhökert wird..

Zu Ray und den anderen Säufern gesetzt, ein Holländer sagte mir, dass es in Saigon angeblich doch ein KLM-Büro geben würde, beschrieb mir den Weg, hört sich sehr kompliziert an.

Bis ca. 0:45 Uhr geblieben, kurz nach 1 Uhr im Bett.

 

Donnerstag  29.03.2001                                                                                                      Saigon

 

Um 10:20 Uhr erst aufgestanden, es liegt zwar täglich der Gutschein fürs Frühstück parat, aber keinmal in Anspruch genommen.

Geduscht, mehrfach Stromausfälle zu verzeichnen, gegen 12:30 Uhr im Saigon Cafe, den üblichen Tee. reingezogen, Trang kam erst um 13:15 Uhr, der  (Hilfs)-Poliizist von gestern würde uns abholen.

Er kam tatsächlich, stundenlanger starker Gewitterregen hat eingesetzt, er besorgte dann noch Regencapes und drängte zum Aufbruch.

Mit Moped wieder zur Bude von gestern, immer noch sehr starker Regen, ungutes Gefühl, bei dem Massenverkehr zu dritt auf der Karre, da muss man jede Sekunde mit Unfall rechnen.

Der Bursche schrieb einen „Bericht“ und liess ihn dann von irgendeiner Frau unterschreiben. Höre immer wieder das Wort „Namia“, dies bedeutet, dass wir zu dem Oberbullen um 17 Uhr kommen sollen, Tee wurde serviert, ausnahmsweise kostenlos..

Trangs Fahrrad tatsächlich da, sie drehte Runde, mit Müh und Not zu Fuss hinterhergekommen, nachts möchte ich hier nicht alleine sein, Taschenmesser in Hand genommen, um nicht ganz schutzlos zu sein im Falle eines Falles. Alles ziemlich dreckig, Seitenstrassen ein einziger Schlamm, Taxis nicht zu sehen, hätte massive Probleme von hier wieder wegzukommen.

Irgendwann tauchte dann noch ein Vietnamese auf, Typ Wichtigtuer mit recht teurem Moped, der sogar etwas Englisch spricht.

Stundenlange Rumhängerei ist reichlich zermürbend, Regen hat gottlob inzwischen aufgehört.

Um 17 Uhr dann mit allen Mann endlich zur Polizeiwache, der selbe Bursche wie gestern da.

Auf Vietnamesisch wurde diskutiert, schnell erkennbar, dasss es ums Geld geht. Den englischsprechenden Burschen dazu gedrängt, endlich zu sagen, was der Kram kosten soll.

500 $ (!!!), hatte höchstens mit 100 $ gerechnet, es müssten in einem buddhistsischen Kloster Leute bezahlt werden, die die Geburtsurkunde ausstellen, Trang wird dann noch ein Jahr jünger gemacht.

Der Polizeibursche würde angeblich nichts daran verdienen, da er das Ganze quasi aus Menschenliebe machen würde und er ja auch Buddhist sei.

Bei soviel Verlogenheit möchte man am liebsten direkt zuschlagen, habe keine Wahl und mehr oder weniger zufällig die geforderte Summe dabei, entweder ist alles weg mit geringer Hoffnung oder ich ziehe jetzt zurück und das bisher investierte ist restlos verloren.

Möchte nicht wissen, wer von den ganzen Halunken da alles mitverdient.

Angeblich liegen die Papiere Dienstag/Mittwoch vor, Mutter versprach damit dann direkt zur Schule zu gehen, auch das ist sehr vage, muss mich aber blind auf die Leute verlassen.

Endlich hat das Spiel ein Ende, kurz nochmal zum Getränkestand gefahren, dann mit Hilfssheriff und Trang  zurück zum Saigon Cafe.

Der junge Kerl, der kein einziges Wort gesagt hatte, ist wahrscheinlich selbst entsetzt über soviel Korruption, für mich der einzig Anständige in dem Spiel .

Inzwischen ca. 18 Uhr, erstmal ein Bier, werde schon gefragt, wo mein „girlfriend“ ist, Ni tauchte dann um 19:45 Uhr erst auf, sieht nett aus, in ihrem kurzen Röckchen.

Den Rest des abends dort verbracht, 6 Bier getrunken, den üblichen Hähnchenschenkel verzehrt, Ni und Trang assen auch was, letztere hat ständig Hunger, 199.000 D los. Als Snack dann wieder die gerösteten Kerne, die man nach wie vor für mich öffnen muss.

 

 

Kaugummiverkäuferin Hoi mit Touristen

 

Älteres deutsches Paar zugegen, zeitlang mit unterhalten, der Mann meinte zum Abschied: „Meine Hochachtung, was Du hier machst“.

Kurz auch noch gesprochen mit Ray und  dem „Computerfachmann“ aus Kanada (?).

Ni um 23:45 Uhr weg, Trang vorher noch ein paar Suessigkeiten gekauft, davor noch 5 Packungen BASTOS (einheimische Zigaretten) für 6000 D pro Packung, Trang würde sie für 5000 D bekommen, das ist der Preis, wo nichts mehr verdient wird.

Phuong II auch ständig um uns rum, Unsympathische Schwester von Phuong I auch da, will die Uhr haben, um sie der Kleinen zu geben, abgelehnt, ihre Schwester würde angebllich morgen um 20 Uhr kommen.

Haufen älterer Amis tauchte auf, offenbar Veteranen, grosskotziges Volk, Trang direkt wieder bei ihnen, habe wieder starke Zweifel, ob sie aus dem Teufelskreis rauszukriegen ist.

Kah setzte sich zu mir, ihn quälen immer noch die 2 Mio Dong, die er für das zusätzliche Moped braucht, ihm 50 $ als Geschenk versprochen und den Rest als Leihgabe.

Er erzählte, dass Mutter von Trang sehr faul sei, sie hätte tatsächlich 2 Brüder, einer würde für 100.000 D im Monat in einem Lokal arbeiten, sie würde die Kinder häufig schlagen mit Schuhen auf den Kopf.

Ein Vietnamese würde für gefälschte Papiere „nur“ nur 2 Mio Dong zahlen, auch schon eine Wahnsinnssumme für die hiesigen Verhältnisse.

Er  versprach mir darauf zu achten, ob sie tatsächlich zur Schule geht.

Gegen 0:40 Uhr abgehauen, betrügerischer Taxifahrer, 20.000 D zeigt der Taxometer an, dem Burschen wutentbrannt die Meinung gesagt und das Geld hingeknallt, erst wieder um 1:30 Uhr im Bett.

 

Freitag  30.03.2001                                                                                                                 Saigon

 

Mässig geschlafen, um 8:45 Uhr aufgestanden, geduscht und frischgemacht.

Um 9:45 Uhr im Saigon Cafe, eine bis dato unbekannte Tussi laberte mich an, ist scheinbar gut informiert: weiss, dass ich aus Deutschland komme und morgen wieder abhaue. Sie selbst sei schwanger und will ihr Kind abgeben nach Deutschland. Trangs Mutter soll erzählt haben, dass ich sie mit nach Deutschland nehme, ihr gesagt, dass das nicht klappt. Hatte später den Verdacht, dass die mich „aushorchen“ sollte.

Ni kam 30 Minuten später, von Trang nichts zu sehen. Wieder 2 Tee reingezogen, anschliessend zur INTERNET-Bude, Lam hat mir geschrieben, was das alles für Schweine seien, die er zur Sau machen will. Ich sollte Trang nach Deutschland holen, auf gut Deutsch: adoptieren – Schwachsinn !, würde nie durchführbar sein..

Wieder mal äusserst lahme Verbindung, Ute hat auch geschrieben, schwärmte von dem Hospital in Bangkok, soll da unbedingt vorbeikommen, würden jetzt im LANDMARK-Hotel wohnen, da in der Nähe, werden am Wochenende nach Deutschland zurückfliegen.

Ni will irgendwohin, ihren Lehrer informieren, dass sie nicht kommen kann, lange Fahrt zuerst wurde unansehnliches,  recht dickes Mädchen in Schuluniform aufgeladen, dann verliess sie Taxi und kam nach ca. 10 Minuten zurück. Weiss nicht, was das Spiel soll, wieder zurück.

Trang auch gerade gekommen, sie will mal wieder „Shopping“ gehen.

Mit Taxi zum Palace Hotel, von dort aus einiges abgeklappert, zuerst in dem bekannten Supermarkt in Nähe, dann zum Markt, GARAM-Stand nicht mehr gefunden, jedenfalls kann trotz Nachfrage keiner die Zigaretten besorgen. Kurz in „Billigladen“ rein, die damit werben, dass jeder Artikel unter x-Dong, ist allerdings auch nur Mist.

Mit Taxi dann wieder zu dem Einkaufscenter ZEN PLAZA, wenn man ehrlich ist, ist das Ding doch erheblich besser als das am Palace Hotel.

Trang noch Rock und 2 Blusen gekauft, zurück zum Saigon Cafe. Neben mir sass deutsches älteres paar, Mann quatschte mich an, hatte mich direkt als Deutschen erkannt mit meinem Standardgericht: Hähnchenfuss + Fritten und Bier dazu.

2 Stunden gequatscht,, Ni natürlich wenig begeistert (langweilt sich), Typ meinte noch „Du hast unsere Hochachtung für dass, was Du hier machst“,  leider kommt Trang dadurch auch nicht zur Schule.

Das Mäuschen mal wieder durchgefüttert, bald gibt es bestimmt wieder Reis mit Fischkopf.

Albert war aufgetaucht und redete zeitlang mit, der „Aufreisser“ auch da, wird von allen laut Albert nur „Rocky“ genannt, wäre ca halbes Jahr in Vietnam, hätte vietnamesiche Freundin, sonst wäre er in den USA, ist geschieden und hat 2 Kinder, spielt in einer Rockgruppe.

Albert hatte sich mit der Französin verabredet, die sei aber krank. Die Wahrheit ist, dass sie kurz vorher da war und klar kein Interesse an ihm hat, kann die unsympathische Tussi nicht ausstehen, spricht auch kein Englisch, jedenfalls nie gehört.

Ihm noch Uhr für Phuong I gegeben, die er ihr geben will, er hätte jetzt Festanstellung für 500 $, will es erstmal versuchen..

Zwei Stangen Zigaretten gekauft: BASTOS für 60000 D bei Nha, die nur noch recht selten hier zu sehen ist und Stange DUNHILL bei der „Schuhbetrügerin“ von letztem Jahr, die alle laut Albert nur „die Pest“ nennen.

Ray natürlich auch wieder da, zieht sich Gin rein – wie Bier.

Ka 50 $ als Geschenk gegeben und 100 $ „leihweise“, er versprach der Mutter je nach Bedarf Geld davon zu geben und ein Buch anlegen, wo sie alles schriftlich quittiert.

Mutter kam dann auch noch an und gab mir Foto von Trang, was Weihnachten aufgenommen sein soll.

Trang am heulen, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass die Mutter faul sei und ich den Bullen 500 $ geben würde, damit sie für einige Jahre in den Knast wandert, das hätte ich schon mit denen besprochen.

 

 

 

Trang an Weihnachten

 

Kah machte sie richtig zur Sau, angeblich will sie als Wäscherin arbeiten..

Sie frug nach den „zugesagten“ 100 $, Ka erklärte ihr, dass sie das Geld nur scheibchenweise erhält.und nur dann, wenn Trang zur Schule geht.

Tanh (nettes Mädchen, was „Snacks“ verkauft) noch 50000 D gegeben, Trang protestierte, da die gerösteten Kürbiskerne nur 6.000 D kosten würden..

Kurz vor 2 Uhr im Bett.

 

Samstag 31.03.2001                                                                                            Saigon /Bangkok

 

Um 6 Uhr wachgeworden, gegen 8:30 Uhr dann aufgestanden, 20 Minuten später ausgescheckt, tatsächlich nur 300 $ netto bezahlen müssen, (wie zugesagt !), grössere Gruppe Franzosen gerade angekommen..

Gepäck zur Aufbewahrung abgegeben und zum Saigon Cafe. (9:15 Uhr da). Ni sass schon da, Trang tauchte auch kurz danach auf.

Zetungsverkäufer hat endlich mal Glück mit mir, er organisierte deutsche Zeitung „Die Woche“  von gestern und will 50000 D dafür. Zwar ein bisschen teuer, aber bei einem Verkaufspreis von 3,90 DM  noch vertretbar.. Schuhe für 5000 D putzen lassen, sehr gut, 2000 extra gegeben, natürlich wollte er da und dort noch was „reparieren“.

Zeitlang rumgessen, kurz mit Ray gesprochen, der über Kopfschmerzen klagte, da er gestern zuviel Gin getrunken hätte. Er hatte kurz vorher noch seinen Monatslohn abgeholt und musste 206.000 D für die Sauferei gestern abend abdrücken, hatte der Bedienung vorher erklärt, dass er nicht mehr als 200.000 D bezahlen würde.

Er soll der Tochter des Inhabers einen Schnellkurs in Börse und Aktien geben, was in 10 Minuten auch erledigt war.

Trang nervt, sie will ins INTERNET-Cafe, schliesslich dorthin. Sie spielt am PC rum, Ni macht auch irgendwas planloses, setzt sich von Pc zu Pc.

Ute hat geschrieben, würden um 21 Uhr vermutlich fliegen, ich soll versuchen, noch ins Krankenhaus zu kommen.

Gegen 12:10 Uhr nochmal zum Saigon Cafe zurück, 2 Sprite getrunken (a 4000 D).Heiterkeit erregte ein sehr dicker Ami (?) unter dessen Gewicht der Plastikstuhl zusammenbrach und er samt Tisch, Essen etc. umfiel.

Kah wie versprochen gekommen, kurz vor 13 Uhr Taxi angeheuert, mal wieder der Fahrer vom „Waterpark“, Ni und Trang auch mit, der noch 200.000 D und 20 $ für Mutter zugesteckt, Gepäck am Palace-Hotel aufgenommen, offenbar Mittagspause, kein Helfer weit und breit, selbst rausgeschleppt.

Gegen 13:30 Uhr am Flughafen, Kleine gut drauf, wenn sie losgeheult hätte, hätte ich auch weinen müssen. 20 Minuten draussen noch gequatscht, sie will noch unbedingt einen KLM-Anhänger haben, ihr einen gegeben. Ni hat extra die Schule geschwänzt, die um 12 Uhr losgehen sollte, hatte noch garnicht kapiert, dass ich im September wiederkommen will.

Bevor ich anfange zu Heulen, lieber reingegangen, Schalter sogar schon geöffnet, um 14:15 Uhr schon in Wartehalle, Duty-Free-Shop sehr schlecht bestückt, Gewitter ist auch schon wieder aufgezogen.

Gegen 16 Uhr zum Boarding, hatte erst garnicht mitbekomen, dass es schon im Gange war, keine Durchsage gehört.

Man will mich nicht durchlassen, ich bräuchte irgendeinen Stempel von „Custom“. Den ganzen Weg zurückgerannt, als Pfand muss der Pass wieder hinterlegt werden bei den Ausreiseschaltern.. Keiner weiß, was eigentlich los ist, es sei alles in Ordnung, etliche Fragen nach dem „gelben Zettel“ und Pass, mehr Probleme als vorher, mit Müh und Not wieder zurück. Typ liess mich dann durch, als ich sagte, es sei alles in Ordnung.

Weit gefehlt: Spiel geht von vorne los: Tussi kam wieder an, ich müsste zu „Custom“, darum gebeten, dass irgendjemand mitkommt, damit endlich klar ist, was Sache ist, nur noch 15 Minuten bis zum Abflug., angeblich will man auf mich warten, da verlasse ich mich lieber nicht drauf. VIETNAM-AIRLINES-Tante kam nur Stück mit, stinkenfaul, und haute dann direkt wieder ab. Kapiere langsam, was los ist, mein Koffer steht unten noch rum, neben einigen anderen. Offenbar verlangt man eine „Identifikation“, da beim Einschecken das Gepäck für 3 verschiedenen Lokationen aufgeben werden konnte. Immer wieder die Frage nach dem „gelben Zettel“. Hässliche Frau in Uuniform, Typ  „Rottweiler“ sagte mir schliesslich, ich soll den Koffer auf das Band werfen.

Wieder zurückgehetzt, schweissgebadet, diesmal glaubte man mir, dass jetzt alles in Ordnung sei, der letzte, der im Bus zum Flugzeug war, jedesmal wieder neu durch den „Securitycheck“, kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Koffer noch mitkommt, keinen Bock jetzt kurz vor Schluss auch noch Zirkus mit Gepäck zu haben.

Abflug mit 15 Min Verspätung gegen 16:45 Uhr, Flug soll 75 Min. dauern. Es wurde das gleiche Essen serviert wie beim Flug BKK – Hanoi  (Hähnchen mit Nudeln, nicht viel gegessen).

Planmässig da, Immigration diesmal etwas schneller, da nicht soviel los, wie bei den Massen, die offenbar alle Mittags landen.

Ein Wunder: als ich an Gepäckband ankam, erschien gerade mein Koffer. 33 Grad, „Zollkontrolle“ besteht wie üblich darin, den  Zettel abzugeben mit Haken an „Nothing to Declare“.

Zum Terminal 2, Zigaretten geraucht und zum Taxistand, absolut nichts los, zum HOLIDAY INN, mit Fahrer noch rumdiskutiert, 300 B sind ihm zu wenig, er hätte 70 B Autobahngebühr zahlen müssen, deswegen 315 B,. Türsteher schlichtete, habe es leider nicht genau gesehen, 350 B gegeben..

Gutschein vorgelegt, sehr nette Frau an Rezeption, musste dann noch umständlich umbuchen, da Nichtraucherraum gebucht worden war.

Zimmer im 26. Stock (2641), 30 Minuten frischgemacht, dann zu „Silom City“ („Tränke“). Wieder etliche ältere Herrschaften gesehen (60 – 70 Jahre), mit junger Thailänderin. Zwei Armbänder für Uhr gekauft auf Hinweg a 100 B. 4 oder 5 Bier getrunken, 416 B los, da kann eigentlich was nicht stimmen, aber zu müde und kaputt, um überhaupt noch was mitzubekommen.

In Supermarkt noch 3 SINHGA  und eine Flasche Wasser gekauft (96 B), geduscht und um 23 Uhr todmüde ins Bett.

 

 

Sonntag 01.04.2001 – Montag 02.04.2001                            Bangkok/Amsterdam/Maastricht

 

Einigermassen geschlafen, gegen 9 Uhr aufgestanden und zum Frühstück: das übliche gemischte Volk: Inder, Araber, Westler etc.

Zwei Brötchen gegessen, Frühstück  wird bis 11 Uhr serviert, wie immer ziemlich viel los. Ca 1. Stunde geblieben, Zimmer war danach immer noch nicht gemacht worden. Nochmal kurz hingelegt, zu nichts Lust mehr, um 12:30 Uhr wieder nach unten, 200 DM getauscht (=3600 Baht), sehr schlechter Kurs (1 B = 0,056 DM), war mir aber nicht sicher, ob die anderen Wechselbuden aufhaben (war aber zumindest an der „Tränke“ der Fall).

Zu Lederladen wegen Tasche für Marion, ähnliches Ding wie das gewünschte sollte 450 B kosten, viel zu teuer.

Dann frug mich Verkäuferin, ob das für „Crew“ sei, selbstverständlich bejaht, Preis darauf nur  noch 2200 B, neues Portemonaie für 400 B dann auch noch erstanden.

Hinweis: in dem Laden gibt es Rabatt, wenn man glaubhaft machen kann, das man bei der LUFTHANSA zum Flugpersonal gehört. Es wird aber kein Ausweis und nichts verlangt.

Ihn „Tränke“ anschliessend rumgesessen, unglaublich schwül heute wieder, 4 Bier getrunken, diesmal wurde korrekt abgerechnet (4* 60 B + 21 B Tax).

Zurück zum Hotel, Zimmer mittlerweise gemacht worden, in Ruhe zusammengepackt und rumgedöst, um 19:35 Uhr dann ausgescheckt, nette Frau von gestern kümmerte sich wieder um mich.

Gewitter war kurz vorher noch  niedergegangen mit starkem Regen.

Dauerte ziemlich lange, bis ein Taxi gefunden wurde, Bursche war gerade mit einem Gast angekommen und verlangt 400 B, dem Kofferträger gesagt, dass dies eigentlich zuviel sei, was der Fahrer direkt verstand, aber da dies mein letzter Tag sei, würde ich das bezahlen.

Fahrer laberte mir die Ohren voll: wieviele Frauen ich hätte, wieviele  Kinder etc.

Kurz nach 20 Uhr da, KLM-Schalter sogar schon auf, gottlob keine Probleme mit Bestätigung , Frau hinter Schalter frug mich nach „Karl“, ihr von dem Unfall erzählt. Täte ihr sehr leid, verbreitete diese Neuigkeit direkt an ihre Kollegin. Flug sei auf  Karte schon verbucht, nach Sitz an Gang gefragt, diesmal 22 H, dazu gab es den üblichen Gutschein für Louis Taverne, ging wie üblich alles sehr schnell. Noch nach Parfüm geguckt, soll 120 DM (!!!) kosten im „Duty Free“ – unverschämt.

Zwei SINGHA getrunken und FAZ gelesen, um 22:30 Uhr soll Boarding sein, um 22:45 Uhr tat sich dann endlich was, aus unerfindlichen Gründen musste mit Bussen zum Flieger, da an den „Rüssel“ offenbar nicht angedockt werden konnte.

Sitz 22H ist in „Vielfliegerklasse“, die bei 21 anfängt (Sitze an Notausstieg, mit sehr viel Beinfreiheit), ansonsten kann man die Plätze vergessen, direkt an einzelner Toilette, keine Abtrennung durch Vorhang oder ähnliches. Scheisshaus permanent besetzt, jede Toilettenspülung hört man sehr laut.

Platz neben mir blieb leer, einige Leute reklamierten „bessere“ Plätze („machine is full“) und einem Burschen wurde der Sitz neben mir angeboten, worauf der aber glücklicherweise verzichtete.

Die üblichen 30 Minuten Verspätung, statt 23:10 Uhr Abflug erst um 23:45 Uhr, ziemlich hungrig, war froh, als es die Tüte Nüsse gab. Flugzeit soll 11, 5 Stunden betragen (!).

Als Hauptessen konnte man noch nicht mal wählen, stattdessen nur das übliche „Chicken mit Reis“, 2 Heineken dazu.

Versucht zu Schlafen, fast aussichtslos ohne Tabletten, Thrombosespritze diesmal vergessen, werde ich wohl überleben. Kopfhörer aufgesetzt, damit ich nicht laufend den Krach von der Toilette hören muss. Es wird eine andere Route geflogen, diesmal nicht über Russland und Ostsee, vermutlich deshalb so lange.

Beim Frühstück nur „Rohkost“ gegessen, erst garnicht reingeguckt, was da an Warmem serviert wurde, nachts irgendwann mal ein Eis gegessen, war auch nicht besonders.

Landung soll eigentlich um 6:15 Uhr in Amsterdam sein, angeblich zuviel Betrieb, es müsse eine Warteschleife geflogen werden.

Um 6:45 Uhr endlich raus aus dem Ding, schnell zur Toilette, um 7 Uhr soll schon Boarding fuer Flug nach Maastricht sein. Keine Zeit mehr in Lounge zu gehen, kurz hingesetzt bei CASINO und geraucht, unglaublich, wie viele dort saßen und rauchten, ohne was zu bestellen.

Riesenschlange an Passkontrolle, sehe schon schwarz den Flug zu bekommen, hatten gottlob einen „EU-Schalter“, an dem gnadenlos alle Leute zurückgewiesen wurden, die nicht aus den entsprechenden Ländern kamen, so dass es dann doch noch schneller ging als erwartet.

Sehr langer Weg zum Terminal (B3),  noch nichts los, um 7:10 Uhr tauchte dann KLM-Tussi auf, wenig später wurde Schalter dann aufgemacht. Um 7:45 Uhr dann Abflug, nur ca. 10 Leute an Bord, ahne nichts Gutes, da ich meinen Koffer beim Verladen der Gepäckstücke nicht gesehen hatte.

Gleiche KLM-Frau dort wie beim Hinflug, die aber nichts tat und alles einer offenbar „Neuen“ überliess. Dose Orangensaft und ein mieses Schokladenkeks.

Flug zur knapp 35 Minuten, auch hier 10 Minuten Verspätung beim Start. Wie erwartet Koffer nicht da, Zöllner interessiert nur, ob man aus London kommt wegen der MKS-Seuche.

4 andere Leute ebenfalls ohne Gepäck, u.a. einer  aus Singapur, mit dem ich noch kurz sprach. Die meisten gaben eine Verlustmeldung auf, ich frug, wann die nächste Maschine aus Amsterdam kommen würde („in 2 Stunden“), man könne aber nicht garantieren, dass das Gepäck dann dabei sei.

Egal, lieber noch 2 Stunden warten, ehe ich die umständliche Prozedur mitmachen muss: Formular ausfüllen, Beschreibung des Koffers, man wird dann erst angerufen etc.

Wetter auch gut, fast wolkenlos und recht warm.Zeit satt, erstmal geguckt, wo Utes Wagen steht. Ich habe es geahnt: die Kiste springt zum Verrecken nicht an, Batterie macht keinen Mucks.

Zurück zum Terminal, gottlob akzeptiert das Telefon Telefonkarten, Mutter angerufen, soll vater schicken und Karl informieren, der dann auch schnell auftauchte. Alle Versuche ADAC  über Handy zu erreichen zwecklos.

Um 11 Uhr landete tasächlich 2. Maschine aus Amsterdam, recht freundlicher Zöllner liess mich rein zur Gepäckausgabe. Hatte schon jegliche Hoffnung aufgegeben, als mit der 2. Fuhre Koffer dann doch noch ankam, dazu auch noch die anderen vermissten Dinger.

Mit holländischem oder belgischem Burschen gesprochen, der erzählte, dass er in den letzten 5 Wochen neunmal (!) vergeblich auf sein Gepäck gewartet hätte, hauptsächlich in Brüssel.

Kurz vor 12 Uhr dann zu Hause.

 

Wie ging es weiter  ? (Stand 17.08.2001)

 

Lam hatte nochmal Mrs Trinh angeschrieben (von der ich nie mehr persönlich was gehört habe), demnach ist die Mutter tatsächlich mit dem Kind und der inzwischen ausgestellten Geburtsurkunde (ein mittleres Wunder)  bei ihr aufgetaucht. Alles wäre ok, sie hätte ihr einen Aufnahmeantrag gegeben, der nur bis Anfang Juli unterschrieben zurückgegeben werden bräuchte.

 

Ein paar Wochen später war Ute wieder in Saigon, ich hatte ihr 100 $ für Trang mitgegeben, die sie ihr auch dann neben einigen Fotos gegeben hat.

Keine guten Nachrichten: sie verkauft wieder  Kaugummi, Fahrrad ist inzwischen auch schon verhökert  worden. Laut Trang sollen die Schulden noch 300 $ betragen, laut „Mafia“ 800 $, angeblich würde man auch was Schriftliches geben (das alles abgegolten ist), wenn diese Schulden beglichen würden.

Mutter arbeitet immer noch nicht.

Von Kah immer noch nichts gehört, er behauptet die 100 $ der Mutter gegeben zu haben, Trang dagegen sagt, dass er nur 100.000 D rausgerückt hätte, was durchaus realistisch erscheint (2. Moped !).

 

Ni hat Trang einmal getroffen, angeblich wäre sie zur Schule gewesen, andere Leute erzählen das Gegenteil.

 

Lam ab 26.07. in Saigon, er fand die Mutter in der Strasse, angeblich hätte ich viel geholfen, aber die Schulden wären immer noch sehr hoch. Trang muss inzwischen Bücher verkaufen und darf sich nicht mehr in Nähe des Saigon Cafe aufhalten, da man dort einen „Spion“ vermutet, der mich mit Informationen versorgt. Sie würde aber in derselben Strasse etwas weiter unten stehen und man erwartet, dass ich weiter zahle, da man verhindern will, dass mir jemand schreibt, dass sie weiter auf der Strasse steht..

Angeblich wäre sie auf der Schule nicht aufgenommen worden, würde jetzt aber „privaten“ Englischunterricht bekommen (alles nur Schwachsinn), Mutter arbeitet immer noch nicht.

Geplant war eine Entführung des Kindes, Auststattung mit falschen Papieren und  eventuelle „Übergabe“ an den Bruder von Lam, doch Lam hat Angst vor der Mafia, „sie werden uns finden und wir werden grosse Probleme bekommen“.

Das sieht mehr als schlecht aus.

Kah hat sich bis heute nicht gemeldet, Albert auch nicht, auch nicht die Verkäuferin aus dem Kaufhaus und die junge Frau, dessen Baby ich adoptieren sollte.

Am 17.08. meldete sich nach 3 Wochen Pause Ni nochmal per Email, hätte Abschlussprüfung und wäre im Stress, könne derzeit nur am Wochenende, soll ihr mehr oder weniger versprechen, am Wochenende 1.09/02.09 Zeit für sie einzuplanen.

Lam rief an, er würde schon morgen (auf Nimmerwiedersehen) in die USA fliegen, werden per Email Kontakt halten und uns eventuell mal in Vietnam treffen.

Er hat Trang nicht mehr gesprochen (ist auch besser so), , hätte der Mutter gesagt, dass ich sauer sein werde. Beschrieb mir nochmal, wo ich sie finden kann. Dürfte kein Problem sein, ich werde für ein paar Dong ein Kind anheuern, dass sie zu mir bringt. Ab 21 Uhr sei sie immer da, oh Gott, was freue ich mich auf die Maus beim nächsten Mal. Noch gebe ich nicht auf..