CHINA / VIETNAM  1997

 

Mittwoch/Donnerstag  24.-25.09.1997:       Düsseldorf/Amsterdam/Peking

 

Schlecht geschlafen, gegen 8 Uhr aufgestanden. Vater gegen 9:40 Uhr da, 10 Minuten später bei Ute,  Eine Stunde später in Düsseldorf. Das richtige Gebäude C mehr oder weniger zufällig direkt gefunden. Schon für Maschine um 12 Uhr nach Amsterdam eingescheckt, (Utes Koffer 25,5 kg (!), meiner 17,5 kg), da die spätere angeblich höchstwahrscheinlich Verspätung hätte.

Um 12:02 Uhr Abflug, Turboprop, die nicht ganz voll war. Als Verpflegung gab es ein kleines Brötchen, ein Schwarzbrot und Joghurt, einen Tee dazu genommen.

40 Minuten später in  Amsterdam. Typ am Schalter in Düsseldorf hatte erzählt, daß es nur noch Nichtraucherplätze geben würde, Ute zum KLM-Schalter, schon 30 Minuten weg, um vielleicht doch noch Raucherplätze zu ergattern. Sie kam dann mit der Erfolgsmeldung zurück, daß wir Raucherplätze hätten, welche Plätze genau unklar.

 

 

Maschine steht schon parat

 

 

Noch schnell eine kleine "Stärkung" vorher

 

4,5 Dosen Bier getrunken, war vorher 9 Wochen absolut "trocken", habe schon leicht einen ihm Kahn, muß dringend auf Toilette, im Frauenklo gelandet, Tür ließ sich nicht mehr öffnen, kam nicht mehr raus. Sehe den Abflug schon ohne mich stattfinden. Durch Trommelei an Tür kam irgendeine Tussi vom Flughafenpersonal an, die mich befreite und mich darauf hinwies, daß ich im verkehrten Klo gelandet wäre, das habe ich schon selbst gemerkt !.

Maschine total voll, gottlob Platz am Gang,  um 16:20 Uhr Abflug, das übliche: heiße Lappen, Erdnüsse, Bier. Zum Essen Hähnchen mit Reis oder Pasta, ersteres genommen, war recht gut.

Kriege mal wieder kein Auge zu, obwohl todmüde. Bin wie gerädert, Frühstück reingezwängt, obwohl kein Hunger vorhanden.

Flug pünktlich in Peking, keinerlei Kontrollen, dauerte ewig, bis Koffer endlich da waren. Bank hat zu, im 1. Stock soll es noch eine weitere geben. Ute dorthin, während ich den „Wachhund“ für das Gepäck spielte, dauerte auch sehr lange. Um 8:40 Uhr Ortszeit endlich mit Taxi los, Ute hatte noch Prospekt von Hotel, das dem Taxifahrer vorgezeigt wurde, da der kein Wort Englisch sprach. Er mußte unterwegs nochmal fragen und ein Stück zurückfahren.

Nach 40 Minuten am Beijing Overseas Hotel, dichter Verkehr, viele Bäume, aber alles eher häßlich.

 

 

Unser Hotel etwas ausserhalb des Zentrums  - Beijing Overseas

 

Glücklicherweise noch Zimmer frei, Ute gab Fahrer 100 Yuan, Taxometer zeigte 82Y.

Zimmer klein, nichts besonderes, zum Preis für 330 Y (ca. 60 DM + Tax), Umrechnungskurs: 1 Yuan = 21,6 Pfennig. Wetter wolkenlos und sonnig, ca. 15 Grad.

Direkt wieder runter und in eines von zwei  vorhandenen „Reisebüros“ in der Lobby, Zugreservierung Peking =è Nanjing am Samstag klargemacht, ich buchte dann noch für 300 Y Besichtigungstour zur Chinesischen Mauer morgen früh, man will mich um 9 Uhr morgens wecken.

2 Schachteln Marlboro A’ 14 Y gekauft, vorher noch 500 DM gewechselt.

Taxi für 25 Y genommen zu China Airlines, bis jetzt noch keinen Taxifahrer getroffen, der Englisch spricht. Gegen 11:30 Uhr da, scheinbar Pause, nur eine Frau am Schalter. Chinesen versuchen sich immer wieder vorzudrängeln, erfolgreich abgewehrt.

Obwohl auch hier keiner Englisch zu sprechen scheint, klappte die Buchung des Fluges Shanghai =è Kunming dann doch recht problemlos (1250 Yuan).

Zu Fuß zur Verbotenen Stadt da nicht allzuweit weg. Wärmer geworden, knapp über 20 Grad.

55 Y Eintritt und 30 Y für Walkman mit deutschsprachiger „Führungskassette“, als Pfand mußte Ute ihren Paß hinterlassen, alternativ 100Y.

 

 

Eingang zur verbotenen Stadt

 

Ziemlich voll, aber nicht so schlimm wie erwartet, ziemlich beeindruckend, riesige Anlage. Mein Walkman versagt zwar desöfteren, aber ansonsten eine ganz gute Hilfe.

 

 

Die ganze Anlage ist doch verdammt gross

 

Nach Verlassen Zirkus mit Taxifahrern, die sich standhaft weigern den Taxometer anzuschalten und geschlossen 40 - 45Y fordern. Ein Stück Straße lang gegangen und dann für die Hälfte zum Himmelstempel, 30 Y Eintritt, waren an falschem Eingang gelandet, sonst hätten wir wieder Walkman nehmen können.

 

 

Eingang zum Himmelstempel - von mehreren Seiten möglich

 

Auch sehr schön gelegen in riesigem Park. Inzwischen ziemlich bewölkt und starker Wind, kühl geworden..

 

 

Fast oben angekommen - wirklich schön

 

Ca. 30-40 Minuten dort rumgelaufen, dann mit Taxi (wieder 20 Y) zu McDonalds. 2 Hamburger (a 4,5 Y) und eine Cola (4Y) verzehrt, Typen hinter dem Tresen übersehen einen gerne, wahrscheinlich wegen Sprachproblemen.

Bettler 5 Y gegeben, in Bazaar versuchte Bursche dann den „Schuhputztrick“,in dem er mehr oder weniger heimlich irgendeine Paste auf  einen meiner Schuhe schmierte.

Zu Fuß von dort noch einige Geschäfte aufgesucht, in Supermarkt (sehr teuer) kaufte Ute noch für „Frühstück“ ein und ein paar Klamotten im „Seidenbazaar“. Unterwegs dorthin von einigen Typen angesprochen worden: „CD-ROM ?“. Beim ersten Mal noch 75Y pro Stück bezahlt, dann 50Y. Sind auf echt aktuellem Stand: Office97, Spiele, Grafikprogramme, etc.. Man wird meist hinter einen Schuppen geführt oder an eine belebte Bushaltestelle.Einige stehen dann Schmiere. Selbst erlebt, wie auf einmal alle abhauten als sich eine verdächtige Person näherte, waren aber schnell wieder da.

Badelatschen für 50Y noch erstanden, angeblich laut Aufdruck PUMA, ist mit Sicherheit ein Plagiat, denn die Qualität ist katastrophal.

Ute kaufte in Bazaar etliche Seidenhemden, Verkäuferin erkannte sie wieder, ich nur eins für 100 Y. (färbt wie Sau, wie sich später rausstellte)

Vorher noch bei Kim & Elaine gewesen, wohnen im 15. Stock in eine Art „Plattenbau“, waren aber leider nicht da. (britische Staatsbürger, er beim Geheimdienst beschäftigt, Monatsmiete 30.000 DM !!!) (genaueres über die beiden im Reisebericht von 1996)

Laut Ute soll sie ihre Wünsche äußern, daß bei einem Umzug von ihnen sie in einem riesigen Schiffscontainer einige Sachen mitnehmen kann.

Inzwischen leicher Regen, recht lange gebraucht, bis wir Taxi zum Hotel aufgetrieben hatten. Für Fußgänger gibt es hier so gut wie  nichts, kaum Ampeln oder Unterführungen.

In Hotelbar gegangen, einige Gäste hängen dort rum, je ein Bier a 19,8 Y getrunken.

Auf Bude, geduscht, Strom funktioniert im Bad nicht, Augen brennen mir vor Müdigkeit.

An Straßenstand gegenüber von Hotel 4 Packungen 555 gekauft a 14 Y, obwohl Ute meinte, daß der Preis für eine Packung 10 Y sei, keine Lust groß rumzustreiten, Tickets von Zugfahrt noch nicht da.

Um 20:30 Uhr zu Fuß zum russischen BAIKAL-Restaurant. Musikgruppe spielte dort, 2 Typen und eine hüsche Frau mit guter Stimme. Vom Ambiente nichts besonderes, halbwegs voll, 2 Carlsberg vom Faß getrunken, als Vorspeise Kaviar für 88Y, ich als Hauptspeise irgendwelche Hähnchenteile, Ute Filet, war recht gut, insgesamt 411 Y  los.

Deutsche Gruppe dort, nerven durch grosskotziges Gehabe.

Um 22:40 Uhr abgehauen, Regen und kühl.

Ute will morgen Briefmarken und  Postkarten besorgen und eine Seidenjacke für mich während ich auf Besichtigungstour bin, sollen uns eventuell abends im Schillers No. 1 treffen.

Kurz nach 23 Uhr im Bett.

 

Freitag 26.09.1997:                                  Peking

 

Schnell eingeschlafen, um 6:10 Uhr wachgeworden, um 7:45 Uhr schließlich aufgestanden als Putzfrau klopfte.

Tasse Tee getrunken und eine Printe gegessen, um 8:50 Uhr kam wie zugesagt Anruf, daß es losgeht.

Recht kleiner Bus steht bereit, schon 6 Chinesen drin. Im Endeffekt ca. 12 Leute, davon noch 1 Europäer und 2 Frauen aus Malaysia (Mutter und Tochter), setzte mich noch woanders hin, da Familie zusammensitzen wollte, äußerst eng.

Um 9:15 Uhr ging es los, nach ca. 1 Stunde Fahrt bei den Ming Tombs, nichts Besonderes, bunkerähnliche Anlage.

 

 

Zu den Ming Tombs

 

Wetter gering bewölkt, ca. 18 Grad, weiter zu einer Werbeveranstaltung, wo aber keiner was kaufte, anschließend Essen mit Drehtisch und Stäbchen. Einzige „Langnase“ an Tisch, wurde aber gut umsorgt.

Zur Mauer nach Badaling, ziemlich viel Volk dort, Treppen äußerst steil, bin schon schweißgebadet, alter Japaner ging hinter mir, der sich schon lustig machte, als ich mangels Kondition eine Pause einlegte. Dennoch als einziger von dem Haufen bis zum Ende des restaurierten Teiles gegangen.

 

 

Ganz schön steil und anstrengend die verdammten Stufen

 

 

 

So sieht der nicht restaurierte Teil aus

 

Um 15:30 Uhr soll wieder Treffpunkt am Bus sein oder war es doch 14:30 Uhr ?, keinen aus Bus mehr gesehen, leichte Panik kommt schon auf, denke schon an Notplan: in irgendeinem anderen Bus mitfahren oder nach Taxi fragen, obwohl hier nur Busse stehen.

Starker Durst kommt auf, Büchse Sprite geholt, 12, 5 Yuan (!) ,13 gegeben, nichts mehr zurückbekommen).

Glück gehabt: Bus gefunden,  dort in Nähe auf Mauer gesetzt, Tussi aus Malaysia setzte sich zu mir, recht hübsch, sie würde seit ihrem 3. Lebensjahr in Miami wohnen und dort beim Fernsehen arbeiten . Sie wäre  von dort aus mit ihrer Mutter, die noch in Malaysia wohnen würde, gekommen.

Die Mutter kam dann auch, (hatte einigen Nippes gekauft)  und machte noch ein Foto von ihrer Tochter und mir bevor es um 15:45 Uhr weiterging zu seinem sogenannten „Friendship Store

Von den Preisen immerhin ca. 50 % billiger als der erste Laden, wird von einem Touristenbus nach dem anderen angesteuert. 40 Minuten Aufenthalt, meist draußen aufgehalten und geraucht.

Abfahrt erst um 18:15 Uhr, viele hatten sich Vasen andrehen lassen, auch die aus Malaysia.

Kurz nach 19 Uhr am Hotel, vorher waren an U-Bahn Station schon einige ausgestiegen.

100 DM gewechselt, mehr wäre nicht da meinte die unfreundliche Bedienung.

Ute hatte Zugtickets. allerdings erst für Sonntag ( 269 Y + 60Y Kommision), auch Seidenjacke für 100Y, Postkarten und Briefmarken. Hatte bei McDonalds gegessen und sich haufenweise Seidenklamotten gekauft.

Noch schnell geduscht und rasiert, immer noch kein Licht in Badezimmer.

Mit Taxi, was glücklicherweise gerade zufällig vorbeikam zu Schillers No. 1, rustikal eingerichtet: Holztische  und einfache Stühle. Rouladen bestellt (55Y) ganz lecker, , Ute Schnitzel, dazu 2 Weizenbier aus chinesischer Produktion (recht gut a 30 Y). Danach zu Fuß zu einem „Geheimtip“ von Ute Poacher Inn, 80 Y Eintritt, waren die einzigen Gäste, „Dinner“ soll im Preis enthalten sein und ein Getränk. Von Liveband nichts zu sehen, auf Utes Intervention schließlich Geld zurückbekommen, nachdem Bursche scheinbar mit seinem Chef telefoniert hatte, lediglich 20 Y für je ein Bier und ein paar Fritten bezahlt. Typ meinte, daß es scheinbar noch nicht bekannt sei, daß der Laden wiedereröffnet hätte.

Taxi angeheuert für kurze Strecke zum Hard Rock Cafe (11,8 Y, Fahrer wollte erst 20 Y haben).

100Y Eintritt, inkl. einem großen Bier, Laden ziemlich voll, auch einige junge Chinesinnen dort, teilweise mit westlichen Geschäftsleuten am flirten, vermutlich Nutten, mit teilweise blondgefärbten Haaren.

Ein weiteres Bier (40Y)  getrunken, besoffener junger Finne namens Gilmar, der auch schon im Schillers rumgehangen hatte, setzte sich zu uns und laberte dummes Zeug, kaum was verstanden.

Um 1:40 Uhr abgehauen, Packung 555 für 12 Y vor Laden noch gekauft, haufenweise Taxis dort, die meisten wollen 20 Y, einen Ehrlichen gefunden, der für 12,5 Y fuhr, 15 gegeben.

Gegen 2:30 Uhr im Bett.

Überlege, ob ich zum Sommerpalast soll.

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Samstag 27.09.1997:                                  Peking

 

Um 8:10 Uhr wachgeworden, völlig fertig, Kopfschmerzen und total trockener Mund, starker Durchfall, an Aufstehen nicht zu denken, wieder hingelegt. Typ von Housekeeping störte mal wieder, weitergedöst, nicht mehr richtig eingeschlafen.

Erst um 13 Uhr runtergegangen, Ute auch fertig, mit älterem Traveller gesprochen („Rusty“), der aus Kunming gekommen war, wo es regnen würde und es nur 10 Grad sein soll..

Ihn in Taxi mitgenommen zum Himmelstempel , er will heute abend auch zum Essen mitkommen. Zu einem Markt in der Nähe des Tempels gegangen (Tien Kong oder Tien Hong Market). Nicht allzuviel los dort. Ein paar Pandasticker gekauft (5 Stück für 60 Y), zu teuer, sind aber ganz nett, dann noch 2 große Gemälde für 80 Y bzw. 100Y, forderten natürlich erst mehr, bis zu 150 Y, dazu noch ein paar „Handkugeln“ für 10 Y.

Mit Taxi weiter zum Pizza Hut, in der Regel ca. 20 Y pro Taxifahrt zu zahlen. Etwas gegessen und Riesenpott Pepsi dazu.

Superwetter, wolkenlos und ca. 23-25 Grad, in Friendship Store direkt nebenan reingegangen, 400 DM gewechselt, Gürtel für 31 Y gekauft, vor Laden noch einige CDs, Bursche verlangt ohne Umschweife direkt 50Y.

Nochmal durch Seidenbazar gelatscht, wo Ute erneut  etliche Klamotten kaufte. Zu Fuß zur Wohnung von Kim und Elaine . In Cafe in der Nähe ein Nanjing Bier geholt, draußen hingesetzt und Karte für die beiden geschrieben, in den Wohnblock gegangen, in 15 Stock hoch und Karte unter Tür durchgeschoben.

Taxifahrer wieder Karte von unserem Hotel gezeigt (ohne das Ding wäre man verloren) und um 18:20 Uhr zurück.

Festbeleuchtung in Zimmer, auch Strom in Bad funktioniert wieder einwandfrei. Geduscht, neue Klamotten angezogen, Seidenkram paßt sehr gut. Kriege Probleme die Gemälde in Koffer zu verstauen, passen nur quer rein ohne die Schutzhülle.

Den Ami um 19:10 Uhr angerufen, soll in 5 Minuten in Lobby sein,

Zu einem chinesischen Restaurant recht weit außerhalb gefahren, wo Ute mit Kim und Elaine gewesen war. In Garten gesetzt und verschiedene Schalen bestellt, dazu 2 Bier, allgemeines Bla Bla, Typ ganz umgänglich, zusammen nur 225 Y  los.

Gegen 21:30 Uhr wieder im Hotel, Rusty wollte ins Bett, mit Ute zu Fuß noch in eine „Russenbude“, kleines Restaurant, ähnelt eher einer Küche, aber sehr billig, 3 Bier getrunken a 8 Y, gegen 0 Uhr zurückgegangen. Koffer gepackt, lange gebraucht das Ding zuzubekommen, muß schon 2 Hemden und eine Jeans zurücklassen.

Um 0:20 Uhr zurück, den ganzen Tag schon starke Schmerzen in linker Schulter.

 

Sonntag   28.09.1997:                                Peking/Nanjing

 

Um 7:50 Uhr aufgestanden, vorher schon um 6:10 Uhr wachgeworden, Wetter so gut wie gestern, erneut ziemlich warm.

Zuerst restlichen Kram zusammengepackt, dann Hotel verlassen, mußte zur Hauptstrasse laufen um Taxi zu finden. Der erste verstand mich nicht, beim zweiten aber Glück. zum Summer Palace, recht lange Fahrt für 45 Y, um 9:10 Uhr da, 8 Y Eintritt, für irgendeine Halle weitere 5 Y. Planlos dort rumgelaufen, riesige Anlage, in der man den ganzen Tag verbringen könnte, auch hier Rauchverbot.

 

 

Den höchsten Punkt dort erreicht

 

Das berühmte „Steinschiff“ zum Verrecken nicht gefunden, zu höchstem Punkt gelaufen, viele Touristen dort. Es wird schon fast unerträglich voll, um 10:25 Uhr abgehauen, direkt Taxi gefunden, kurz vor 11 Uhr wieder im Hotel, diesmal 50 Y los, war auch viel Verkehr mit Staus.

 

 

Auch hier zahlreiche Tempel

 

 

Endlich dort wieder am Ausgang

 

Tasse Tee getrunken und eingetragen, gegen 11:20 Uhr runtergegangen und bezahlt, dann zu Fuß zu dem in der Nähe gelegenen Lama-Tempel, ca. 10 Minuten Lauferei, Eintritt 10 Y, nicht ganz so voll hier, Anlage recht schön.

Zurück und zu kleinem Restaurant in der Nähe von Hotel, gut und billig (Hähnchen, Pilze, Reis, Schweinefleisch), ein Bier dazu für 38 Y zusammen. Zu Fuß weiter, Ute zeigte mir die Akupunkturklinik, wo sie einige Wochen tätig war.

Gegen 15:45 Uhr Koffer geholt, kein Taxi da, bzw. Typ in Innenhof zu faul zum fahren. Der Bellboy versuchte noch ergebnislos auf der Strasse nach einem Taxi zu gucken, der Faule bequemte sich dann doch uns in seinem großen VW zum Bahnhof zu fahren. Fahrt kürzer als erwartet, ca. 20 Minuten für 19 Y, 20Y gegeben.

Dem Bellboy schon vorher 10 Y, er hatte mich um 12 Uhr wegen den Klamotten angerufen, obwohl ich Zettel geschrieben hatte, daß ich die Dinger nicht mehr brauche, hatte auch 20 Y für die Putzfrau hingelegt, die er sich wahrscheinlich eingesackt hat.

 

 

 

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Peking, die Nerven liegen blank, was woird jetzt kommen ?

 

Ute in Panik und äußerst gereizt, große Eingangshalle, wo Rolltreppe hochging, aber keine runterführte. Ich versuchte ältere Frau in militärischem Outfit  an „Informationsschalter“ zu fragen wo das Gleis ist. Wurde barsch abgewiesen.

Ute will die Sache selbst in die Hand nehmen, mit dem gleichen Ergebnis. Einige Soldaten die Tickets gezeigt, da auch hier keiner Englisch spricht, zeigten mit Handzeichen eine Zahl an, in Lonely Planet nachgesehen: entspricht der Zahl 6. Man kann sich ohnehin nicht verlaufen, da große Leuchten an jedem Gleis, wo man runtergehen muß, wenn dann die Aufseherin dort endlich die Kette aufmacht.

Zug riesig lang, ich sollte den Waggon suchen, war recht schnell gefunden, auch dort muffelige Aufpasserin, kein einziger Westler zu sehen.

 

 

Endlich den richtigen Waggon gefunden und der hat meine "Glückszahl 7"

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Pro Abteil 4 Pritschen, ich ein Abteil weiter als Ute, wo schon ein Chinese drin war, war dann schnell belegt, keiner spricht Englisch, Burschen wirken aber nicht „unheimlich“.

Versucht den Typen  klarzumachen, daß die Route nach Nanjing =è Suzhou =è Kunming geht, wenigstens das scheinen sie verstanden zu haben. Einen gefragt, ob er bereit sei mit Ute zu tauschen, versteht kein Wort.

Fahrkarten wurden eingetauscht gegen roten Plastikchip , Abfahrt pünktlich um 17:20 Uhr.

Ca. 30 Minuten später in Speisewagen gegangen, der schnell voll wurde, 3 Dosen Bier a 6 Y  getrunken, dann gab es nichts mehr (ab 20 Uhr). Etwas gegessen, Suppe, Hähnchen, Reis mit Ei für 25 Y, ganz ordentlich. Einige Amerikaner (?) auch da.

 

 

Im Speisewagen

 

Gegen 20:45 Uhr zurück ins Abteil, alle schon am pennen, volle Beleuchtung an, wahrscheinlich extra für mich, ein Typ am Schnarchen wie verrückt, zwischendurch noch Pinkeln müssen, Toilette ewig besetzt, gottlob noch freie andere gefunden „Indian Style“, auch mit starkem Uringestank.

Schnarcherei ging weiter, nur wenig geschlafen, starke Schulterschmerzen von Windzug. Um 7:30 Uhr aufgestanden, schon alle wach, Zähne geputzt, auf Flur eine geraucht, wo alle Raucher versammelt waren, da im Abteil offiziell verboten. Einer in meinem Abteil hatte unter  Liege einige Kippen gefunden, was er mit lautem Fluchen kommentierte.

Ute auch schon auf, hatte auch Schnarcher im Abteil, nochmal kurz hingelegt, Zug um 11:50 Uhr in Nanjing..

Wetter sehr gut: wolkenlos und sonnig, ca. 25 Grad, Fahrkarte mußte abgegeben werden, hatte man im Zug gegen den Plastikchip wieder zurückbekommen.

Typ sprach uns an wegen Hotel, entpuppte sich als Hotelschlepper, karrte uns trotz gegenteiligen Wunsches zu anderem Hotel, einige andere Burschen, die mit ihm zusammenhingen, versuchten uns den preislichen Unterschied schmackhaft zu machen.

Nach Protest fuhr er uns doch zum XUAN WU, 10,4 Y auf  Taxometer, 12 gegeben. Großer moderner  Kasten, teurer als erwartet: 660 Y + 15 % Tax, hatten uns erst noch teuere angeboten.

Bude sieht recht gut aus, kurz frischgemacht, Wertsachen abgeben und zum „Travel Desk“, recht unfeundlicher Kerl dort, bieten nur Flüge an. Mit Taxi zum CITS, sind hier scheinbar billiger als in Peking, Schlafmützen im wahrsten Sinne des Wortes dort, Bursche der zuständig für Zugtickets war, mußte  wohl erst geweckt werden und kam total verspennt an.

Angeblich gäbe es Zugtickets nur bis Schanghai, Ute zeigte im LP, daß Züge auch in Suzhou halten würden.

Er bot schließlich an, unsere Wünsche auf Zettel in Chinesisch zu schreiben, mit dem wir dann zum Bahnhof zu Schalter 9 gehen müßten.

Taxi dorthin, der übliche wahnsinnige Verkehr, Kerl fuhr erheblich länger als  der  bei der Ankunft. In Bahnhof selbst kommt man garnicht rein ohne Ticket, Ute fand dann Fahrkartenschalter in Gebäude nebenan, Schalter 9 gibt es tatsächlich,  „kühler“ Tussi dort den Zettel gegeben, klappte, 30 Y pro Fahrkarte, welche Klasse bleibt unklar, Typ hatte auf Zettel geschrieben : „Softseater, wenn nicht erhältlich Hardseater“.

Zu einer  Anlage gefahren, wo früher ein Kaiserpalast gewesen sein soll, nur 1 Y Eintritt, absolut nichts zu sehen, eine ebene Fläche mit ein paar Gebäuderesten (von den Japanern 1937 restlos zerbombt). - absolut enttäuschend.

 

 

Kaiserpalast in Nanjing, ein Gebäude steht noch dahinter nichts mehr

 

Nach kurzer Zeit zu einem Park (8 Y Eintritt), sehr schöne Anlage mit Museum, eine richtige Oase.

Anschließend in Gegend rumgelaufen, in Seitenstraße an Bude 1 Bier (3 Y) getrunken, auch hier ein McDonalds vorhanden, 2 Hamburger und 1 Cola verzehrt, anderes deutsches Paar dort, aber nicht mit gesprochen, ansonsten in Stadt keine Touristen gesehen.

 

 

Im Zentrum von Nanjing

 

Kurz in großes Geschäft rein, dann zum Hotel zurück mit „Rennfahrer“, von dort aus zu Fuß zum nahegelegen See, kurz vor 18 Uhr noch 10 Y Eintritt zahlen müssen. Schon fast dunkel, inndendrin (auch parkähnliche Anlage) schon alle Buden zu, auch hier könnte man etliche Stunden verbringen.

Tafel dort aufgebaut, wo das „chinesische Internert“ vorgestellt wird mit 2 Mps - Leitungen.

Entfernungen größer als erwartet, verlaufen, im Dunklen aber glücklicherweise noch den Ausgang gefunden.

Zurück , an Bude noch 1 Bier getrunken, war wie immer  mal wieder nicht gekühlt.

Um 19 Uhr im Hotel, war gerade mit Duschen fertig, als Frau von Housekeeping  klingelte, wollte neues heißes Teewasser bringen, abgewimmelt, entschuldigte sich, eine einzige Hetzerei, noch etwas eingetragen.

Um kurz nach 20 Uhr wieder los, Straße überquert und in erstbeste Bude rein, die recht ordentlichen Eindruck machte.

Keine englischsprachige Speisekarte, Ute holte wieder den „Überlebenszettel“ raus, Sichuan Hühnchen, 3 Tsingtao Bier, Schweinefleisch süß-sauer und Erbsen mit Krabben verzehrt, der Reis wurde „vergessen“.

Nichts los in der Bude, die weiblichen Bedienungskräfte amüsierten sich, 95 Y  los, 100 Y gegeben.

Straße noch ein Stück langgegangen, weiteres Gemälde gekauft, Typ wollte erst 220 Y, gab es mir für 70 Y, als ich ihm weismachte, daß die Dinger in Peking nur soviel kosten würden, wollte eigentlich nichts mehr kaufen.

Als Wegzehrung für morgen noch einige Bananen gekauft,  6 Stück für 8,5 Y

Gegen 21:30 Uhr auf  Bude, Koffer gepackt, ging direkt zu, ärgerlich, daß neu erworbene Bild ist zu groß und paßt beim besten  Willen nicht in Koffer, muß ich in Reisetasche transportieren.

Um 23:15 Uhr im Bett, vorher ziemlicher Durchfall, mußte mehrfach aufs Klo.

 

Montag 29.09.1997:                                   Nanjing/Suzhou

 

Schlecht eingeschlafen, war ziemlich laut, kurz vor 8 Uhr aufgestanden, immer noch Durchfall, Tablette eingeworfen.

Frau an Rezeption Zetttel gegeben wegen Zug von Suzhou nach Schanghai, sie wusste  garnicht, was los ist, telefonierte hektisch in Gegend rum, bis sie es endlich verstand.gegen 9:30 Uhr ausgescheckt, mit Taxi für 25 Y zum Sun Yatsen  Mausoleum, liegt ziemlich außerhalb, in parkähnlicher Umgebung.  Sehr heiß heute, 10 Y Eintritt, viel Volk lief dort rum, etliche Treppenstufen zu erklimmen bis ganz oben. Keine Lust mehr zu einer weiteren Grabanlage zu fahren, stattdessen mit Taxi (10 Y) zu einer Seilbahn, 25 Y für Hin- und Rückfahrt, war sein  Geld wert, ging sehr hoch, eine Strecke 30 Minuten Fahrt, zwischendurch kann man aussteigen, wenn man zu einem Observatorium will. Ganz oben ein „Horchposten“, scheint wohl früher eine militärische Anlage gewesen zu sein,  sieht alles recht neu aus, sogar Essen und Trinken erhältlich.

 

 

Sun Yatsen Mausoleum

 

Gegen 13:30 Uhr wieder für 25 Y zurück, in McDonalds rein, das übliche verzehrt, dann im Supermarkt noch einen Plastikkinderbecher für 3 Y erstanden, anschließend zum Hotel, auch heute wieder wahnsinniger  Verkehr. Das heute morgen verstaute Gepäck abgeholt, dem Burschen 10 Y Trinkgeld gegeben und mit Hoteltaxi zum Bahnhof, Fahrer 20 Y in die Hand gedrückt, schien damut zufrieden zu sein. Noch 1 Stunde Zeit bis zur Abfahrt, Hölle los in Bahnhof, der eher einer Lagerhalle ähnelt, zwei ca. 100m lange Schlangen zu unserem Bahnsteig, enges Gedränge, bin schweißgebadet. Endlich kommt Bewegung in den Haufen, alles stürmt wie blöd auf den  Bahnsteig,  Waggon 14 schnell gefunden, Koffer auf Gang gestellt, Sitznummern stimmen zwar nicht ganz, aber egal..

Waggon von recht guter Qualität, ähnlich wie bei uns Intercity II. Klasse, voll belegt. Die armen Schweine in der billigen Klasse können einen leid tun, völlig überfüllt, aber Schaffnerin in martialischer Uniform wimmelte die Leute, die in unseren Waggon kommen wollten gnadenlos ab.

16:25 Uhr Abfahrt, gegenüber von uns sitzt Großmutter oder Mutter mit Sohn, wollen auch in Suzhou aussteigen. Ziemlich warm in dem Ding, im Bahnhof noch kleine Flasche Wasser für überhöhte 7,5 Y geholt. 1 Büchse Bier von einem „fliegendem Händler“ gekauft, Zug hält unterwegs an den Bahnhöfen immer sehr lange, scheinbar um schnellere vorbeizulassen.

Ein paar Amis und eine Gruppe Franzosen im Zug, zweimal im Zwischenabteil rauchen gewesen, recht wenig Raucher hier vorhanden. Um 20:45 Uhr erst da.

Bahnhof gottlob nicht überfüllt, Hotelschlepper vom Hotel Suzhou quakte uns an, er bot uns Zimmer für 450Y + Tax statt angeblich 600 Y an.

Aus Bahnhofsgelände raus, Typ schleppt sich an Utes Koffer fast zu Tode, eine freche Tussi kam noch mit, ein Taxifahrer wurde angehauen, der aber keinen Bock hatte. Nach einigen Minuten warten endlich anderes Taxi da, (20 Y) Der Schlepper, Art „Managertyp“, der Englisch spricht, fuhr mit, hatte Handy dabei und telefonierte öfters mit Hotel, hatte uns vorher auch Zugreservierungen angeboten, dann Taxi für 400 Y nach Schanghai. Morgen sei  Nationalfeiertag und alles wolle angeblich nach Schanghai, deshalb sei es wahrscheinlich schwierig einen Platz im Zug zu bekommen.

Recht unfreundliche Tussi an Tresen, Typ hat klargemacht, daß Fahrer uns morgen um 17:30 Uhr abholt und direkt bis zum Peace Hotel in Shanghai fahren würde

Hotel ist ein großer weitläufiger Kasten, viele Gruppen hier (furchtbar !), Klamotten hochgebracht und direkt wieder los, obwohl ziemlich kaputt. Bis zur Hauptstraße nicht weit, hatte schon gedacht, man müsse Taxi nehmen.

Ein Laden neben dem anderen, aber die meisten hatten schon zu, in bessere Frittenbude eingekehrt, je 2 Beck’s Bier a 8 Y getrunken und Teller mit Fritten, Spinat, Schweinefleisch  und Ei gegessen, war sehr gut.

Es gab sogar „Discount“, statt 111,5 Y nur 100Y.

Leichter Regen hat angefangen, aber immer noch sehr warm, gegen 23:40 Uhr im Hotel zurück, Haare gewaschen und rasiert, keine Lust und Zeit noch zu Duschen, erste Lariam genommen, Kleingeld geht langsam aus, um 0:30 Uhr im Bett..

 

Dienstag 30.09.1997:                                 Suzhou

 

Schnell eingeschlafen, aber schon um 4:05 Uhr aufgrund Durchfall wachgeworden.

Um 7:10 Uhr durch Telefon geweckt worden, Frau dran, erzählte irgendwas von Taxi zur Stadt, ihr gesagt, daß schon alles klar sei.

Nach wie vor Durchfall, Tablette genommen,  um 9:50 Uhr, ausgescheckt (450 Y + 45 Y Tax). Gepäck verwahren lassen, nochmal sicherheitshalber nach Wagen nach Shanghai gefragt, bleibt alles etwas unklar.

Wetter mies: bewölkt und regnerisch, aber noch recht mild, auf Straße erstmal jeder 5 Schachteln Dunhill a 9 Y gekauft. Überall Massenbetrieb, schwer ein Taxi zu bekommen, für 20 Y dann zur Pagode, Eintritt 5 Y, nochmal 5 Y um auf Turm zu gehen. Ute blieb auf 2. Stock, ich ging noch 5 Etagen höher, ziemlich eng, ganz oben war dann nochmal 1 Y fällig, 2-3 Fernrohre waren dort aufgebaut und ein Tisch mit Getränkedosen.

 

 

 

Den Turm hochgelatscht

 

Der Ausblick enttäuschend, ziemlich dunstig aber die ganze Stadt ist grau in grau. Von den berühmten Kanälen so gut wie nichts gesehen, außer einem dreckigen stinkenden Teilstück, wo uns alter Chinese noch helfen wollte, als wir den Weg suchten..

 

 

Alles grau in grau - Ostblockformat

 

Wieder runtergegangen, Ute inzwischen mit 3 Paaren zusammen fotografiert worden.

Ziemlich durstig, aber erstmal zu Fuß weiter, zu angeblich einem der schönsten Gärten Chinas (Zhuozheng yuan), 20 Y Eintritt, ganz nett, aber nicht überragend.

Auch hier Rauchverbot, Ute war gerade dabei sich hinter einem Pavillion eine reinzuziehen, als ein älterer Chinese mit Hut und roter Armbinde laut schimpfend auftauchte, 2 Y Strafe waren fällig.

Weiter zum Temple of Mystery (4 Y Eintritt), nicht viel zu sehen, wird gerade renoviert. Ziemlich starker Regen hat angefangen, Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften in der Nähe, Hölle los dort. Einen McDonalds gesucht, wider Erwarten keinen gefunden, schließlich in Laden rein, der "„Western Beef"“anbot, innen alles aus Holz, sehr rustikal, soll wahrscheinlich Saloon-Atmosphäre darstellen.

Es mußte im voraus bezahlt werden, 70 Y für Schweinesteak, Hähnchenfilet mit Pfeffer, Eier, 2 Becks Bier, Obstsalat und Spaghetti,  Essen sehr mäßig, Laden auch sehr leer, der in der Nähe liegende KFC dagegen brechend voll. Bekamen noch 2 Tonfiguren geschenkt: Ute einen Hasen und ich ein Männchen (westlich aussehend).

 

 

Laden hält nicht dass, was er verspricht

 

Kurz durch Straßen gelaufen, dann Taxi genommen zu 2 Pagoden in kleinem Park. Junge Frau quatschte uns dort auf Englisch an, die mit ihrem Freund dort rumlief: 2 Jurastudenten, sie 19 Jahre alt. Wir wollten zu Fuß zum Hotel zurück, sie begleiteten uns mit ihren Rädern, Ute hatte ihren Hasen im Park zurückgelassen.

Fahrräder haben in der Regel kein Licht, als ich die Chinesin danach frug antwortete sie ganz erstaunt „Wieso, die Straßen sind doch beleuchtet“.

Beide auf ein Getränk in den Laden von gestern abend eingeladen, kamen erstaunlicherweise mit, ca. 2 Bier getrunken, die Studentin nur eine Dose Pepsi.

Fotos gemacht, ihnen versprochen zu schreiben, Adressen ausgetauscht, sie schrieb die Adresse in einem Mischmasch aus Chinesisch und Englisch, ihre Namen sind nicht zu behalten. Typ spricht scheinbar nicht viel Englisch, auch sonst eher ruhig. Waren überrascht, wieviel im Lonely Planet über China steht.

 

 

Das chinesische Studentenpärchen

 

Der Postverkehr hat übrigens in beide Richtungen geklappt sie schickten Fotos von sich, suchten aber Kontakt zu deutschen

Studenten, wir waren ihnen zu alt.

Ein Lob an die Deutsche Post: Sie hatten Ihre Namen und Adressen auf chinesisch aufgeschrieben. Kopiert und auf Brief geklebt kam an !!!

 

Um 17 Uhr wieder in Hotel, große Hochzeitsgesellschaft vor der Tür, kurze Pinkelpause eingelegt, Ute ging nach Wagen gucken, Fahrer stand schon parat.

Um 17:15 Uhr los, total dunstig und schon fast dunkel, autobahnähnliche ziemlich leere Straße gefahren, die kostenpflichtig war.

Ca. 2  Stunden später in Schanghai, eine riesige Betonwüste, in der alles neu zu sein scheint, wie eine Stadt im nächsten Jahrtausend, lange Stadtautobahn gefahren.

Auf einmal Straßensperre vorhanden, Fahrer, der natürlich auch kein Englisch spricht, machte klar, daß es nicht weitergehen würde, machte die Geräusche von einem Feuerwerk nach, Sperrung soll bis 22 Uhr dauern.

Zu einem arrogantem Polizisten gegangen, aussichtslos, es wird keiner durchgelassen. Gefragt, ob es mit einer Art Rikscha gehen würde, erst ja, dann nein. Mehrere andere Taxis hielten, einen anderen Weg zum Hotel gibt es scheinbar nicht, soll zu Fuß zu weit sein.

Ute schließlich überzeugt, daß es  nur die Möglichkeit gibt 2 Stunden zu warten oder ein Ausweichhotel zu nehmen. Aber auch hier traten Probleme auf, entweder lagen die Dinger auch im Sperrbezirk oder keiner wußte wo sie gelegen sind.

Fahrer kennt nur das „Yangtze“- Hotel, o.k, wieder etliche Kilometer zurückgefahren, Fahrer, recht freundlicher Mann, forderte überraschenderweise nicht mehr, als wir dort ankamen. Irgendwas stimmt da nicht: der Kasten sieht verdammt neu aus für das angebliche Baujahr 1934.

An Rezeption gefragt, es würde sich um das „New World Yangtze“ handeln, nobler Schuppen, der  sicher auch schweineteuer ist, das andere Hotel (nur 3 Sterne) sei ganz woanders. Immerhin durften wir Gepäck aufbewahren und bis 22 Uhr warten. In Lobby-Bar gesetzt, wo ziemlich reich wirkendes Volk rumlungerte und Live-Musik geboten wurde, an einem Bier (74 Y zusammen)  festgehalten.

Kurz nach 21:30 Uhr drängt Ute schon wieder zum Aufbruch, nochmal auf Toilette gegangen, Bursche dort bemängelte Schuppen auf meinem Sakko und bürstete mich erstmal ab, ihm noch einen zerrissenen 5-Yuan-Schein beim Verlassen schnell in die Hand gedrückt.

Habe kein gutes Gefühl, Hotel gleich voll bzw. noch viel zu früh dort.

Um 21:40 Uhr los, der Bell Boy kam mit dem Gepäck, ein Bursche machte sich lustig über  unsere Frage nach „Yangtze“-Hotel, scheint sich schnell rumgesprochen zu  haben..

Nur einem Kofferschlepper 10 Y gegeben,  Taxi fuhr scheinbar anderen Weg, Abzockverdacht kommt schon auf.

Nach 30 Minuten  Fahrt hielt er vor Peace Hotel., 31,5 Y Fahrtkosten, 40 Y gegeben.

Unglaublicher Rummel wie Karneval, abertausende Menschen unterwegs.

Zimmer kostet satte  840 Y + 15 % Tax inkl. Frühstück. !

 

 

Peace-Hotel in Schanghai

 

Hotellobby wenig berauschend, großer alter Kasten, aber die Größe fällt garnicht so auf.

Gepäckburschen 10 Y in die Hand gedrückt, Zimmer in ausgezeichnetem Zustand, scheinbar kürzlich renoviert worden,  auch Inventar ganz geschmackvoll.

Direkt wieder losgezogen zur Hafenpromenade (Bund), Wahnsinn, was hier los ist. Eine ekelhaft süße Wurst am Spieß für 3 Y gegessen, einige Tsingtao-Bier  a 5 Y dazu..

Straßen voller roter Taxis und tausende von Menschen, 5 Tage soll das Spektakel dauern !.

Gegen 1 Uhr wieder auf Bude, Sakko und Hose noch in Wäschebeutel gepackt, Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, todmüde um 1:45 Uhr im Bett.

 

Donnerstag 02.10.1997:                               Schanghai

 

Sehr schnell eingeschlafen, um 6:30 Uhr aufgestanden, immer noch leichter Durchfall, geduscht und umgezogen, Ute erstaunlicherweise schon um 7:50 Uhr wach, zur Rezeption, Flugtickets zur Bestätigung abgegeben, vorher Wäschebeutel Putzfrau auf Flur in Hand gedrückt.

Zum Frühstück, bekomme wie immer nicht viel runter: Tasse Tee und Milchbrötchen, Wetter wieder total bewölkt, aber noch trocken und einigermaßen mild.

Zum Kai gegangen und ab 9:15 Uhr Hafenrundfahrt gestartet (30Y pro Person), 1 Stunde lang, nichts Besonderes, danach zu anderer Ticketbude, Karten gekauft für 3,5-stündige Rundfahrt um 14 Uhr für a’ 100 Y.

In Art Schnellrestaurant was getrunken und dann zur „Altstadt“ fahren lassen bzw. Rest davon, gnadenlos wird alles alte hier plattgemacht. In Einkaufszone gelandet, Riesengewimmel, auch deutsche Gruppe dort, etwas dort rumgelaufen, dann gegen 12:30 Uhr wieder zurück zum Hotel

Sachen von Wäscherei schon da, auch Kopie der Flugtickets, Bestätigung angeblich o.k.

Erstmal rasiert und Karte nach Hause geschrieben, um 13:30 Uhr zur Anlegestelle gegangen, wieder viel Volk unterwegs, gut 20 Minuten gebraucht. Plätze auf „Luxurydeck A“, ganz oben vorne im Schiff, wo hauptsächlich Touristen versammelt waren. Erst Hantier wegen Sitzplätzen, auf manchen Tickets steht Platznummer drauf, bei uns nicht, doppelte Nummern teilweise auch vorhanden. Schließlich hatte aber jeder einen Platz.

Tee wurde angeboten, dazu Snacks, Tüte mit irgendeinem undefinierbaren getrocknetem Fleisch (schmeckte nicht schlecht, obwohl Ute das Zeug nicht mochte), Süßigkeiten und ein Plastikauto als Anhänger, entpuppte sich als Taschenlampe, sogar mit Batterien, alles im Preis inbegriffen.

Um 14:15 Uhr Abfahrt, die meiste Zeit auf Deck aufgehalten, fuhr die gleiche Strecke wie heute morgen, allerdings wesentlich weiter bis in Yangtze rein, Erklärungen auf Englisch und Chinesisch wurden geliefert.

Nach ca. 2 Stunden wieder Rückfahrt, Sitzplätze wurden wieder eingenommen. Damit sich die „Luxustouristen“ nicht langweilen hatte man einen älteren chinesischen Zauberer angeheuert, der seine Kunststückchen zeigte (ganz nett). Das Publikum wurde mit einbezogen, ich durfte mal ein Kartenspiel halten, lautes Gelächter kam auf, als ich die Karten mischte - Trick funktionierte trotzdem. Desweiteren durfte ich mit einem anderen Burschen eine Decke halten, während er da drauf Popcorn erzeugte.

Totale Müdigkeit kommt auf, um 18:45 Uhr wieder Ankunft, immerhin war die Fahrt  um Klassen besser als heute morgen.

 

 

Ich darf dem Zauberer "helfen"

 

Straßen im Hafenviertel erneut alle gesperrt, alle 10 m steht ein Polizist, auch an Kreuzungen stehen besonders viele, hier wären wir gestern niemals durchgekommen, man hätte uns gelyncht, zumal unvorstellbare Menschenmassen unterwegs sind, viele bewaffnet mit Plastikämmern auf denen je nach Größe „500kg“ oder  „1 tons“ steht, teilweise anderer Plastikkram mit deutscher Aufschrift wie z.B. „ich liebe Dich“ (wahrscheinlich chinesischer Herkunft, aber für den Export vorgesehen). Teilweise prügeln sich die jungen Burschen damit, dennoch alles recht friedlich, obwohl scheinbar auch viel getrunken wird, keine Besoffenen gesehen.

Straße am Hotel weitergegangen bis zu McDonalds, recht weit, Wahsinn, was innendrin los ist, Leute warten in 2. Reihe auf einen Sitzplatz hinter den Essenden. Ich versuchte vergebens einen Sitzplatz zu ergattern, überall nur flinke Chinesen, die immer einen Tick schneller sind. Ute brachte mir 2 Hamburger, Fritten und Saft mit, sie wieder ihren Standard: 2 Big Mäc, einen Fischmäc und Fritten.

Angefangen im Stehen an Mülleimer zu essen, angeblich hätte Frau Ute an einem Tisch ein Zeichen gegeben, daß der Platz frei wird, anderes Pärchen wartet aber schon. Schließlich nahm Ute und die andere Tussi die Plätze ein, der Bursche und ich hielten uns dezent zurück. Wider erwarten ging keine große Keiferei los, Problem löste sich aber, als anderer Tisch frei wurde, wo  Tussi  dann hinging.

Endlich wieder raus aus dem Laden, Menschenstrom, der zum Hafen strömt, reißt nicht ab.

Ich täuschte als Scherz zum Schock für manche Chinesen einen erhalten Schlag von einem Hammer vor, obwohl ich nur leicht berührt worden war.

In Seitenstraße rein und in Bude 1,5 Becks a 10 Y getrunken, richtig ruhig hier. Ute verschenkte ihre auf dem Schiff erhaltene Taschenlampe an ein Kind.

Gegen 20:30 Uhr wieder im Hotel, Liftboy nach Shuttlebus zum Flughafen gefragt, würde angeblich um 9 Uhr losfahren.

Koffer gepackt, ging recht zügig. Eingetragen und um 23:40 Uhr wieder los zur Promenade, dort noch 2 Dosen Bier getrunken. Wie gestern lungern auch heute wieder Sammler hier rum, die auf die leeren Büchsen warten und teilweise wie die Aasgeier immer in der Nähe bleiben, bis man leergetrunken hat. Auch alte Frau von gestern wieder da, die reichlich gesammelt hat und Eindringlinge in ihr Revier mit bösen Blicken vertreibt.

Auch einige Bettlerinnen mit kleinen Kindern unterwegs.

Der Fernsehturm wird immer mit außergewöhnlichen Farben angestrahlt, wird richtig utopisch.

 

 

Fernsehturm in Schanghai

 

Straßen mit tausenden von Taxis verstellt, man bekommt Angst die Straße zu überqueren, auch hier ist für Fußgänger so gut wie nichts gemacht.

Um 0 Uhr im Bett.

 .

Freitag 03.10.1997:                                  Schanghai / Kunming

 

Gut geschlafen, um 5 Uhr zwar wegen Pinkelns aufstehen müssen, aber dann bis 6:50 Uhr durchgeschlafen. Um 7:35 Uhr zum Frühstück, ungemütlicher Raum mit unfreundlichem Personal, wieder nicht viel gegessen. Ausgescheckt (1660 Y inkl. Tax), ging alles ziemlich zügig. Leider vergessen Beurteilungsbogen abzugeben, Tenor: „alles recht gut bis auf Service in Frühstücksraum“.

Bus stand auch schon parat, Minibus, nur ca. 7 Leute drin, Fahrt dauerte ca. 30 Minuten, erstaunlicherweise heute recht wenig Verkehr. Kofferwagen besorgt, kostet 2 Y, wenn man das Ding in den Flughafen mit reinnimmt und Flughafensteuer bezahlt (a 50 Y).

Klappte mit dem großen Gepäck auch alles reibungslos, Chinesen hatten in der Regel nur kleinere Sachen mit.

Ab 10:20 Uhr im Warteraum rumgeseßen, vorher draußen noch geraucht, Flughafen erheblich kleiner als erwartet für so eine große Stadt.

Wetter wieder bewölkt aber drückend warm, Boarding ging schon um 11:05 Uhr , Flug fast pünktlich um 11:55 Uhr los, Maschine gut voll. Essen reichlich mäßig: ziemlich trockener Fisch mit Reis, Milchbrötchen, Wurst, die war gut. Eine Pepsi getrunken, Ute 2 Bier. Zeitung von vorne bis hinten durchgelesen während ein stinklangweiliger chinesischer Muskikfilm  läuft, der keinen interessiert.

Als Geschenk bekam man eine Brosche von YUNNAN AIRLINES.,. Musik gehört, jeder bekam dann noch eine Packung Tee und anderen Tinnef, der im wahrsten Sinne des Wortes unter das Volk geworfen wurde (Ute wurde auch bedacht).

Nach knapp 2,5 Stunden da, 24 Grad und ziemlich bewölkt auch hier. Shuttlebus für nur 5 Y genommen, der scheinbar vor jedem größeren Hotel hält.

Zum Kunming-Hotel, Zimmer  100 $ (!) + 15 % Tax.

Südflügel abgerissen, nur noch Baugrube zu sehen, wird neu gebaut, deshalb keine billigen Zimmer mehr.

Die Klamotten auf Bude gebracht und wegen Zugtickets zur im Hotel vorhandenen Travel Agency. Verkaufen angeblich keine Zugtickets, nachdem eine zeitlang in Gegend rumtelefoniert wurde.

Zur Rezeption, wieder aufschreiben lassen „Zug nach Hekou, morgen, Softseater“, mit Taxi für 12 Y anschließend zur Northern Railway Station (Zug fährt nur von dort), dort ein „International Ticket Office“, die Frau am Schalter kannte aber nur 2 englische Worte: Hardseater und Softseater, letztere Klasse bei diesem Zug nicht vorhanden, 74 Y pro Ticket, dazu noch irgendwelche anderen Gebühren, Gesamtpreis für 2 Tickets 175 Y. Fünf aneinandergeheftete Zettel, aus denen man kaum schlau wird, lediglich die Abfahrtszeit (14:45 Uhr) ist erkennbar.

Zurück zur Hotelrezeption und die Dinger zwecks Erklärung vorgelegt, Typ mußte selbst nachfragen. Ticketverkauf wäre nur immer einen Tag im voraus möglich, die 313 wäre die Zugnummer, die aber durch einen blauen Stempel mit der (korrekten) Zugnummer 633 ersetzt worden war. Dann steht noch in blau drauf 10 (für Monat) 4 (für Tag) und 7 (soll die Waggonnummer sein). Er bestätigte nochmal, daß der Zug nur von dieser Station abfährt, das steht auch im LP, in dem sonst fast nichts stimmt, trotz aktueller Ausgabe..

Um 18 Uhr wieder losgezogen, Straße runtergegangen, sehr wenig Volk unterwegs, eine Wohltat im Vergleich zu Schanghai, Verkehr auch ziemlich wenig.

In Seitenstraße 3 Tsingtao Bier getrunken a 10 Y, Kerl hat wohl mehr abgerechnet, genau wie Zigarettenverkäufer: 10 Marlboro für 100, dürfte eigentlich nur 80-90 Y sein. Egal, in Supermarkt einige Kleinigkeiten gekauft, alles in der Regel teurer als bei uns.

In Restaurant rein, (Golden Triangle Bar oder Bluebird Cafe ?), das laut LP teuer sein soll. Die  Preise gingen aber noch und die „German potatoes“ entpuppten sich als Fritten von sehr guter Qualität. Das Hähnchen mit Pfeffer allerdings scharf wie nur sonst was, einige Bier dazu getrunken ,140 Y losgeworden..

Gegen 23:40 Uhr zum Hotel, Ute schon nervös, ich soll an Rezeption nochmal fragen, ob es sich um Hard- oder Softseater handeln würde.(hatten wahre Horrorgeschichten über die „Holzklasse“ gelesen, es würde sich z.B. um eine Art “Cattle car“ handeln. Der Mann meinte erst, es würde sich um Hard Seat handeln, dann nach mehrfachem Nachfragen Soft Sleeper, eventuell könnte man umbuchen.

Habe den Verdacht, er sagt dies nur zur Beruhigung..

Gegen 1 Uhr im Bett, endlich mal ausschlafen.

 

Samstag/Sonntag 04-05.10.1997:                       Zug Hekou / Kunming

 

Um 10 Uhr aufgestanden, noch ziemlich kaputt und müde, geduscht und Sachen zusammengepackt, Tee zubereitet und Printe gegessen, kurz vor 12 Uhr ausgescheckt.

Bursche holte Taxi, Gepäck wurde runtergeholt, jedem 10 Y Trinkgeld gegeben und zum Bahnhof.

Wetter gering bewölkt und warm, nicht so schwül wie an den bisherigen Orten.

Um 12:20 Uhr am Bahnhof, ein mulmiges Gefühl kommt auf, Andrang um 12:30 Uhr noch nicht so schlimm wie erwartet (Bahnhof ist auch sehr klein). Der  Wartesaal wurde um 13 Uhr aufgemacht, füllte sich langsam.

Um 14:15 Uhr kommt Unruhe auf, Tür zum Gleis wird aufgemacht, Panik nicht so groß wie befürchtet, der Zug selbst ziemlich kurz: 2 X Hardsleeper, 1 Speisewagen und 3 oder 4 „Viehwagen“ für die Leute mit den ganz billigen Tickets. Die Lok sieht auch nicht aus wie die schnellste.

In Waggon rein, offene Abteile, alles unglaublich eng, 6 Pritschen (je 3 übereinander) !. Eine ältere Frau, scheinbar mit ihren 2 Söhnen schon im Abteil, der eine zeigte uns unsere Plätze. Wir hatten beim Einsteigen farbige „Chips“ bekommen: blau bedeutet unten,  grün Mitte und rot knapp unter der Decke. Bleiben davon wenigstens verschont, haben grün und blau. Unseren ganzen Krempel erstmal auf mittleres Ding geworfen.

Wie man hier allerdings schlafen soll, bleibt unklar. Die Alte lachte sich kaputt über unseren ganzen Kram.

So ganz traue ich dem Braten noch nicht, rechne schon damit, daß unsere Plätze belegt sind, noch andere zusteigen oder ähnliches. Es kam dann jedoch nur noch eine jüngere Frau, schickes Kostüm, sehr gute Figur, aber ziemlich viel Akne im Gesicht.

Abfahrt pünktlich um 14:45 Uhr, kurz danach in Speisewagen, war noch recht leer, auch hier ziemlich eng mit sehr einfachen Stühlen und Tischen, ganz gemütlich. Jeder 3 Bier getrunken, um 18 Uhr wurde Essen serviert, ungeschriebenes Gesetz: wer nichts ißt muß den Waggon verlassen. Suppe, Reis, ein bißchen Hähnchen, Eier, Schinken, war sehr ordentlich, jeder bekommt das gleiche serviert.

Aus Platzmangel wurde eine Familie mit Baby zu uns gesetzt, der Kerl wirkt äußerst arrogant.

Zweimal Notbremsung, Geschwindigkeit sehr lahm, landschaftlich ganz schön, erinnert an Karakorum Highway.

Ute kippte Bier um, alles über meine Hose. Einmal Pinkeln gewesen, lange warten müssen, da die junge Frau aus unserem Abeil  ewig auf Pott saß und die Alte schon gegen die Tür trommelte.

Alles sehr zugig, langsam kommt schon Schnupfen auf. Um 19 Uhr schon stockdunkel, 30 Minuten später in unser Abteil. Die junge Frau lag schon auf Pritsche, die Alte saß und döste, sprechen alle natürlich auch kein Englisch. Schlaferei gibt eine Katastrophe !.

Um 20 Uhr stoppte Zug, scheinbar irgendwelche Probleme, auffälliges Rucken des Zuges, strömender Regen hat eingesetzt. Rückwartsgang wurde eingelegt, bis ein Tunnel erreicht war, wo der Zug dann hielt. Typen mit Taschenlampen laufen dort rum, wahrscheinlich versucht man irgendwas zu reparieren, dauerte Stunden, scheinbar ohne Erfolg, denn nach ein paar Metern Fahrt hielt er schon wieder.

Koffer umgekramt, so daß etwas Platz zum Schlafen blieb. Ute hatte vorher noch Runde Schnaps ausgegeben, es tranken sogar alle mit („Gambei“ - mit einem Zug leertrinken). Leute alle ganz umgänglich, haben großes Glück gehabt.

Habe inzwischen schon starken Schnupfen und Halsschmerzen, Schlaftablette eingeworfen und hingelegt.

Ausgezeichnet geschlafen, ich hätte angeblich geschnarcht, abwechselnd mit einem im Nachaarabteil.

Zug steht in einem Bahnhof, jetzt 9:45 Uhr, rechne mit 5 Stunden Verspätung. Es geht weiter, Gegend kommt einem bekannt vor, die Alte bestätigte es dann: der Zug fährt wieder zurück nach Kunming !. (Strecke , die nur eingleisig ist, wahrscheinlich nach dem starken Regen durch Erdrutsch oder ähnliches blockiert)

Unglaublich, wie gelassen die Chinesen bleiben, um 11:45 Uhr wieder in Kunming. Schnell bildeten sich eine Riesenschlange an Ticketschalter für Geldzurückerstattung. Habe das Geld schon abgeschrieben und keine Lust mich dort ewig anzustellen. Ute hatte aber erkannt, daß ein Bursche aus unserem Abteil ziemlich weit vorne stand, dem sie dann unsere Fahrscheine in die Hand drückte. Ging dann doch überraschend schnell.

Es ist kaum zu glauben: vor dem Bahnhof stehen schon Busse bereit, die die Strecke  fahren, soll 14 Stunden dauern !,  für kein Geld der Welt würde man mich da reinkriegen, zumal es sich um Minibusse handelt und Chaos mit dem Gepäck zu erwarten ist, müßte vermutlich auf Dach verstaut werden.

Den meisten Chinesen scheint das nichts auszumachen, Busse füllen sich schnell.

Ute meint auch schon noch heute loszufahren - ist ja Irrsinn !. Taxi zum Camellia-Hotel genommen, hatte uns Rusty positiv von berichtet, steht auch im LP drin.

„Standardroom“ genommen für 220 Y  inkl. allem !. Es muß allerdings im voraus bezahlt werden und Kreditkarten werden nicht akzeptiert, billigere Räume für 140 Y angeblich alle besetzt.

Zimmer sehen gut aus, wie auch das gesamte Hotel, zwar kein AC vorhanden, aber sonst sehr sauber und o.k.

In sehr schönen Innenhof gesetzt und einige Bier getrunken, Typisches Rucksacktravellerhotel, einen Typen angequatscht, der aber nur hier in der Gegend rumreisen will.

Zwei Travelagenturen soll es hier im Hotel geben, machen angeblich erst um 14:30 Uhr auf.

Ute kam plötzlich mit 2 hübschen Holländerinnen an, eine sprach sehr gut deutsch, wollen auch nach Lao Cai, sie hätten für Zugtickets zusammen 290 Y (!!!) bezahlt, Geld aber zurückbekommen.

Ute ging mit einem Mädchen zu den Travel Agencies, die einen verlangen für ein Taxi zur Grenze 4000 Y, die anderen 5000 Y, das ist ja Wahnsinn (800 bzw. 1000 DM !).

Die Holländerinnen entschlossen sich dann doch lieber mit Bus zu fahren, um 18:20 Uhr für 81Y pro Person, Fahrtdauer 10-12 Stunden.

Mit Ute zum CITS-Büro, verlangen „nur“ 1800 Y für einen „Minibus“.,klargemacht, Fahrer soll uns morgen früh um 7 Uhr am Camellia-Hotel abholen.

In dortiger Bank noch jeder 200 DM getauscht. Zum Restaurant von gestern, gegessen und getrunken, Bedienung schüttete mir diesmal Bier über die Hose, Essen wieder recht gut, 110 Y bezahlt.

Ute kaufte in Supermarkt mal wieder was ein, „Schnupfentabletten“ für mich gekauft für 29 Y , da es immer schlimmer wird.

Gewitter und Regen hat wieder angefangen, bedeutend kühler als gestern. „Schließer“ im Camellia-Hotel vorhanden, um 18:30 Uhr auf Bude, starker Durchfall (zuviel geraucht), ziemlich warm in Bude.

Besonders ärgerlich: Taschentücher im Koffer nicht gefunden.

Rasiert und etwas frisch gemacht, CDs in Jacket verteilt, soll angeblich streng kontrolliert werden, glaube kaum, daß die Burschen eine Leibesvisitation machen, alleine schon wegen der Sprachprobleme.

Um 20:10 Uhr in Bar gegangen, deutsche Gruppe dort, ansonsten keine Backpackagers, 1 Bier, kostet hier 10 Y, noch getrunken, ab 21:40 Uhr wieder auf Bude, 30 Minuten später im Bett.

 

Montag    06.10.1997:                                Kunming / Lao Chai

 

Um 4 Uhr wegen Pinkelns wachgeworden, endgültig um 6 Uhr aufgestanden, als Wecker ging.  Fühle mich elend, Tabletten ausgebrochen, schlechtes Gefühl im Magen und Fieberanfälle. Um 6:50 Uhr runter, noch nicht viel los, Fahrer kam erst um 7:10 Uhr. Es gibt irgendwelche Unstimmigkeiten, scheinbar wundert er sich, daß wir nur zu zweit sind und frug an Rezeption nach.

Um 7:20 Uhr endlich los, Toyota-Bus o.ä., noch reichlich dunkel, Wetter erheblich schlechter geworden: Nebel, teilweise strömender Regen. Manche Orte, durch die er fuhr, kommen einem vom Zug bekannt vor.

Ute muß aufs Klo, verzweifelt im LP nachgesehen, was Toilette heißt und dem  Fahrer unter die Nase gehalten. Er fuhr in eine Siedlung rein, die durch ein Tor und ein Wachhäuschen gesperrt war. Er hielt dann an einer größeren Toilettenanlage für Männer und Frauen, sieht zwar neu aus, aber bestialischer Gestank.

Straße verläuft größenteils parallel zur Eisenbahnstrecke, demnach sind wir mit dem Zug nicht allzuweit gekommen. Straße leer, etliche Male mußte Maut bezahlt werden, landschaftlich recht schön, viel grün. Fahrer veranstaltet teilweise Rally, an manchen Stellen sind durch den Regen ganze Hänge runtergekommen.

Fahrt zieht sich endlos hin. Fahrer hat scheinbar Hunger, fuhr größere Stadt an und frug dort rum. Schließlich hielt er vor einem „Restaurant“, welches scheinbar das beste im ganzen Ort ist. Gebratenen Reis mit Ei bestellt (große Teller), dazu Tee, ohnehin nur Durst, für 30 Y, Ute vermutet (wahrscheinlich zurecht), daß wir den Fahrer mitbezahlt haben.

Nach 30 Minuten endlich weiter, Grenze soll um 17 Uhr zumachen, kurz nach 16 Uhr mußte noch getankt werden, bei Ute kommt bereits wieder Nervosität auf.

Endlich im Grenzort angekommen, Fahrer kennt sich scheinbar nicht aus, hielt an erstbestem Hotel, nach einigem Hin und Her weiter. Laut Bericht aus INTERNET ist die vietnamesische Zeit 1 Stunde zurück, so daß die Grenze noch offen sein müßte.

Fahrer fuhr um Block und hielt dann an Railway Hotel,  mit reingegangen, Ute hat scheinbar jegliche Hoffnung aufgegeben, ich soll schonmal nach Zimmer fragen.

Auch hier spricht keiner Englisch. Plötzlich hielt man mir Telefonhörer in die Hand, wo eine Frau dran war, die ausgezeichnet Englisch sprach. Der Zoll wäre direkt gegenüber, in rotem 2-stöckigen Gebäude, Grenze wäre noch auf. Im Zweifel solle man immer der Bahnlinie nachgehen.

Klamotten aus Wagen geholt, dem Fahrer die letzten 40 - 50 Y gegeben, der sich sehr darüber freute.

Zuerst rechts zum Immigration Office, wo Zettel ausgefüllt werden muße, Typen ziemlich reserviert und förmlich.

Dann linkerhand ins „Customgebäude“, auf Wunsch von einer Frau dort mußte Ute kurz den Koffer aufmachen.

Typen glotzen alle neugierig in die Pässe.

Zum Schluß noch zur „Health Declaration“, großes Buch, wo man seinen Namen hinschreiben mußte und ankreuzen sollte, gegen was man alles geimpft ist. Es so gemacht wie die Traveller zuvor: alles markiert, Typ hinter Tresen scheint die Sache auch nicht ernst zu nehmen und kann sich ein Schmunzeln wegen dieser Farce nicht verkneifen..

Das wars beim chinesischen Zoll, mit Gepäck ca. 150 m über eine klapprige Holzbrücke, etwas mulmiges Gefühl, man hat das Gefühl als würde jede Sekunde ein Maschinengewehr losrattern.

Ein Schlagbaum vesperrt auf der anderen Seite des Flußes den Weg, direkt 4 vietnamesische Burschen da, die neugierig die Pässe beäugen, was ziemlich lange dauerte.

Dann ca. 50 Meter hinter dem Schlagbaum in größeres (Zoll)-Gebäude, nichts los dort, außer ein paar Beamte.

Zettel mußte ausgefüllt werden, dann wurden Päße gestempelt, Ute wollte den Stempel woanders hin haben, was den Beamten aber nicht interessierte, worauf sie ihn beschimpfte, da der Paß nun voll ist.

In Nebenraum zu 2 Frauen, Koffer wurden genau untersucht, Handgepäck nicht, auch wie erwartet keine Leibesvisitation. Bücher wurden genau durchgeblättert und Schachteln mit den Handkugeln mußte geöffnet werden.

Alles vermutlich mehr aus Neugier denn aus Schikane, komischerweise nichts zahlen müßen, auch ein Zettel von der vietnamesischen Botschaft brauchte nicht abgegeben zu werden, stattdessen erhielt man eine grüne Immigration Card..

Endlich alles erledigt, schon nach dem Grenzübertritt einige Burschen um uns rum, die jetzt wohl das große Geschäft wittern und ihre Mopeds zum Transport anbieten.

Ute nach einem Taxi gucken, ich stand in der drückenden Schwüle, umlagert von Burschen, die einen nach Sapa fahren wollen, wo scheinbar jeder Tourist hin will. Schweißgebadet und durstig, muß meine „eiserne Reserve“ an Wasser anbrechen.

Einer bot einen Minibus nach Sapa für 200 $ (!) an. Nach endloser Zeit kam Ute zurück, sie hätte eine Engländerin getroffen, ein Taxi würde 30 $ kosten. Angeblich könne man heute noch Zugtickets nach Hanoi kaufen. In der Nähe wäre Hotel für 10 $, inkl. Frühstück. Dorthin, erstmal jeder ein Hanoi-Bier getrunken (9000 Dong), obwohl laut Ute das Zeug 5000 kostet (war aber der korrekte Preis).

Päße mußten hinterlegt werden, nichts zu machen. Klamotten hochgebracht, alles sehr spartanisch, aber sauber.

Zu Fuß zum Bahnhof, 3km entfernt,Ute hatte vorher das Bier noch mit chinesischem Geld bezahlt (20 Y).

Typischer Grenzort, mit kleineren Gebäuden und ziemlich häßlich.

Leute alle aufgeschlossener als die Chinesen, ganz anderer Menschenschlag, auch Kinder quatschen einen laufend an : „How are you ?“, „What’s your name ?“, „Hello“).

Einige Traveller vor Bude sitzen sehen, wo getrunken und gegessen wurde.

Keine Chance Geld zu wechseln, schon alles zu, auch Fahrkartenschalter zu, schließt um 18 Uhr.

In eine bessere Imbißbude reingegangen, 8 Bier getrunken und etwas gegessen, Salat nicht angerührt, Fritten kalt, „Hähnchen“ dazu, war wohl eher Schweinefleisch, aber ganz lecker, nachbestellt. Einige Westler an anderem Tisch, aber nicht mit gesprochen.

Kindern  Papierflugzeuge gebastelt und „wilden Stier“ gespielt, den Kindern hinterhergerannt, die mit Spaß und großem Geschrei wegliefen.

Zum Schluß 2 kleinen Mädchen je einen Kamm geschenkt und einem Jungen die Tonfigur aus Suzhou, vorher schon Bonbons. Waren begeistert, unglaublich, mit welchen Kleinigkeiten man hier noch Freude verbreiten kann, sogar eine chinesische Speisekarte von McDonalds fand Absatz..

Ute hatte alles in Dollar bezahlt (12$), ist kein Problem, da dies offenbar die „Zweitwährung“ ist. Zwei Bier noch mit zum Hotel genommen, Ute legte sich noch auf die Schnauze, der Alkohol tut scheinbar seine Wirkung.

Bier auf „Terasse“ getrunken, reichlich erschöpft, dafür ist der Schnupfen aber schon erheblich besser geworden.

Kanne mit heißem Wasser steht vor Tür, die sich erst nicht öffnen ließ. Um 23:15 Uhr im Bett, komischerweise immer noch Durst, mir graut schon vor der Fahrt morgen, soll 10 Stunden dauern.

 

Dienstag    07.10.1997:                              Lao Chai / Hanoi

 

Keinen Bock gehabt zu Duschen, hätte auch vorher Boiler anstellen müßen. Um 3 Uhr aufgestanden, mußte dringend aufs Klo, die Pilze kamen unverdaut wieder raus, trotzdem recht gut geschlafen.

Klimaanlage laufen lassen, Decke ziemlich warm, Bettzeug scheint aber nicht ganz  frisch zu sein.

Gegen 7 Uhr mit Ute zum „Frühstück“, lediglich Kanne Tee stand parat, andere Läden noch zu, auf Bude was verzehrt, Tee selbst aufgeschüttet und halbe Printe gegessen. Ich ging dann schonmal bezahlen, Geld wechseln hier nicht möglich, ich soll zur Bank, Bursche der ständig um uns rumlungert, meinte, Bank würde erst um 9 Uhr aufmachen. Er stand dann auch mit anderem Kerl parat, als wir das Hotel verließen. Taxis hier so gut wie garnicht zu bekommen. Wollen uns mit ihren Mopeds zum Bahnhof fahren, a 4000 Dong, wären aber auch mit je einem Dollar einverstanden. Koffer wurden mit Gummiband auf den schmalen Gepäckträger befestigt, mein Ding fiel natürlich nach wenigen Metern runter. Klappte dann im 2. Versuch, obwohl man sich nirgends festhalten konnte, dennoch heil angekommen.

Tickets für etwas mehr als 12 $ problemlos bekommen, in Wechselstube dort Geld getauscht (1$ = 11.600 Dong).

In Bahnhof rumgeseßen, weniger los als erwartet. Eine „Offizielle“ kassierte dann unsere Tickets ein, bekamen andere Plätze zugewiesen, gottlob konnte man hier früher auf Bahnsteig als in China. Abteil wurde nicht voll, Gepäck paßte auch ganz gut in Ablage. Sitze recht unbequem, da nur hauchdünne Polsterung.

Pünktlich um 9:40 Uhr Abfahrt, der Arsch tut einem schon nach relativ kurzer Zeit weh, Geschwindigkeit recht lahm, an schlafen nicht zu denken.

Zwei hübsche Vietnamesinnen ein paar Sitze weiter vorne, ein bißchen mit ihnen „geflirtet“, bis ein vietnamesischer Bursche auftauchte, der sie mit Getränken „freihielt“.

Meine 2 Paar Schuhe von Kindern putzen lassen, einmal 3000, dann 4000 Dong gegeben, sehr gut, besser als die Inder.

Keinen Hunger, lediglich ein Bifi gegessen..

Habe noch nie so ein grünes Land gesehen,hauptsächlich Reisanbau und Bananen, zahlreiche Flächen überflutet, muß auch hier stark geregnet haben (auch gestern nacht), Wetter blieb aber trocken und wieder sehr schwül.

Man weiß nicht mehr, wie man sich setzen soll, um 20:20 Uhr endlich da, Taxistand direkt am Bahnhof. Zum Dong Loi Hotel, Zimmer nicht berauschend, ziemlich warm da drin und etliche Geckos tummeln sich dort.

 

 

Bahnhof in Hanoi

 

Das ist nichts, auch wenn mit dem Preis auf 45 $ runtergegangen wurde.Waren an Hotel vorbeigekommen, was von außen ganz gut aussah. Der Mann rief dort an, ob noch was frei ist. Ute ging dort hin, um sich die Zimmer anzusehen, sollen ganz gut sein.

Auf Wunsch von Ute sollte Taxi bestellt werden, obwohl das Hotel Saigon nur 200m weit weg ist, 60 $ mit allem. Bursche von dem Hotel kam angerannt, der unsere Koffer dorthin zog, war schon alles vorbereitet. Räume wirklich um Klassen besser, wir mußten unsere Päße an Rezeption abgeben zum Ausfüllen der Anmeldung, was von den Angestellten dort durchgeführt wurde.

Hunger kommt auf, das Restauarant im Hotel schweineteuer, mit Taxi (fangen bei 14.000 - 15.000 an) zum Western Cafe, Fahrer wußte erst nicht, wo das ist. Tausende von Vietnamesen mit Flaggen bewaffnet unterwegs, die laut hupend durch die Straßen fahren und auf unser Taxi einschlugen, so daß schon Panik und Angst aufkam, irgendeine Demonstration ?. (Später stellte sich raus, dass Vietnam irgendein Fussballspiel gewonnen hatte).

Jetzt 21:30 Uhr, nichts los in dem Laden Pizza gegessen und etwas gegessen, war ausgezeichnet (hatte Ute noch in guter Erinnerung gehabt, besonders die Pizza Margeritha).

Zu Fuß zu dem in der Nähe gelegenen Queens Cafe, welches Touren anbietet, wollen auch schon zumachen, einige Prospekte mitgenommen und mit Cyclo zurück zum Hotel für 10.000 Dong (sehr bequem die Dinger), erst wurde 15.000 verlangt.

Schon fast alle Geschäfte zu, in Straße noch offene Bude gefunden, ein Bier getrunken, eins mitgenommen.

Gegen 23:30 Uhr wieder im Hotel, einige französische Geschäftsleute liefen dort rum. Erstmal geduscht, seltsame Konstruktion, einige Zeit gebraucht, bis das Ding lief, auch noch rasiert und Wäschesack gepackt, obwohl hier ziemlich teuer. Noch etwas eingetragen und todmüde um 0:30 Uhr im Bett.

 

Mittwoch    08.10.1997:                              Hanoi

 

Gut geschlafen, obwohl von Krach auf Straße (irgendwelche Bauarbeiten) schon um 6 Uhr wachgeworden. Um 08:20 Uhr zum Frühstück, Wäschebeutel, den ich vor Tür gestellt hatte, ist schon abgeholt worden.

Zum Frühstück,,Eier, Früchte, Toast und Tee verzehrt. Anschließend mit Taxi zum Bahnhof, wieder äußerst schwül, 100 $ gewechselt und Fahrkarten für Samstag abend 20 Uhr nach Hue gekauft, jeder 694.000 Dong los (!).

Ute will sich die Haare waschen, ich fuhr alleine zum Ho Chi Minh Museum, 5000 D Eintritt, das Mausoleum ist schon geschlossen, das Museum machte auch schon um 11 Uhr dicht, nur wenige Minuten dort verbracht, ein Wachsoldat wollte Zigaretten von mir, Packung hingehalten, nahm sich dann 3 Stück, ließ auch weiterhin nicht locker, so daß ich ihm schließlich die halbvolle Packung Dunhill schenkte.

 

 

Ho Chi Minh Mausoleum

 

 

 

Noch schnell ins Museum gehastet. Hier das Arbeitszimmer mit Uniform von Uncle Ho

 

Etwas dort im Park rumgeseßen und gelesen, dann mit Cylo für 15000 D zum See fahren lassen, dort Stange Zigaretten gekauft (Packung 9.000 D bei Kauf einer Stange 85.000 D). Indische Verhältnisse, da haufenweise Verkäufer einen belästigen, schließlich einem noch einen Raubdruck des LP Vietnamese Phrasebook für 40.000 D abgekauft, konnte auf meinen 50.000er natürlich angeblich nicht wechseln und gab mir stattdessen eine Packung Postkarten. Schuhe für 4.000 nochmal putzen lassen. Hutverkäuferinnen verfolgten mich auch permanent, wurden immer billiger: ein normaler Strohhut 5.000, ein Vietconghelm 10.000 D, teilweise werden die Burschen richtig agressiv.

Büchse Sprite für 9.000 D gekauft und kurz auf  Bank gesetzt, auch hier ist man vor Belästigungen nicht sicher. Cyclo zum Hotel gesucht, älteren Mann gefunden, der kein Englisch sprach, 2 Mädchen übersetzten es ihm. Dennoch fuhr er in total andere Richtung und zwar etliche Kilometer, schon fast aus Stadt raus, bis er vor einem Hotel stehenblieb. Ich schüttelte den Kopf und wollte mir schon einen anderen suchen. Letzter Versuch: das Geräusch eines Zuges nachgemacht, da verstand er endlich, daß das Hotel in Bahnhofsnähe liegen muß und fand auch tatsächlich den Weg. Fahrt hatte gut 45 Minuten gedauert, dem armen Kerl 30.000 D gegeben, er frug dann auch noch nach einer Zigarette, nachdem er so tat als sei er völlig fertig. Diesen Wunsch auch noch erfüllt, er haute zufrieden ab.

13:45 Uhr auf Bude, rumgekramt und kurz hingelegt, da ziemlich müde. Ute ist es nicht gut, immer noch erkältet, Fieber etc. Dennoch 10 Minuten später los, in Queens Cafe 2 Touren gebucht für Donnerstag/Freitag zur Halong Bay und für Samstag andere Tour, einmal jeweils 19 $ (ohne Hotel) und für Samstag je 18 $ bezahlt. Je ein chinesisches Bier dort getrunken, ist nicht so stark. Einige Traveller dort, auch Deutsche. Einige Zettel an Pinwand, dort wurde ein LP für China gesucht und einige warnten vor unseriösen Tourveranstaltern.

Direkt danach wieder zu dem Pizzaladen, auch mal eine Pizza Margaritha probiert, wirklich ausgezeichnet ,je ein Bier dazu, komischerweise ist hier in dem kleinen Laden nie was los.

In Gegend rumgelatscht, Ute kaufte noch einige Uhren, ihr Verhandlungsgeschick war bemerkenswert, in der Regel kosteten die Dinger 70.000 D - 100.000 D, die ursprünglichen Forderungen waren immer maßlos überzogen.

Im Supermarkt Flasche Insektenspray gekauft, Inder getroffen, der auch im Zug gewesen war (laut Ute, mir war der Mann unbekannt), einige Sätze mit gesprochen. Weitergelatscht, vor einem Cafe noch je 1 Bier a 8000 D getrunken, mit Taxi dann zum Hotel zurück, kurz zur Bude, Wasser und eine Dose Bier gekauft Schnell mal in 5.Stock des Hotels, wo Dachterrasse ist, etliche Franzosen dort.

Um 20:15 Uhr auf Bude, Klamotten immer noch nicht aus Wäscherei zurück. Werden morgen früh um 6:25 Uhr abgeholt, d.h. müssen Koffer hierlassen, einiges in Reisetasche umgepackt. Die Sachen aus Wäscherei kamen dann doch noch, Ergebnis sehr mäßig, Hose hat immer noch Flecken, um 21:15 Uhr bereits im  Bett.

 

Donnerstag    09.10.1997:                            Hanoi/Halong Bay

 

Schlecht eingeschlafen, auch etliche Male wachgeworden, um 5:15 Uhr aufgestanden, kurz vor 6 Uhr an Rezeption, brauchen erst am Samstag zu bezahlen. Ab 6:10 Uhr gewartet, nichts tat sich, um kurz vor 7 Uhr rief Typ von Rezeption dort an, Bus wäre angeblich unterwegs, kam dann um 7:10 Uhr an. Das Ding ist völlig überfüllt mit Travellern, von den die meisten ihre Riesenrucksäcke mithatten, Minibus, ca 24 Plätze, in die Enge reingezwängt. Gegen 7:30 Uhr ging es endlich los, der Inder von gestern auch im Bus, ist alleine unterwegs.

Um 10 Uhr erste Pause, in Bude am Straßenrand ein Omelett gegessen und eine Sprite getrunken, nach einer halben Stunde ging es dann weiter. Starke Schmerzen im Knie von der verdammten Enge, habe beschissenen engen Platz hinter dem Beifahrer. Um 12:30 Uhr endlich da, Wetter sehr gut, fast wolkenlos und sehr warm, die anderen wurden vor der „Billigabsteige“ ausgeladen (meist Franzosen, 2 Däninnen, einige englischsprechende, die meisten jünger als wir).

Zu Fuß ca. 10 Minuten zur Halong-Heritage, nach einem „OFF-Season“-Discount gefragt, man ging von 110 $ auf 88$ inkl. allem runter. Bude ganz o.k., gute Aussicht auf Bucht.

Kurz auf Toilette, dann zu dem verabredeten Treffpunkt in einem Restauarant, nur wenige Minuten entfernt. Essen war recht gut (im Preis inbegriffen), die Getränke allerdings recht teuer , ein Bier z.B. 15.000 Dong.

Um 13:50 Uhr wieder in Bus rein und ein paar Minuten zur Schiffsanlegestelle gefahren.

Ziemlich kleines Ding, Ute stritt sich noch mit Getränkeverkäufer rum. Endlich los, landschaftlich ganz schön, vor allem gute Sicht. Um 15:15 Uhr Stop, der zum Baden genutzt wurde, wovon die meisten Gebrauch machten.

 

 

In der Halong-Bucht, Wetter sehr gut, klare Sicht, eher selten hier

 

Magenprobleme kündigen sich an, schon die 3. Imodium heute eingeworfen. Kurz weitergefahren und Stop an einer Höhle, Ute kam nicht mit, wahnsinnig glatt, einige legten sich auf die Schnauze. Auch nicht bis zum Ende der Höhle mitgegangen, da sich Durchfall ankündigt, Vergeblich geeignete Stelle gesucht für „Toilettengang“ . 2 weitere Imodium genommen. Bei Rückfahrt Stop an weiterer Höhle, wo ein See sein soll, ist kostenpflichtig (15.000 D), die meisten fuhren mit, dauerte 30 Minuten. , soll sich angeblich gelohnt haben. Schon fast dunkel, als Rückfahrt begann, plötzlich Hektik an Bord, Geschwindigkeit mehr als langsam. Laut Ute erzählte der Inder, daß das Boot in Fischernetze von 2 unbeleuchteten Booten geraten war..

 

 

Sonnenuntergang in Halong Bucht

 

Um 19:40 Uhr hielt Bus vor dem Billighotel, um 20:20 Uhr soll wieder Essen in dem gleichen Restaurant sein.

Schnell zu unserem Hotel, quasi in letzter Minute auf Toilette, 10 Minuten später wieder los.

Ute hatte schon auf  Schiff angekündigt, daß sie morgen nicht mitkommen will und sich aussschlafen wolle, würde sich nicht gutfühlen.

Am Strand noch ein Bier getrunken, kostet auch hier 15.000 D, scheint der Standardpreis zu sein, auch wenn derzeit erstaunlich wenig Touristen zu sehen sind.

Schuhe putzen lassen für 3.000, Bursche wollte erst 10.000, war der schlechteste Schuhputz bisher.

Um 20:35 Uhr zum Eessen, waren die letzten, die dort aufkreuzten. Essen wieder recht gut, mit Engländern ins Gespräch gekommen, sie sind zu 6 Leuten unterwegs, teilweise recht schwer zu verstehen („Arbeitertypen). Sie erzählten, daß man in England nur 20 Tage Urlaub hätte („That’s the American influence“).

Von  ihrer  Unterkunft sind sie begeistert, dabei eher billige Absteige

Sie schwärmten von Massage am Strand von Nha Trang, die von 3 Frauen durchgeführt werde (a 40.000 D) und die 45 Minuten dauern würde.

Die zwei Däninnen saßen auch neben uns, noch sehr jung und reichlich schüchtern, waren auch früh weg.

War recht nett, ein Bier getrunken zum Essen,  Franzosen waren auch schon früh weg, wollen scheinbar unter sich bleiben.

Kurz vor 22 Uhr abgehauen, am Strand weiteres Bier getrunken

Gegen 23:15 Uhr auf Bude, für den normalen Preis von 110 $ ist der Raum reichlich überteuert, ein Bier aus Minibar kostet 3 $ !.

Noch geduscht und rasiert, dabei böse ins Ohr geschnitten ,Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, ab 7:30 Uhr soll es weitergehen, 23:45 Uhr im Bett.

 

Freitag    10.10.1997:                               Halong Bay/Hanoi

 

Klimaanlage angelassen, nachts wachgeworden: Hexenschuß !, starke Schmerzen, dazu noch großer Blutfleck in Kissen.

Um 6:20 Uhr aufgestanden, Rückenschmerzen gerade noch erträglich.

Zahlreiche Stromausfälle und Aufzug funktioniert auch nicht und das im teuersten Haus am Platz !

Um 7:10 Uhr schon an anderem Hotel, „Reiseleiter“ kam an, ich soll noch frühstücken, abgelehnt. Mit Inder noch ein paar Sätze gewechselt.

Wetter heute ziemlich bewölkt und nicht so warm wie gestern

Der Guide frug „where’s your wife“, ihm gesagt, daß sie sich nicht wohlfühlen würde.

Um 7:45 Uhr fuhr Bus los, 2 Boote wurden angeheuert, scheinbar noch andere Gruppe mit dabei

Engländer erzählten, daß sie gut geschlafen hätten, waren bis 3 Uhr in Bar gewesen, frugen auch nach Ute, ihnen gesagt, daß sie noch im Bett liegen würde, einer meinte nur verächtlich: „women !“.

Fahrt völlig enttäuschend, es wurde einmal zum Baden angehalten - das war’s. Nach 45 Minuten ging es dann wieder zurück, Wetter inzwischen wieder wie gestern, wolkenlos und heiß.

Bus war noch nicht da, Gruppe älterer Franzosen kam gerade an, warfen  mit den Dollars nur so um sich, zuerst wurde jeder mit einem Hut ausgestattet. Zwei Busse kamen dann zum Abtransport für uns, die zwei Däninnen wurden unterwegs aufgelesen, hatten scheinbar keine Lust zu warten. Kurz nach 11 Uhr hielt Bus am Restaurant, direkt zum Hotel gegangen, Ute wider Erwarten schon wach, wäre um 9 Uhr schon zum Frühstück gewesen und draußen etwas an Strandpromenade entlanggelaufen.

Bezahlt und zum Restaurant, wieder mal die letzten, immerhin sogar  noch neues Essen hingestellt bekommen. Rückenschmerzen sensationellerweise schon weg, auch Magen macht keine Probleme mehr. Keinen Hunger bei der  Hitze, nur Kleinigkeit gegessen und Flasche Bier dazu getrunken, Bis zur Abfahrt um 13:45 Uhr noch etwas hingesetzt, Engländer kamen verspätet, einige neue Gesichter in Bus, da einige noch einen Ausflug zu einer Insel gebucht hatten. Nach wie vor sehr eng in dem Ding, das Knie fängt wieder an zu schmerzen. Vor uns sitzen 2 junge Norwegerinnen, die sich mit Engländer unterhielten, haben alle irgendwie Schiss die Grenze nach China zu überqueren.

Jemand mußte dringend auf Toilette (gottlob trifft es mich nicht), Durchhalteparolen wurden ausgegeben („noch 10 Minuten“), stattdessen wurden es 2 Stunden und 15 Minuten, am selben Ort wie gestern Pause gemacht. Wie das arme Schwein das ausgehalten hat, ist mir schleierhaft. Endlich mal wieder die Knochen frei bewegen. Ein anderer Bus kam kurz danach an, wie gehabt: 60 % Franzosen, der Rest Engländer oder zumindest englischsprechend. Weitere 2,5 Stunden unterwegs, trotz wenig Schlaf hellwach. In Pizzabude wieder rein, jeder eine halbe gegessen, Ute dazu noch Spaghetti, ich Hühnersuppe, war sehr gut, dennoch Laden wieder leer. 2-3 Bier dazu getrunken, Ute schenkte der Frau noch die Brosche von YUNNAN AIRLINES. Mit Cyclo zum Hotel fahren lassen, die Burschen fordern immer 3 $, ich gab 12.000, Ute 10.000, was auch angemessen ist.

Kaum die Lobby betreten holte der Busche mit den Elvis-Koteletten unsere Koffer, das Trinkgeld letztens hat das wohl gewirkt, der Kerl wirkt zwar unsympathisch, ist aber recht fix.

Das gleiche Zimmer wie das letzte Mal, der Service hier ist wirklich tadellos.

Kurz frischgemacht und zur Verkaufsbude, dort 2 Dosen Bier getrunken, älterer Mann (Inhaber ?) setzte sich zu uns, war scheißfreundlich, spricht aber nur wenige Worte Englisch. Noch eine Dose mitgenommen, Ute wieder ihr obligatorisches Wasser, dazu noch Stange Zigaretten, verlangen hier 95.000, 5.000 zu teuer.

Einige junge Mädchen, aufgedonnert wie Nutten (sind mit Sicherheit auch welche) laufen dort rum,. Wieder sehr schwül geworden. Gegen 20:10 Uhr auf Bude.

Koffer gepackt, das Bild aus Nanjing wieder an Reisetasche befestigt, die Konstruktion aus Pflaster und Bindfaden hält bis jetzt erstaunlich gut.

Geduscht, bin immer noch begeistert von der Klimaanlage, habe noch keine bessere gesehen, leicht zu regulieren und kühlt ruckzuck.

Nach langer Zeit meine Augentropfen wiedergefunden, 1 Polohemd, 1 Hemd und einen Pullover rausgelegt, Zettel dazugelegt, daß ich die Sachen nicht mehr brauche.

Um 6:45 Uhr soll Abholung sein, bin mal gespannt, wann die tatsächlich auftauchen.

 

Samstag    11.10.1997:                               Hanoi/Hue

 

Schon um 1:30 Uhr wachgeworden, wahnsinniger Lärm draußen, irgendwelche Straßenarbeiten, die stundenlang andauerten. Um kurz vor 5:30 Uhr aufgestanden oder besser gesagt: es versucht. Erneut tierische Rückenschmerzen, komme kaum aus Bett, muß mich „rausrollen“. Unmöglich Socken oder Schuhe anzuziehen, Schmerz legte sich mit der Zeit etwas.

Keinen Bock auf Frühstück, Printe gegessen und Wasser getrunken.

Um 6:30 Uhr ausgescheckt, Flasche Wasser in Kühlschrank vergessen - peinlich. Unten noch etwas rumgehangen, „Elvis“  bekam wieder sein Trinkgeld fürs Gepäck einlagern.

Wurden um 7 Uhr abgeholt, Glück gehabt: Toyotobus mit 2 Paaren drin: ein französisches und ein jüdisches, die ich auch zuerst für Franzosen gehalten hatte, platzmäßig  ganz angenehm.

Wetter noch heißer als gestern, schweißgebadet. Nach 2 Stunden Fahrt erster Halt an 2 alten Tempeln, bessere Bretterbuden, vom 1. Und 2. König Vietnams errichtet oder so ähnlich. Der  weibliche Guide spricht schlecht Englisch, keiner versteht was.

Das ganze Dorf auf den Beinen um etwas zu verkaufen oder zu betteln, einem Jungen eine Büchse Cola für 10.000 abgekauft. Einer alten Frau Printe gegeben, an der sie erstmal mißtrauisch roch. Einige frugen nach Zigarette, die Packung wurde dann gnadenlos geplündert. Die anderen waren zu Fuß noch auf einen Berg gegangen. Der Belagerungszustand wurde nur dann besser, wenn eine neu Gruppe kam.

Endlich weiter, nach ca. 30 Minuten um 11 Uhr zum Essen in großes Lokal, war schlechter als gestern. Mit den anderen ein paar belanglose Sätze gewechselt.

Ab 11:45 Uhr Fahrt mit Boot durch Reisfelder und durch 3 Berge hindurch. Von 2 Frauen gerudert worden, die auch ihren Kram verkaufen wollten. Ich wollte Zigaretten kaufen, aber selbst 10.000 D reichen hier nicht aus. Gefällt mir von der Landschaft besser als gestern, bedauerlicherweise allerdings schon zu viele Touristen hier.

 

 

Sehr schöne Fahrt - ein paar Jahre später nochmal dagewesen,genauso schön (siehe späteren Reisebericht)

 

An einem Damm mußte mitangepackt werden das Boot rüberzuschaffen. Um

 

Stundenlange Bootstour, auch durch einen Berg durch - wirklich Klasse.

 

14:15 Uhr war Schluß. Je 5.000 D Trinkgeld gegeben.

Nochmal an Zigarettenbude rungestritten, für 11.000 D will man mir nur einheimische geben, vom Kauf abgesehen.

Um 16:45 Uhr wieder am Queens Cafe, dort noch 2 Bier getrunken und dann (schon) wieder in Pizzabude, ich verzehrte wieder Hühnersuppe, Ute wieder ihre Knoblauchpizza, ein Bier dazu. Diesmal auch andere Gäste da.

Gegen 19:10 Uhr zum Hotel, 15.000 D für beide auf einem Cylo, obwohl Kerl meinte, dies sei zu wenig.

Nochmal kurz aufs Klo gegangen, dann mit Taxi zum Bahnhof. Der Fahrer wollte erst 20.000 D für das kurze Stück ohne Taxometer haben !., gab sich dann mit 15.000 zufrieden.

Zug steht schon parat, haben laut Ticket Abteil 4, angeblich aber laut Ute 3, dort rein. Mit älterem holländischem Paar einige Sätze gewechselt, vorher war noch ein jüngerer Hotelschlepper angekommen, der ein neues Hotel in Hue anpries.

Abteil blieb bis kurz vor Abfahrt leer, dann kam noch vietnamesisches Pärchen .

Zug fuhr pünktlich um 20 Uhr ab,  1 Stunde später hingelegt..

 

Sonntag    12.10.1997:                               Hue

 

Einigermassen geschlafen trotz großer Hitze und Hustenanfällen von Ute, immerhin hat keiner geschnarcht.

Wieder Rückenschmerzen beim Aufstehen, „Frühstück“ wurde serviert: dicker  Hefeklumpen, uns gab man 2 große Flaschen Wasser, eine an die Mitreisenden abgegeben, die leer ausgegangen waren, Tee bzw. Kaffee mußte bezahlt werden. Kurz vor 9 Uhr in Hue, brütende Hitze, mit Taxi zum Huong Giang Hotel, auch hier so gut wie nichts los, Bude für 55 $ bekommen, weitläufiges Gebäude mit Pool, an den Ute direkt wollte, keine Lust, erstmal rasiert und geduscht, war total verdreckt. Doch zum Pool gegangen, kein Mensch da, Bewölkung kommt auf, so daß die Hitze noch halbwegs erträglich ist. Jetzt 10:35 Uhr, frage mich, wie wir hier wegkommen, nicht lange am Pool aufgehalten.

Dreckige Wäsche zusammengepackt, gelesen und dann Geld gewechselt (1$ = 11.666 Dong). Ute kam gegen 14 Uhr, hat Schnauze voll von Zügen, will fliegen. Geht aber garnicht von hier, sie will noch an Pool.

Zu Hause angerufen vom Zimmer aus, klappte erst im 3. Versuch, Verbindung war ganz ordentlich. Zu Fuß 10 Minuten später zu einem „Tourenladen“  und für übermorgen Busfahrt nach Nha Trang über Hoi An  (Übernachtung dort), nur Frühstück im Preis enthalten, der Bus soll angeblich komfortabel und mit Gepäckfach sein.. Fahrt von Hoi An nach Nha Trang kostet 10 $, die DMZ-Tour je 18 $. In Bude gegenüber gegangen („Restaurant“) und ein paar Fritten gegessen, , die Inhaberin erkannte Ute wieder.

Älterer Typ saß neben uns, der einem vietnamesischen Jungen irgendwas von seiner vietnamesichen Freundin erzählte (wahrscheinlich Sextourist)..

Nebenan kann man auch essen, dort saßen einige großkotzige Skandinavier. Überall Fernseher aufgestellt, wo Fussballspiel Vietnam - Laos lief (zur Halbzeit 1:1) und die Leute gebannt vorsassen.

Kurz bis auf eine Brücke gegangen, auch hier scheinbar alles im Krieg plattgebombt worden, man sieht selten Häuser, die mehr als ein Stockwerk haben, ähnlich wie in Hanoi.

Auf Rückweg zum Hotel in Nähladen rein, wo Ute schonmal Klamotten gekauft hatte, Inhaberin („Anh Bao“), erkannte sie wieder, war scheißfreundlich, spricht perfekt französisch..

Schon zu freundlich, wirkt aufgesetzt, 2 „Anzüge“ und ein Hemd andrehen laßen, gingen von 60 $ nur auf 58 $ runter, bin des Handelns überdrüssig, zumal ich sowieso nicht im geringsten einschätzen kann, ob der verlangte Preis überhaupt gerechtfertigt ist.

Ute versucht vergeblich für ihren ganzen Krempel auf 100 $ zu kommen, angeblich echte Seide, schwer zu nähen etc.. Bin mal gespannt, wie der Kram nach der ersten Wäsche aussieht, angeblich hat sie ein Geschenk für mich morgen, wenn die Sachen abgeholt werden sollen.

An Bude nebenan noch kalte Dose 333-Bier getrunken für 7.000 D .

 Im Hotel kurz frischgemacht, Wecker schon auf 5 Uhr gestellt, sollen um 6 Uhr abgeholt werden, Raum mit dem Insektenspray ausgesprüht, es riecht danach wie im IMPERIAL-Hotel in Delhi (Chinesisches Zeug names MAG).

Zum Essen nach draußen auf Terrasse am Fluß, eine Gruppe ist wieder angekommen, scheinbar wieder Franzosen.

Essen war nicht schlecht, doch trotz des angekündigten großen Fisch für 2 Personen gab es nur Iglo-ähnliche Fischrollen, dazu noch Reis, Kartoffelsalat, Schweinefleisch, wurde auf Zimmerrechnung geschrieben.

Gegen 20:40 Uhr wieder auf Zimmer, noch eine Dose Bier aus Minibar getrunken, kann gar keinen „Verzehrzettel“ finden. Gegenüber ging älterer Tourist mit junger Einheimischer aufs Zimmer. Obwohl es verboten sein soll mit Prostituierteen aufs Zimmer zu gehen bzw. Besuch angemeldet werden muß und nur bis 23:30 Uhr bleiben darf (steht zumindest in den Hotelunterlagen , ist wahrscheinich eh nur pro forma).

Ute hatte wegen Frühstück gefragt, wird von 6-9 Uhr serviert, aber wir sollen auf der Fahrt eins bekommen, gegen 21:30 Uhr im Bett.

 

Montag    13.10.1997:                                Hue/DMZ-Tour

 

Recht schnell eingeschlafen, allerdings um 2:30 Uhr mal wieder auf Toilette gehen müssen. Große Wärme in Zimmer, aber nicht getraut Klimaanlage anzustellen. Um 4:55 Uhr aufgestanden, die üblichen Rückenprobleme. Ab 6 Uhr gewartet, Typ von Rezeption  wieder mal anrufen lassen, wo der Bus bleibt, soll angeblich in 5 Minuten kommen. In Frühstücksraum gegangen, sieht sehr gut aus. Milchbrötchen, Papaya und Tee verzehrt. Wir hatten den Auftrag gegeben uns anzurufen, sobald der Bus da sei, war auch dann der  Fall. Vorher hatte uns noch eine Vietnamesin auf deutsch angesprochen, die auf ein Paar für eine Sightseeing Tour wartete und uns dafür hielt.

Bus schon ziemlich voll, das übliche Ding mit ca. 24 Plätzen, beschissene Plätze hinter Fahrer bekommen. Es dauerte bis 6:50 Uhr bis alle Leute an den Hotels eingesammelt worden waren.

Wetter erst nicht ganz so heiß, ziemlich bewölkt, löste sich aber schnell wieder auf. Ca 1,5 Stunden zu Ort namens Dong Ha gefahren, zu „DMZ-Cafe“, wo der Guide gewechselt wurde und es Frühstück gab. Zähes Brötchen mit Käse reingewürgt, Ute Omlelett. Nochmal Pinkeln gegangen, strenger Geruch dort, ähnelt Waschküche. Endlich weiter, nächster  Halt in der Prärie, wo auf einen Berg gezeigt wurde, der im Krieg angeblich eine Artelleriestellung der Amerikaner gewesen sein soll. Weiter zu einer Brücke, wo früher der Ho-Chi-Minh-Pfad verlaufen wäre, sieht aus wie eine normale Straße.

 

 

Teil des Ho Chi Minh Pfades - Dschungel nicht mehr vorhanden

 

In der Nähe zu einem Dorf, wo die Kinder einen „Pen“ forderten. Trauriges Schauspiel: die ganzen Touristen inmitten der armen Schweine, die begafft werden wie Ausserirdische. Zurück zum Ort des Frühstücks, deutsches Pärchen in Bus, etwas verängstigt wirkend, einige Sätze mit gesprochen. Mittagessen eingenommen, Ute Hähnchen mit Reis, sie leidet immer noch unter Hustenanfällen, hört sich nicht gut an. Sie war mit Essen nicht zufrieden, meine Hühnersuppe dagegen ganz ordentlich. Hier wird alles berechnet, sogar Tücher zum Händeabwischen für 2.000 D Scheinbar gratis als Nachtisch irgendein süßes Gebäck.

 

 

Unwürdiges Schauspiel in einem Dorf

 

Um 14:20 Uhr endlich weiter, konnte gottlob zwischendurch auf Notsitz neben der Deutschen sitzen, so daß sich die Knie- und Rückenschmerzen noch in Grenzen hielten.Kurzer Stop an ehemaliger Demarkationslinie, nicht viel zu sehen, außer Denkmal und altem Bunker.

 

 

 

An der früheren Grenze von Nord- und Südvietnam

 

Nächster Stop an einem ehemaligen US-Camp, wo man wieder mal von Händlern erwartet wurde, die Kaltgetränke, Erkennungsmarken, Orden und Munition anbieten. Überall liegen rostige Granaten rum („Don’t touch or kick“), die bei großer Hitze von selbst losgehen würden. Inzwischen wird das Terrain für Kaffeeanbau genutzt, wodurch die Leute angeblich ziemlich wohlhabend seien.

Das Camp sei nach Flucht vor den Vietnamesen von den Amerikanern selbst bomdardiert und zerstört worden.

 

 

Überall liegen noch Granaten rum

 

Der Guide versteht es geschickt, tolle Geschichten und  Informationen zu erzählen, z.B der Einsatz der verschiedenen Giftstoffe: Agent Blue für Büsche, Agent White für Gras, Agent Orange für Bäume, 200.000 US-Soladaten würden da heute noch drunter leiden, 74 Millionen Liter abgeworfen etc..

Weiter zur Küste gefahren, in kleinem Ort mit ein paar Hütten ein Museum besichtigt, bestehend aus nur einem Raum, wo einige Fotos , Karten und Ausrüstungsgegenstände aus der Kriegszeit ausgestellt waren..

Dann in Tunnelsystem rein, das der Zivilbevölkerung Schutz vor Bomben bieten sollte, 3Stöckig angelegt, 10,15 und 20m unter der Erde. Jeder bekam eine Taschenlampe, die aber meist nicht richtig funktionierten. Angeblich 900 m lang , stockduster da drin, angeblich 1,80 m hoch, man mußte aber die meiste Zeit gebückt gehen, Ute war wie erwartet nicht mitgekommen. Sammlung in  größerem unterirdischen Raum, da 2  Leute vermißt wurden.

 

 

Im Tunnel - Ausgang zum Meer

Teilweise sehr eng und unheimlich glatt, Ausgang an Küste, wo direkt Getränkeverkäufer rumlungerten. Haben noch halbwegs zivile Preise (8.000, d.h. der „Gewinn“ ist höchstens 1.000 - 2.000), prügelten sich fast um die Kundschaft. Als ich eine Dose kaufen wollte, stürmten direkt 5 Händler auf mich zu.

 

 

Ausgang ziemlich gut getarnt, trotzdem von amerikanischen Kriegsschiffen beschossen (laut Guide)

 

Kurze Pinkelpause wurde eingelegt und dann zurück, Fahrt über „Highway No.1“, Straße völlig überlastet und in miesem Zustand.

Es wird schnell dunkel, am Anfang der Tour sollte eigentlich eine zerstörte Kirche besichtigt werden, jetzt sagt Guide, es würde sich nicht lohnen, da dort nicht mehr viel zu sehen sei, hat eh keiner Bock mehr drauf..

Hue ohne Strom als wir ankamen, tat sich aber nach kurzer Zeit wieder was. Entgegen früherer Aussage wurde die Leute jeweils an ihren Hotels abgesetzt, Businsassen bestanden aus offenbar schwulen Italienern, Juden und Haufen Engländer.

Sachen aus Wäscherei da, 2.000 D waren mehr berechnet worden, scheinbar weil ein Polohemd nicht als T-Shirt durchging.

An Aussenbar 6 Dosen Bier geordert, Ute ging Klamotten holen. Geduscht, Sachen anprobiert, scheinen zu passen, ein Hemd gefällt mir nicht so, etwas dreckig. Als Geschenk gab es eine Krawatte, die ganz gut aussieht.

Zum Essen, waren mal wieder die einzigen Gäste. Hähnchen, Shrimps, Schweinefleisch etc. bestellt, ich unterschrieb für 164.000 Gesamtpreis, ein ganzer Fisch war wieder nicht erhältlich.

Nochmal zur Anh Bao, 2 weitere Hemden geordert, irgendein Typ dadrin, der was von einer Hochzeit erzählte, ich hätte ein Hemd bekommen, daß angeblich für den Bräutigam vorgesehen gewesen sei (komischerweise hat der die selben Maße wie ich - wahrscheinlich neuer Trick). 30 weitere Dollar fällig, schon mal bezahlt, sollen morgen früh um 7 Uhr fertig sein, Alte wieder scheißfreundlich.

In Bude nebenan noch ein Bier getrunken,  Zimmer ausgesprüht und Koffer gepackt, nur mit Mühe zubekommen Die Fernbedienung  der Klimaanlage spielt wieder verrückt.

Um 0:30 Uhr im Bett.

 

Dienstag    14.10.1997:                              Hue/Hoi An

 

Um 5:50 Uhr aufgestanden, innerhalb kurzer Zeit dreimal Durchfall mit Magenkrämpfen. Kurz nach 6:30 Uhr zum Frühstück, ausnahmsweise keine Rückenschmerzen, dafür tut das Knie wieder etwas weh.

Nicht viel verzehrt, wegen Klamotten schnell zu Geschäft, waren aber schon an der Rezeption abgegeben worden.

Auschecken dauerte relativ lange aufgrund technischer Probleme. Telefongespräch kostete 94.000 - ziemlich teuer.

Ute hat auch die Scheißerei und die schon obligatorischen Hustenanfälle.

Kurz noch auf Bude, Affenhitze dort drin, Fernbedienung der Klimaanlage jetzt endgültig kaputt.

Um 7:50 Uhr mit Taxi zum Abfahrtsort, kein Bus zu sehen, laut Cyclofahrer steht er ein Stück weiter runter.

Glück gehabt: großer neuer Bus, Gepäck konnte problemlos unten verstaut werden. Deutsches Paar von gestern schon da, es würden nur 10 Leute mitfahren.

Wieder sehr heiß, bin jetzt schon schweißgebadet und das trotz  Regenzeit.

Um 8:15 Uhr losgefahren, nach 1,5 Stunden erster Halt an Strand, Liegestuhl kostet 5.000 D, massieren lassen von 3 (alten) Frauen, sehr mäßig, jeder 20.000 gegeben, ca. 1 Stunde Aufenthalt, Büchse Sprite noch geholt, dann weiterer kurzer Halt an Himmelspaß, gute Sicht, wieder haufenweise Verkäufer da.

 

Stop an sogenannten Himmelspass

 

 

Ein paar alte Militäranlagen noch vorhanden

 

 

Die unvermeidlichen Händlerscharen direkt da

 

Weiter zu einem Ort mit Museum,  Ute blieb als einzige im Bus, nur die anderen Deutschen kamen mit, für 20.000 D waren lediglich einige Steinskulpturen zu sehen, - enttäuschend. Statt 20 Minuten Pause fast 40 Minuten, da Fahrer vermißt wurde.

Als nächstes war eigentlich ein Stop an irgendwelchen Marmorhöhlen geplant, hatte bei der Hitze aber keiner Bock drauf, nach kurzer Diskussion Weiterfahrt. Stop an einem Lokal, angeblich wäre es großen Bussen verboten in Stadt zu fahren.

Alle umsteigen in kleinen Bus, viel zu voll. Typ in Bus gefragt, ob man am Ho-An Hotel halten könne, was aber abgelehnt wurde. Älterer Deutscher (Anfang 40) mit seiner vietnamesischen Freundin auch dabei, war schon 4* hier.

Zwei Mann blieben erstmal zurück, kleines Hotel wurde angefahren, einige sprangen raus, um sich die Bude anzusehen, kamen aber alle wieder, beim nächsten Hotel das gleiche Spiel, erst beim dritten im Stadtzentrum blieben einige. Alle Deutsche dann doch zum Hoi-An-Hotel, Zimmer angesehen, nichts besonderes, aber alle blieben. 26 $ für „Second-Class-Room“.

Direkt losgezogen zu Restaurant an Fluß, wo Ute schonmal war, einige Bier getrunken und Teller Nudeln mit Shrimps (nur 1 DM !). Im Referenzbuch nur Positives zu lesen.

Kleines Mädchen, welches  sehr gut Englisch spricht, nervt mit einer 2DM-Münze, die sie umgetauscht haben will. Ihr schließlich 13.000 dafür gegeben. Händler tauchten auch wieder auf mit Postkarten und dem üblichen Kram.

Wieder zurück zum Hotel, alles hängt wieder vor dem Fernseher, wo ein Fußballspiel Vietnam - Philippinen läuft.

Nach kurzer Zeit wieder los, 2 Cyclofahrer vor Hotel für morgen früh 5:30 Uhr angeheuert, für 1 $. Hatten schon vorher Busticketes am Sinh Cafe, wo der Bus losfahren wird, bestätigen lassen. Soll der gleiche Bus sein, wieder nur mit 10 Leuten.

Zahlreiche Touristen hier, Ute ließ sich wieder Kleid nähen, ich kaufte 7 T-Shirts a 20.000, wird auf Dauer zu teuer, die wenigen mitgebrachten ständig reinigen zu lassen, zumal ein neues fast billiger ist als die Reinigung. Kurz in das Hotel, wo Ute im April war, dann erneut zu dem Restaurant Hong Fuc, fast nur Deutsche dort, auch 2 Burschen, die mit 2 Vietnamesinnen anbandeln wollten. Fisch gegessen und einiges dazu getrunken, war sehr gut (ganzer Fisch in Bananenblatt). Den fliegenden Händlern  einige Packungen mit kleinen Salbendosen abgekauft, kosteten erst 15.000 D das Stück. Später gab es schon zwei Schachteln dafür. Auch noch Zigaretten bei alter Frau und einem alten Mann, nehmen alle 10.000 D, die armen Schweine verdienen sich so ein paar Pfennige dazu.

Lokal wird geführt von 2 oder 3 jungen Frauen, die mich als „Buddha“ bezeichneten wegen der Größe meines Bauches, der durch den Geldbeutel davor noch dicker aussah.

Gegen 22 Uhr zurück zum Hotel, ziemlich fertig und um 23 Uhr todmüde ins Bett.

 

Mittwoch    15.10.1997:                              Hoi An/Nha Trang

 

Durchgeschlafen , um 4:50 Uhr direkt aufgestanden, bezahlt, noch alles ruhig im Hotel. Cyclofahrer warteten schon, knapp 5 Minuten Fahrt zum Sinh Cafe, Ute aß dort noch Omelett, mir reichte etwas Tee.

Um 6:15 Uhr Abfahrt, tatsächlich ziemlich wenig Leute da. Gegen 9:30 Uhr erste Pause, über wackelige Brücke zum Strand, brütende Hitze.

Nach einer halben Stunde weiter,  wieder starke Knieschmerzen. Gegen 12:30 Uhr an Bude am Meer zum Essen gehalten, eine Suppe und ein 7UP verzehrt. Das Ding steht auf Stelzen im Wasser, wo hunderte kleine Fische waren, die mit Begeisterung mit den Essensresten gefüttert wurden.

Weiterfahrt um 13:45 Uhr, ein kurzer Fotostop wurde noch gemacht und von 15:45 Uhr - 16:15 Uhr erneuter Strandaufenthalt. Wieder mußte man über einige zusammengezimmerte Baumstämme zum Strand, Ute traute sich nicht.

Hier an der Küste ist es gottlob nicht ganz so heiß, weitere Limo geholt, Preise noch ganz annehmbar. Um 18:20 Uhr endlich in Nha Trang. Der Bus hielt an einem Billighotel, wo aber keiner bleiben wollte, da Strandnähe gewünscht wurde. Zwei Cyclofahrer, die dort schon rumlungerten, wie vor fast jedem Hotel, angeheuert, wollten erst 10.000 D für jeden, fuhren dann aber samt unserem Gepäck für die Hälfte zum Vien Dong Hotel, wo Ute im April schon genächtigt hatte. Typ an Rezeption gab direkt ohne Murren 20 % Rabatt (308.000). Zimmer macht im Vergleich zu gestern recht guten Eindruck, obwohl das Gebäude von außen gesehen nicht viel dahermacht.

Auf Zimmer kurz ein Bier getrunken und dann zum Sailing Club, nebenan hatten wir erst versucht eine Bootstour zu mieten, alles quakt von „Mama Han“, wo man umsonst Essen und trinken kann, wird hier überall angeboten. Einige Männer dort drin, können sich nicht verständlich machen - sinnlos.

Nichts los, immer wieder laute BEATLES-Musik, die 3-4mal lief, ehe was anderes aufgelegt wurde. Lage zwar ganz nett, aber voll auf touristisch getrimmt. Es wurde zusehends voller, über 90 % Touristen, Essen schmeckte zwar und auch optisch ganz gut gemacht, Hühnerfleisch (kaum vorhanden) mit Pilzen und Zwiebeln, in einer Ananas serviert.

Speisekarte sehr dürftig, hauptsächlich Pizza, Fisch Mangelware. Einige Bier getrunken, Musik wird immer lauter, 180.000 D bezahlt, da war die Bude gestern abend um Klassen besser. Einen Hund mit Pizzaresten durchgefüttert, er stand zwar mehr auf Hühnchen, aber nichts mehr da..

Zu Fuß zurückgegangen, ein Hotel noch angesehen, wo Amerikanerin uns ansprach. Mit ihr über die Zimmer unterhalten, sie zahlt 50 $ und ist scheinbar nicht ganz zufrieden, als sie unseren Preis hörte.

In Hotelnähe (getrennt durch Straße vom Strand) noch kurz in die Coconut Grove auf ein Bier. Liegt direkt am Strand, erheblicher weniger los als im Sailing Club, aber ebenso auf Touristenfang aus. Bier hier etwas billiger: 12.000 D, vorher 16.000 D

Gegen 23 Uhr auf Bude, sehr müde, geduscht und rasiert, Dose Bier aus Minibar noch verzehrt und eingetragen, um 0:30 Uhr im Bett.

 

Donnerstag    16.10.1997:                            Nha Trang

 

Um 5 Uhr wieder wegen Pinkelns wachgeworden, ab 6:30 Uhr ziemlicher Krach., um 9:45 Uhr  zum Frühstück am recht großen Pool. War billig und ganz gut (Übernachtung ist ohne Frühstück). Wetter bewölkt und ziemlich schwül.

Weiße Hose und 2 Hemden in Wäscherei gegeben, mit Cyclo zum Ana Mandara fahren lassen a 10.000 D, ist gar nicht so weit weg vom Zentrum, macht auf den ersten Blick einen excellenten Eindruck, Räume fangen an bei 130 $, geben 30 % Rabatt (=91 $), ein „Deluxe-Room“ soll 170 $ kosten

Man will uns morgen um 10:30 Uhr abholen. Zum Coconut-Lokal, 3 Bier getrunken und zeitlang im Schatten geseßen, angenehmer Wind, dennoch Sonnenbrand auf Beinen. Ein offenkundiger Deutscher lamentierte rum, fühlte sich betrogen, da er 10.000 D für einen Liegestuhl bezahlen sollte, wo er nur wenige Minuten draufgesessen hätte.

Händler auch wieder zugegen, Zigaretten gekauft (auch hier Packung 10.000), Schuhe für 4.000 putzen lassen und einige T-Shirts zeigen lassen, Qualität ziemlich unterschiedlich, insgesamt gesehen eher mies.

Einige liefen auch am Strand rum, die einen auf behindert machen, z.B. blind, und so Geld erbetteln wollen.

Cyclofahrer sollen um 16 Uhr vor Hotel auf uns warten, aber  bis 16:15 Uhr noch im Hotelpool geblieben, einige ältere Holländer dort und junges englischsprechendes Volk, die sehr viel tranken..

An Rezeption nach Zug nach Phan Thiet  gefragt, fährt recht ungünstig, abends oder früh morgens, ein Taxi soll 600.000 D kosten.

Hatten versucht am Pool noch was zu essen bekommen, aussichtslos, da wieder ein Fußballspiel lief (Vietnam gegen Thailand 1-2), es soll sich um ein asiatsisches Fußballturnier handeln, ähnlich Europameisterschaft. In jeder Bude ist ein Fernseher aufgestellt und alles hängt davor.

Cylcofahrer warteten noch, Ute handelte Fahrpreis aus zu Cham Türmen Po Nagar und zur Landzunge Hon Chong, 50.000 für beide hin und zurück.

Burschen erklärten sich einverstanden, zuerst zu den Türmen, doch recht weite Strecke, 10.000 D Eintritt, Ute kam nicht mit, viele Bettler dort, reichlich verfallene Anlage, die aber renoviert wird.

 

 

Po Nagar Anlage in Nha Trang

 

Nicht lange dort aufgehalten und weiter zur Landzunge, Buden auch hier fast alle zu wegen dem Fußballspiel, 2 Büchsen Bier a 10.000 D noch bekommen. Zeitlang dort gesessen, viele Mücken hier, es wird sehr schnell dunkel. Um 18:40 Uhr wieder im Hotel, Frau haute uns an, das Taxi würde doch 800.000 D kosten.

Verkehr auf Straße hat deutlich zugenommen, weiteres Spiel im Fernsehen, Singapur - Indonesien, von dem Ausgang hängt ab, ob Vietnam weiterkommt. Housekeeping rief an wegen Wäsche, brachten die Sachen dann, eher enttäüschend: Nicht gebügelt und Fettfleck immer noch in Hose, kann ich wegwerfen..

Etwas Fußball geguckt, gegen 19:30 Uhr wieder los, Cycloburschen waren auch wieder zur Stelle, für 16.000 D hin und zurück zum Than The Restaurant ausgemacht.

Die Kerle wollten uns ein anderes angeblich besseres Lokal anpreisen, nicht beirrren lassen.

In Reiseagentur in der Nähe gegangen, hier soll ein Taxi nach Phan Thiet 65 $ kosten.

Wenig los in dem Laden, großer Raum mit einfachen Stühlen und Tischen. Ein älterer Typ saß dort an Tisch, der auch in Halong war, erkannte uns wieder, es handelt sich um einen Kanadier.

 

 

Im THAN THE Restaurant

 

Shrimps bestellt („BIG“), gegrillt mit Lemon und Schale mit Pfeffer und Salz. Drei große Dinger wurden serviert für 40.000 D, Ute machte langes Gesicht, ihre „Big mit garlic“ entpuppten sich als 5 oder 6 kleine. Sehen aus wie Hühnerflügel, scheinbar auch nicht mehr dran, so daß wir nochmal „meine“ Großen bestellen sollten.

Essen gut, je 2 kleine Bier dazu, Frühlingsrollen, Knoblauchreis für 130.000 D.

Älterer Mann (58) sprach uns noch an, scheinbar der Inhaber. Er hätte 3 Söhne, wäre ehemaliger  Lehrer, die jetzt in Vietnam 100 $ verdienen würden etc.

Frug auch nach den Vietnamesen in Deutschland,  das Fernsehen hier hätte Berichte von der Zigarettenmafia gebracht.

Cyclofahrer hatten geduldig gewartet, sie an Hauptstraße „entlassen“. Stück zu Fuß gegangen, an Strand 2 Bier geordert, die in Plastikeimern mit Eis kühl gehalten wurden. In Liegen am Strand gesetzt, etwas windig, aber ohne kühl zu sein. Ein Tourist ging in dem stürmischen Wasser schwimmen, ihn nicht mehr gesehen

Es fängt an zu regnen, hektisch wird alles zusammengepackt, kaum noch Volk unterwegs

Gegen 22:45 Uhr im Hotel, Koffer gepackt, um 23:45 Uhr im Bett.

 

Freitag    17.10.1997:                               Nha Trang

 

Um 3:30 Uhr mal wegen Klogangs wachgeworden, Gewitter mit starkem Regen bis in den morgen rein, es wird wieder laut, um 7:50 Uhr aufgestanden, . Zum Frühstück, Luft wieder ziemlich drückend. Kurz nach 10 Uhr bezahlt, da Putzfrauen unbedingt reinwollten.

Burschen von Ana Mandara mit Kleinbus pünktlich um 10:30 Uhr da.

Nach ca 1 km Fahrt da, „Welcome“-Drink und Gutscheine für Frühstück gab es sofort, zwei Kofferschlepper auch schnell zugegen, jedem 10.000 D gegeben.

Sehr geschmackvolle Einrichtung, absolut erstklassig, mit schöner Terrasse.

Fruchtteller vorhanden mit der berühmten „Drachenfrucht“, die ähnlich wie Kiwi schmeckt.

Kämpfe mit dem in Schrank eingebautem Safe, funktionierte dann endlich.

Reisetasche mal ausgemistet, Tasse Tee getrunken, dann das Gelände inspiziert, Pool ziemlich klein. Inzwischen hat starker Regen angefangen, dauerte stundenlang, Temperatur ganz angenehm, ca. 23 Grad.

Neben dem Hotelgelände am Strand gibt es eine Pizzeria, dort hingegegangen, nichts los. Jeder 4 Bier getrunken und Teller Fritten gegessen.

Gegen 15:30 Uhr zurück, geduscht und umgezogen. Ein letztes mal die Hose mit dem Fettfleck angezogen, wenn ich schon das Geld für die Reinigung ausgegeben habe. Schuhe können auch weg, wenn ich es mir mit nach dem nächsten Putzen nicht wieder anders überlege.

Bin jetzt schon ziemlich müde, kann trotzdem nocht schlafen, etwas rumgekramt und Fernsehen geguckt. Wieder total bewölkt und windig, aber sehr warm - das gibt noch mehr  Regen.

Die Hemden aus Hue anprobiert, Ärmel sind bei zweien viel zu kurz. - ärgerlich.

Gegen 18 Uhr zur Strandbar, ein 333-Bier kostet den Wucherpreis von 2,5 $ (!),

Um 19:30 Uhr wieder zu Than The, erneut wieder Hantier mit den diesmal anderen Ccylofahrern, die angeblich erst nicht wußten wo es ist und dann ging wieder die Feilscherei los..

Laden sehr voll, Der Kanadier auch wieder da, kurz mit gesprochen, seine Unterkunft ist da "La Fregatte"

Zweimal die gegrillten „Big“-Shrimps bestellt, Ute wollte schon direkt vier ordern. Sie trank Flasche Bordeaux, der Kanadier bekam zwei Gläser ab. Nochmal Shrimps nachbestellt, die großen sind nicht mehr vorrätig, stattdessen gab es kleinere, die aber auch lecker waren. Reicht Ute auch noch nicht, eine zusätzliche Portion „Garlic“-Shrimps ist fällig. Drei oder 4 Bier dazu getrunken, satt bis zum platzen.

Eine Toilette in der Bude vorhanden, ist wider Erwarten in ausgezeichnetem hygienischen Zustand, so gut wie das Essen. Der „Chef“ mit dem Geschäft offensichtlich sehr zufrieden, alles in allem ca. 60 DM bezahlt - hat sich gelohnt.

Laden hat sich inzwischen geleert. Cyclofahrer hatten stundenlang gewartet, wie auch andere auf der Straße auf Kundschaft warten. 20.000 D war ausgehandelt vorher, 30.000 D gegeben, maulten rum wegen der langen Wartezeit, noch einen 10.000er gegeben.

Zum Sailing Club fahren lassen, wieder sehr voll, erneut über 90 % Westler, zwei Burschen hatten ihre vietnamesischen Nutten mit, die sehr gelangweilt wirkten.. Zwei Bier noch hier getrunken, dann zu Discothek neben unserem Hotel, hat aber  zu.

Affenhitze in  Bude, Klimaanlage klappt nur mit Schlüssel, kurz nach 2 Uhr im Bett, Moskitonetz eingerollt, brauche ich nicht.

 

Samstag   18.10.1997:                                Nha Trang

 

Gegen 6 Uhr wegen Frierens wachgeworden, da ich Klimaanlage angelassen hatte.

Um 7:50 Uhr aufgestanden,  40 Minuten später trommelte Housekeeping an Tür, erstmal abgewimmelt, noch reichlich müde.

Kurz nach 9 Uhr  zum Frühstück Cornflakes und Joghurt verzehrt, beides sehr mäßig.

Ute wollte sich nochmal hinlegen, ich ging an Strand, schöne Liegen unter Palmdach im Schatten. Zuerst nicht eingerieben, nach 2 Stunden brennen die Beine schon. Ute kam um 12:20 Uhr, je 2 Handtücher geholt und dort rumgelegen. Heute gering bewölkt, an Meer ziemlicher Wind, ganz angenehm.

 

 

Am Strand des Luxuskastens ANA MANDARA, wirklich Klasse, aber immer teurer

 

Um 13:30 Uhr zur Pizzeria („Casa Italia“),  Pizza gegessen und 2 Bier getrunken, Saigon Bier, hat nur 3,6 %.

Pizza besser als erwartet. Der Laden soll einem Schweizer gehören, der Koch sei Italiener.

Bis 17:15 Uhr dort aufgehalten, Ich ging auf Bude, Durchfall heute, wahrscheinlich von zuviel Alkohol und Nikotin.

Geduscht, Beine sind von Sonne schon stark angegriffen.

Um 18:40 Uhr nochmal zu Pizzaladen, Im Fernsehen läuft wieder Fußball, das Endspiel zwischen Singapur und Thailand. Kellner erzählte ganz stolz, daß Vietnam Dritter geworden sei und das Frauenteam sogar Turniersieger. Er hat einen 3-jährigen Sohn, der auf den Namen „Ba“ hört und sogar einige Worte Englisch spricht.

An Pool noch umgesehen, wo heute ein Barbecue stattfindet mit Livemusik, die eher mittelmäßig ist. Trotzdem allerhand los,  laut Ute kostet die billigste Flasche Wein 30 $ !!, die Fleischstücke vom Grill sehen auch nicht allzu groß aus.

Mit Cyclo für je 5.000 D zum Vien Dong Hotel, um dort zu Essen, Dutzende von Mopedfahreren unterwegs, bewaffnet mit vietnamesischen Fahnen (genau wie in Hanoi), die den 3. Platz feiern.

Essen nicht überragend, aber noch ganz ordentlich und preiswert. Einige Russen dort, die aufgrund ihres schwankenden Ganges dem Wodka schon reichlich zugesprochen haben müssen, davon zeugen auch die Tische mit etlichen leeren Wodka-Pullen

100 $ dort noch getauscht, Schein ziemlich verschmutzt und mit Stempel versehen. Die Hotelangestellte ziemlich skeptisch und kam mit dem Spruch von Anh Bao: „No Rum - plum ?“ Ihr weisgemacht, daß dies Prüfstempel seien, sie tauschte dann um, ich  hatte wohlweislich nur einen 100$-Schein eingesteckt.

Kurz in Travel Agency rein und nach Taxi nach Phan Thiet gefragt, Kellner schwärmte von dem Ressort, es läge aber 15 km außerhalb der Stadt.

In Zippo-Bar rein, auch hier nur fast Touristen, einige Bier getrunken, Ute zuerst einen B52, Billiard gespielt, kaum eine Kugel richtig getroffen, aber die anderen sind auch nicht besser.

Kurz nach 0 Uhr 2 Cylcos angeheuert wieder für 5.000 D, Typ erzählte auch von Fußball: „Vietnam number three, Germany number two“.

Um 1 Uhr im Bett.

 

Sonntag    19.10.1997:                                Nha Trang

 

Mies geschlafen, Klimaanlage auf 17 Grad gestellt, zu kalt, um 4 Uhr wachgeworden und ausgemacht. Dann wieder um 6 Uhr wachgeworden, da jetzt zu warm.

Nicht mehr eingeschlafen, um 8:30 Uhr schließlich aufgestanden, Elektroasierer funktioniert hier nicht.

Um 9:20 Uhr  zum Frühstück vorgegangen, große Hitze heute, auch zum Strand vorgegangen, alle Liegen besetzt, bis auf die an dem Strandabschnitt wo die Häuser noch nicht bewohnt sind.

Viele neue Gesichter hier, Hotel scheint fast voll zu sein, vermutlich Wochenendausflügler.

Wieder stundenlang rumgelegen und gelesen.

 

 

Das ist ein Teil der sehr geschmackvollen Hotelanlage

 

Um 14:10 Uhr wieder zur Pizzeria, „Filetsteak“, war ganz akzeptabel, Ute Spaghetti, 2,5 Bier dazu getrunken.

Sauerei: einige Einheimische wurden vom Strandabschnitt des Hotels vertrieben.

Stück am Strand Richtung Hafen gegangen, wirkt alles etwas ungepflegt.

Um 17:20 Uhr wieder auf Bude, Ute wollte wieder Pinacolada trinken gehen. Ich duschte inzwischen, Licht im Bad funktioniert nicht, an Hüfte und nach wie vor an Beinen ziemlicher Sonnenbrand.

Um 19 Uhr wieder losgezogen, an Rezeption gefragt, ob wir einen Tag länger bleiben könnte, wäre angeblich kein Problem.

Mit Cyclo, erneut Verhandlungsärger, zum Vien Dong Hotel fahren lassen und  zu der in der Nähe liegenden Reiseagentur gegangen, die gestern abend zu hatte.

Wagen nach Phan Thiet soll 50 $ kosten, das ist recht günstig.

Der Bursche in dem Laden hatte angeblich keinen Quittungsblock und mußte auf seinen Boss warten.

Eine zeitlang dort rumgeseßen, Der Chef kam dann, Sache klargemacht, sollen uns am Dienstag um 10 Uhr vom Hotel abholen.

Zum erneuten Geldwechseln nochmal kurz ins Vien Dong Hotel und von dort mit Cyclo zum Than The.

Sehr leer diesmal, erneut reichlich Shrimps gegessen und gegrillte Meeresfrüchte, alle scheißfreundlich um uns bemüht, Heineken dazu getrunken, bis nichts mehr da war.

Einige Gesichter aus unserem Hotel tauchten dort auch zum Essen auf.

Ein T-Shirt und eine Zeitung, in der 90% uninteressante Sachen standen  noch gekauft.

Um 22:30 Uhr dort abgehauen, , Cyclofahrer quatschten einem wieder die Ohren über Fußball voll.

Um 1 Uhr im Bett, Bettwäsche mal markiert, habe den Verdacht, daß sie nicht täglich gewechselt wird.

 

Montag    20.10.1997:                                Nha Trang

 

Zumindest bis 6 Uhr durchgeschlafen, kurz vor 8 Uhr dann aufgestanden.

Gegen 09:30 Uhr zum Frühstück,Bedienung heute sehr lahm, ein halbes Baquette mit Käse gegessen und etwas Ananas.

Ich ging zum Strand, sehr wenig los heute, ziemlich starker Wind direkt vom Meer. Hatten die Liegen schon vorher in „Deutscher Manier“ mit Handtüchern reserviert.

Erholung auf sehr bequemen Liegen

 

Bis 16:30 Uhr dort aufgehalten, Wind fängt wieder an kühl zu wirken..

Auf Bude.Sachen zusammengepackt, um 17:30 Uhr ist es schon fast dunkel, kurz danach zur Pizzeria, 3 Heineken getrunken, Ute 2 Saigon Bier, sind mal nicht die einzigen Gäste, ein älteres und jüngeres Paar kam dort zum Essen, vermutlich weil im Hotel zu teuer.

Kurz auf Bude, die Dose Tiger-Bier von gestern stand noch im Kühlschrank, getrunken und Plastikflasche mit Wasser nachgefüllt, war schon kalt, ist also nur einmal nachgefüllt worden, das „Betthupferl“, wie auch der Obstteller sind schon abgeräumt worden,  Markierung an Bettwäsche noch vorhanden, also nicht gewechselt worden - sehr schwach.

Bewertungsbogen über Hotel ausgefüllt und noch eine Seite zusätzlich an den General-Manager geschrieben, u.a. erwähnt, daß man in jedem billigen Hotel eine Kanne mit heißem Wasser bekommt..

Um 20 Uhr zur Rezeption, Gutscheine für Frühstück morgen geben lassen und Bewertung abgegeben, Frau ging damit ehrfurchtsvoll ins Büro, wird zwar nichts bringen, kann aber auch nicht schaden.

Taxi genommen zum Than The Restaurant, Taxometer zeigt 18.750, auch nicht wesentlich blliger als Cyclos.

Man hatte uns scheinbar shon erwartet, Service wird immer besser.

Ute bestellte zuerst gegrillten Tintenfisch, ich Ente, die mehr aus Haut und Knochen bestand. Dann doch wieder auf Shrimps ausgewichen, 3 Heineken dazu getrunken und 2 Gläser Bordeaux-Wein, aus Frankreich importiert, für 9 $ die Flasche. Kein Spitzenwein, aber kann man trinken.

Restaurant wieder sehr leer, außer 2 Holländerinnen und Paar aus Australien, Mädchen sieht super aus..

Rechnung 326.000, 350.000 gegeben.

Ute will wieder zum Sailing Club, 2 Cyclofahrer für je 10.000  angeheuert. Die Burschen quatschen mal wieder nur über Fußball. An Straßenbude zum Zigarettenkauf kurz gehalten, 10 Päckchen a 10.000 D , 5 normale Marlboros und 5 Lights, Verkäufer waren bisher recht ehrlich.

Je ein Bier dort getrunken, eine Art Starkbier, Red Horse, die Flasche für 16.000 D. Erneut haufenweise westliche Touristen, die teilweise zu entsetzlicher Technomusk auf Tischen tanzten.

Gegen 0 Uhr auf Bude, 45 Minuten später ins Bett.

 

Dienstag    21.10.1997:                              Nha Trang / Phan Thiet

 

Um 7:20 Uhr aufgestanden, fühle mich alles andere als gut: trockener Mund, leichter Durchfall. Ute sensationellerweise schon um 8:10 Uhr fertig. Zum Frühstück, absolut keinen Hunger, Ute dagegen zieht sich wieder die Riesenportionen rein.

Vorbeugend eine Imodium genommen, wieder sehr warm heute.

Um 9:50 Uhr ausgescheckt, ca. 105 $ pro Tag Kosten, irgendein Hantier mit Housekeeping, mußten warten. Typ von Travel Agency mit Fahrer auch kurz danach da.

Jedem Kofferschlepper 1 $ in die Hand gedrückt und um kurz nach 10 Uhr los. Zuerst wurde der „Manager“ an der Reiseagentur rausgelassen, dann gab es noch ein paar Instruktionen für den Fahrer:, soll uns direkt am PANSEA rauslassen, keine Pause etc.

Wagen nicht mehr ganz neu und Klimaanlage auch recht schwach, dafür hinten aber recht viel Beinfreiheit. Straße ziemlich leer, aber teilweise in schlechtem Zustand. Fahrer hielt nur einmal kurz an, um Zigaretten zu kaufen.

Nach 4,5 Stunden schon in Phan Thiet, Fahrer kennt das Hotel offenbar nicht, fuhr nagelneues Hotel in Nähe eines Golfplatzes an, mußte dort fragen.

Der nächste Versuch war dann erfolgreicher. Laden liegt  t o t a l  außerhalb der scheinbar für Touristen uninteressanten Stadt.

Kein Kofferträger zu sehen, mußte erst geholt werden, die Reservierung war sogar schon eingetragen worden.

Dem Fahrer 5 $ Trinkgeld gegeben, freute sich riesig, sind sowieso die ärmsten Schweine, muß bestimmt direkt wieder zurück, er hatte auf der ganzen Fahrt kein einziges Wort gesagt.

 

 

Hauptgebäude PANSEA - Hotel - heisst heute VICTORIA-Hotel

 

Die „Bungalows“ relativ enttäuschend, zwar „Sea-View“, aber beim besten Willen kein Luxus erkennbar. Obwohl die ganze Anlage nagelneu ist, wirkt das Ganze doch sehr ungepflegt. Der Strand ist zwar nur ca. 20 m weg, aber auch recht unsauber mit vielen Muscheln und angeschwemmten Kokosnüssen.

Hotelgelände angesehen, der Pool und das Drumherum dort sieht noch ganz gut aus, aber auch sehr wenig Gäste.

In der näheren Umgebung scheint nichts zu sein. Ca 1 km an Strand entlanggelaufen, bis wir auf Bude stiessenn. Dort 3 Saigon-Bier getrunken, ist zwar warm, aber es wurde direkt ein Kübel mit Eis gebracht. Hier werden nur ein paar Worte Englisch gesprochen, Hunger kommt auf, Karte nur auf vietnamesisch, hätte ich mal bloß den Sprachführer mitgenommen, aber wer hätte das gedacht. Aufs Meer gezeigt und „Eßbewegung“ gemacht. Frau kam kurz darauf mit lebendem Krebs an. Das Vieh sieht ekelhaft aus, da vergeht einem der Appetit, letzte Hoffnung: ich malte mit meinen bescheidenen Künsten einen Fisch auf. Das schien sie verstanden zu haben, denn kurz darauf kam sie mit 2 Fischen wieder und schrieb irgendwas auf. Scheinbar die Zubereitungsart, für „Com“ entschieden. (dabei bedeutet „Com“  Reis !)

Bei ihr noch Zigaretten gekauft 15.000 (!) für eine Packung 555 fällig, das kann ja heiter werden, wittern wahrscheinlich das Geschäft ihres Lebens, zumal wir die einzigen Gäste sind. Der Laden liegt direkt an einer Straße und sieht eher wie ein „Truck-Stop“ aus.

Fisch wurde serviert, sieht ganz gut aus, gebraten oder gegrillt, an einer Bude nebenan bruzzelte ein primitiver Ofen, auf dem die Dinger wohl zubereitet worden waren, irgendeine süß-saure Sauce dazu, Spinat und Reis, schmeckte recht ordentlich.

Rechnung kommen lassen, doch nicht ganz so betrügerisch wie vermutet, 150.000 D los, obwohl vermutlich „Touristenpreis“.

Inzwischen stockdüster und das schon um 18:30 Uhr, über unbeleuchtete Straße zurück zum Hotel. Badesachen angezogen und zum Pool, Schlange auf Weg, schon am Strand eine gesehen, die einen Krebs jagte.

Pool völlig leer, Wasser warm, immerhin wurden sogar noch Handtücher gebracht, je 2 Dosen Bier getrunken, a 2,20 $ (!).

Auf Bude geduscht, Wasser erstaunlich schnell warm, umgezogen. Housekeeping hat Bett gemacht, ich hatte leichtsinnigerweise das Portemonaie liegen lassen, es scheint aber nichts zu fehlen.

 

 

Der Pool nach das Beste in dem Laden

 

Lariam genommen, kann die Dinger nicht vertragen, nach kurzer Zeit schon Sodbrennen und gekotzt.

Ute kämpft noch mit dem Gedanken, eine Pizza essen zu müssen. Kurz draußen auf der recht primitiven Terrasse aufgehalten, bin immer in Panik von Insekten oder anderen Viechern angefallen zu werden. 2 Dosen Bier noch getrunken, dabei gelesen, um 0 Uhr ins Bett.

Hatte kaum das Licht ausgemacht, als ich durch das Geschrei eines Geckos wach wurde, Licht angemacht, hat der Bursche mich doch reingelegt, er hatte vorher schon auf der Terrasse rumgelungert und ich hatte fest geglaubt und aufgepaßt, daß er nicht in Bude reinkommt. Er hockt an Wand neben mir, schon überlegt einen „Gasangriff“ zu starten, aber erstmal abgewartet, wie er sich verhält. Ihn nur noch einmal laufen gehört, danach war Ruhe.

 

Mittwoch    22.10.1997:                              Phan Tiet / Vung Tau

 

Um 6:30 Uhr mal wieder wegen schwacher Blase zur Toilette müssen, um 9 Uhr endgültig aufgestanden. Der Gecko nicht mehr zu sehen, wollte es dem Trottel wahrscheinlich nur mal zeigen, daß er jederzeit reinkommen kann.

Unheimliche Hitze, um 9:20 Uhr zum Frühstück, Kellner des Englischen nur mangelhaft mächtig. Ute schon sauer, daß ihre Tasse Kaffee nur halb voll war, es wurde aber auf Verlangen beliebig nachgefüllt. Das Frühstück kostete insgesamt 15 $ (!!!).

Zur Rezeption, gefragt, wie man hier wegkommt, Bursche kam an, ein Auto nach Saigon würde 85 $ kosten, es gäbe 2 Bahnhöfe, Fahrt dorthin würde schon 38 $ kosten, da Straße besserer Feldweg sei. Es sei zudem immer unsicher, wann die Züge kämen. Fahrt nach Vung Tau würde 58 $ kosten, schwärmte dort von einem Hotel.

Fahrzeug sei schnell zu bekommen, nach Saigon könne man mit einem Tragflügelboot 3* täglich für 10 $ fahren, eine Stunde Fahrzeit.

Wollen in einer Stunde auschecken, Sachen zusammengepackt. Tussi von Rezeption rief an,. Glaubt, daß wir nur einen Tagesausflug nach Saigon machen wollen  und dann wieder zurückkommen.

Kurz vor 12 Uhr zur Rezeption, wie bei der Ankunft wurden feuchte Lappen  zur Erfrischung gerreicht, für Wagen wurden 75 $ berechnet.

Autobursche schwärmte uns auch was von schönen Hotel vor, das gleiche, welches Ute im LP „ausgesucht“ hatte, „Hong-Hai“, und sich gut las.

Gegen 12:10 Uhr los, Fahrt soll 3 Stunden dauern, teilweise strömender Regen, Fahrer scheinbar sehr müde, frug, ob wir Kaffee trinken wollten, abgelehnt. Er hielt komischerweise nirgends an, obwohl ich ihm gesagt hatte, er könne ruhig anhalten, wenn er eine Pause bräuchte..

Tatsächlich nach 3 Stunden da, Fahrer mußte erstmal fragen, wo das Hotel ist.

Ausgestiegen und Laden angesehen, wie erwartet hatten sie von Phan Thiet schon angerufen und unsere Daten durchgegeben. Haben verschiedene Preisklassen. 35 $, 42 $, 69$ („Deluxe Room“). Ute ging sich die Buden angucken, Pool hätte zu wegen Renovierung, wäre nichts. Selbst überzeugt, wirklich sehr mäßig, Matrazen durchgelegen, Teppich fleckig und löchrig, Bad reichlich primitiv.

Fahrer wartete inzwischen geduldig draußen, das Ganze ist nichts, nach anderem Hotel mit Pool gefragt, man empfiehlt uns das Petrol House Hotel. Dorthin, Fahrer mußte auch erst fragen, sieht von außen ganz gut aus, zwar nicht in unmittelbarer Strandnähe, aber auch nicht allzuweit weg davon.

Ein „Vorführzimmer“ wurde präsentiert, sieht ganz gut aus, 55 $ soll das Ganze kosten ohne Frühstück. Discount wurde abgelehnt, bis daß der „Manager“ kam und die 55 $ für „First-Time-Guests“ inkl. Frühstück festsetzte.

Klimaanlage sehr laut und nur mit Schlüssel funktionsfähig.

Wetter hier an Küste wie gehabt: wolkenlos und sonnig, rausgegangen, an Strandrestaurant je 3 Heineken getrunken a 10.000 D, echt günstig, Speisekarte sieht auch ganz gut aus. Einen vernünftigen Strand scheint es hier nicht zu geben, es sind nur wenige Meter bis zum Meer und alles sehr dreckig.

Bis zum Anlegesteg der „Superfast-Ferry“ nach Saigon gelaufen, direkt gegenüber vom Hong-Hai-Hotel.

Cylofahrer haben keinen Bock zu fahren, warten scheinbar auf die Fähre.

Zu Fuß zum Hotel zurück, Ute will noch in Pool, inzwischen 18:50  Uhr

Ab 19 Uhr soll laut Auskunft Rezeption „Happy Hour“ sein. In Bar/Restaurant am Pool rein und gefragt, ob es möglich sei 2 Bier am Pool serviert zu bekommen. Kurz darauf kam Bursche mit 2  Dosen Heineken an, 2,25 $ pro Büchse, ohne Tax !. Ute machte Riesenspektakel, laut Typ würden die „Happy-Hour“-Preise nur in Lobbybar gelten. Er wollte den Bestellzettel nicht vernichten sondern bestand auf Kommentar, daß das Bier im Restaurant geordert wurde. Uhrzeit draufgeschrieben und als Kommentar, daß trotz Happy-Hour der volle Preis berechnet wurde. Er strich das Ganze dann durch und schrieb groß CANCEL drauf.

Nochmal 2 Bier an Lobby-Bar bestellt, ziemlich voll dort, viele westliche Geschäftsleute. Der nächste Haken: es gibt nur Tiger-Beer zum halben Preis, immerhin auch noch stolze 15.000 pro Dose + Tax.

Ute hat ihre Runden in  dem besseren Wasserloch zu Ende gedreht, auf  Bude und Koffer ausgepackt.

Gegen 20 Uhr wieder zu der Strandbude, die auch russische Speisekarte hat. Zweimal Shrimps geordert, Nudeln und Seafood, das in einem Gaskocher schmorte, der auf den Tisch gestellt wurde.

Ute mußte wieder ihre Flasche Wein haben, dasselbe Zeug wie in Nha Trang. 9 Shrimps kosten 40.000 D, dazu Heineken, kostet hier nur 10.000 D. Essen wirklich gut und preiswert, auch wenn in dem Seafoodtopf hauptsächlich Muscheln schwammen.

Nachbestellen nicht möglich, da der  Koch schon zu Hause sei und alles zugesperrt hätte und das um 21:45 Uhr !.

Ute überzeugte sich selbst davon, die nette Bedienung hatte keinen Schlüssel. Sind die einzigen Gäste, man kann noch ganz angenehm draußen sitzen, auch wenn einige Ratten hier rumlaufen.

Bezahlt und abgehauen, Zigaretten überall schweineteuer, 11.000 D - 20.000 D. Kleinem Mädchen, die erst weggejagt wurde 3 Päckchen süßen Kaugummi a 3.000 abgekauft.

Zur nächsten Bude, keiner spricht Englisch oder nur wenige Worte. Ein Bursche spielte den  Dolmetscher. Shrimps und  Bier soll es (mal wieder) sein.  Die Köchin kam dann an mit Beutel lebender Viecher. Jeder 9 Viecher auf Teller, kleiner Hund suchte unsere Nähe und schlief teilweise auf meiner Hose. Die Kinder von der Frau pennten auch schon auf einem Holzgestell mit Moskitonetz, während sich auch hier zahlreiche Ratten tummeln.

Als es ans bezahlen ging, ging der Zirkus richtig los. Das Bier sollte pro Flasche 10.000 D kosten, war ihn Ordnung, die Shrimps ca. 200.000. D  ca. doppelt so teuer wie üblich.

Riesenspektakel, einige Burschen schauten sich das an: die Polizei wäre am pennen sagten die Kerle, boten natürlich gegen Geld an, dorthin zu fahren, das ganze Tamtam bringt ohnehin nichts.

Endlich abgehauen, Schuhe putzen lassen für 3.000 D, die lose Sohle soll er für 2.000 D mehr kleben, Kleber hält nicht, gab auf, Putz auch sehr mäßig.

Richtung Hotel gegangen, an Bude noch 2 Heineken getrunken a 9.000, D ersterer wollte 10.000 D haben. Endlich auch mal Zigaretten für 10.000 D bekommen, nachdem der recht ehrliche Kerl erst 11.000 D wollte, auch hier schläft die Familie auf Holzgestellen im Freien..

Cylofahrer ums uns rum, zeigen immer in andere Richtung, was unser Hotel angeht, Taxifahrer hielt auch an.

Schließlich von Burschem, der uns schon die ganze Zeit belagerte für 5.000 hinfahren lassen. War ein gutes Geschäft für ihn, nur 2 Minuten Fahrt.

Gegen 1:45 Uhr in Bude, um 2:30 Uhr erst im Bett.

 

Donnerstag    23.10.1997:                            Vung Tau

 

Um 7:30 Uhr durch laute Putzfrauen wachgeworden, 40 Minuten später aufgestanden. .

Komischerweise nicht kaputt und auch nicht müde sondern recht frisch. Rumgekramt und den „Bildbehälter“ des chinesischen Gemäldes geklebt, der sich langsam auflöst.

Gegen 10 Uhr zum Frühstück, habe mal wieder keinen Hunger, schnell rüber zum Frühstücksraum. Nur Tee getrunken und Toast gegessen..

Zur Rezeption, Tickets seien bestätigt worden. Das Sonderangebot für das Saigonhotel (80 $) würde nicht mehr gelten, man empfahl anderes Hotel (3 Sterne), abgelehnt. Fahrkarten für Fahrt nach Saigon um 13 Uhr will Mann an Rezeption besorgen.

Kurz auf Bude, Klimaanlage rührt sich nicht mehr, unten reklamiert.

Draußen 2 Cylofahrer angeheuert zum Danh Thang Niet Ban Tinh Xa Tempel, 20.000 D für hin und zurück..

Wolkenlos und äußerst heiß, Unverschämtheit: als Eintritt werden für Vietnamesen 2.000 D Eintritt verlangt und für andere 15.000 D !, war das Geld absolut nicht wert.

In den Straßen in Hotelnähe noch was rumgelaufen, Ute suchte Stoff und Schneider, alles zu teuer..

Um 14:15 Uhr wieder auf Bude, Klimaanlage läuft jetzt ohne den „Stromschlüssel“, der mitgenommen worden war.

Nach ca. 30 Minuten zum Pool, nichts los, Ute kam später, kurz ins Wasser, gelesen und rumgehangen. Gegen 17 Uhr geduscht und dann losgezogen zu dem Lokal von gestern: Tintenfisch, Huhn mit Reis (wahnsinnig viel) und  Shrimps bestellt, dazu noch je 3 Heinken, 1 Wodka und 1 Soda, 270.000 D los, Typen hier noch ehrlich. Habe nur noch 250.000 D, Ute gab den Rest.

Kaum Wind und wahnsinnig schwül, rumgelaufen und Lokal mit Billiardtisch gesucht. In Chi Chi Cafe gelandet, viele westliche Typen mit leichtbekleideten Vietnamesinnen dort, besserer Puff. Laden direkt verlassen. Zu Fuß weiter, 2 Cyclofahrer nerven einen durch permanente Verfolgung. Schließlich in anderem Lokal gelandet, was etwas seriöser wirkte, auch hier viele westliche Typen, meist älteren Semesters, irgendwelche Ölarbeiter oder dgl., nur 2 westliche Frauen, ansonsten junge Vietnamesinnen, von denen einige eindeutig als Nutten zu identifizieren waren. 3 Heineken a 40.000 getrunken (!) Billiard gespielt. Scheinbar ist um 0 Uhr Feierabend, denn kurz nach 23:30 Uhr konnte die letzte Bestellung abgegeben werden.

Taxi zum Hotel genommen (7250 D), Gutscheine für Frühstück noch abgeholt.

Die Fähre fährt laut Aushang in Bar um 9:30 Uhr, 13 Uhr und 15:30 Uhr, Fahrzeit 75 Minuten.

Zufällig festgestellt, daß 2 Packungen Zigaretten aus Nha Trang  nur Papierdinger enthalten !, Von einer normalen Packung nicht zu unterscheiden, einziger Unterschied: Aufdruck mit dem Text „Hang Mau Khong Ban“.

Gegen 0:30 Uhr im Bett..

 

Freitag    24.10.1997:                               Vung Tau/ Saigon

 

Mäßig geschlafen, mehrfach wachgeworden, um 8:40 Uhr schließlich aufgestanden, leichter Durchfall. Um 9:50 Uhr zum Frückstück, das gleiche wie gestern gegessen (fast nichts). Alle betont freundlich, auch der Manager Mr. Chi, der uns über den Weg lief.

Sachen zusammengepackt und um kurz vor 12 Uhr runter, nochmal mit dem Manager gesprochen, er telefonierte dann mit dem Mondial Hotel in Saigon, um die Zimmerbestätigung zu erhalten., die dann um 12:30 Uhr kam (64 $ netto für „First Class Room“).

Der Service ist hier wirklich gut, auch wenn die Benutzung der Safe Deposit Box und die Ticketbestätigung 2 $ kostete. Die Tickets für das Boot mußten mit je 10 $ bar bezahlt werden.

Kurz nach 12:30 Uhr mit Taxi für genau 10.000  D zum Anlegesteg, erneut bullig heiß.

 

 

Fähre nach Saigon

 

An einer Bude Sitznummern geben lassen, ein paar Stempel wurden reingedrückt und eingestiegen. Koffer steile Stufen zum Schiff runtergeschleppt, wie erwartet nicht viel los um diese Zeit. Plätze ähnlich wie in einem Flugzeug. Gepäck auf Fläche in Mitte von Schiff deponiert, daß kurz vor Abfahrt doch noch voller wurde.

Kurz nach 13 Uhr Abfahrt, einige Leute mit Handys nerven einen, Fahrt recht flott. Nach 80 Minuten da, Koffer wie in China üblich durch ein anderes Schiff schleppen müssen, an dem der Kahn festgemacht hatte.

Taxischlepper direkt vor Ort, 2 Burschen trugen Koffer bis zum Wagen und verlangten dafür 10.000 D Ziemliches Gewimmel, Wetter wieder besser geworden, nachdem es zwischenzeitlich stark geregnet hatte.

Das Hotel ist nicht weit weg (10.000 D), recht klein, normaler Preis ist 65$ + Tax, könnte schwören, daß Frau an Rezeption gestern den Preis mit 57 $ angegeben hat..

Wie sich später rausstellte, war dies klarer Betrug, da de Bude für max. 30 – 40 $ zu haben ist.

Zimmer immerhin recht ordentlich, wenn auch verdammt klein. Klamotten abgelegt und kurz darauf mit Taxi für 12.000 D zum Kim Cafe, erstmal ein Bier getrunken. Hier ist es bei weitem nicht so schwül, dann Touren gebucht. Ute ihren 2 Tage Mekongdelta-Trip, ich morgen die „Tunneltour“ für 4 $ (Rechnen hier 1$ = 11.000). 2 Franzosen, 2 Schweden und ein Amerikaner haben sich bislang dafür angemeldet. (Fahrt geht erst ab 6 Personen los).. Für eine Tour am Sonntag auch schon eintragen lassen (1 Tag Mekong), scheinbar bisher nur 2 Pärchen dabei, ich soll erst morgen bezahlen. Utes Fahrt noch nicht sicher, da bislang zu wenig Interessenten.

Ute mußte erstmal wieder in Seidenläden rein und Klmotten in Auftrag geben. Preise auch nicht billiger als bei Anh Bao, hätte hier für ein Hemd sogar 1 $ mehr bezahlen müssen.

Ich ging schon vor zu Straßencafe an Ecke, vielfache Belästigung durch Händler, Bettler und Schuhputzer. Ein Zippo-Feuerzeug erworben, Bursche forderte 10 $, für 5 $ bekommen. Wie sich kurz darauf rausstellte, war dieser für europäische Verhältnisse günstige Preis, noch völlig überzogen. Eine weitere Händlerin bot so ein Ding für 2 $ an.  Später dann festgestellt, daß der Preis doch nicht zu teuer war, da es sich um ein altes Original-Zippo-Feuerzeug handelte, während die billigen Dinger Nachbauten sind.

Unser Tisch inzwischen von Händlern umlagert, noch weitere Taschenmesser (Schweizer Art, aus China, Qualität allerdings erheblich schlechter) und Feuerzeuge erworben, u.a. Davidoff-Nachbau. Die Gesamtausbeute: 7  Feuerzeuge und 3 Messer, weiß eigentlich garnicht, was ich damit soll.

Gottlob vertrieb der Kellner die Händler, sonst hätte ich wahrscheinlich noch mehr von dem Mist gekauft.

3 Packungen Marlboro a 10.000 auch noch gekauft.

2,5 BGI-Bier getrunken und um 18:30 Uhr mit Taxi wieder zurück zum Hotel, geduscht und eingetragen.

Gegen 20 Uhr wieder los, in Gegend rumgelaufen, in Bücherei Stadtplan für 3.500 D und Vietnamkarte für 7500 D erworben. Stück weiter in Lokal rein, Art Italiener, Gulasch „ungarische Art“ verzehrt, war ganz gut, Ute u.a. Pizza, die auch ordentlich war..

Jede Menge Baustellen, hier wird scheinbar ein Hotelklotz nach dem anderen hochgezogen. In Seitenstraße noch ein Bier getrunken. Ein Typ quatschte uns an, der dort alleine rumhing, auch Deutscher, komischer Kauz, ist schon seit Montag in Saigon, hat noch keine Tour mitgemacht, weiß der Teufel, was der den ganzen Tag treibt.

Um 22:30 Uhr mußte bezahlt werden, 15 Minuten später im Hotel, gegen 23 Uhr im Bett.

 

Samstag    25.10.1997:                               Saigon

 

Mies geschlafen, vergessen Klimaanlage auf niedrigere Temperatur zu stellen, 27 Grad im Zimmer !. Um 4 Uhr schon wegen Durchfall wachgeworden, Gulasch war zu scharf. Vorsichtshalber 2 Imodium eingenommen.

Um 7:50 Uhr zum Frühstück, nur ein Stück Baguette mit Marmelade gegessen.

Um 7:50 Uhr an Kim Cafe, Ute in kleinem Bus, 11 Leute, hatte Glück, sitzt als einzige alleine.

Den Kanadier aus Nha Trang wiedergetroffen und kurz gesprochen.

Kleine Flasche Wasser gekauft und in „meinen Bus“, großes Ding, über 20 Personen. Bin der einzige Deutsche, mit mir nur noch 2 weitere Einzelfahrer, ansonsten ca. 6 Holländer, Japaner, Franzosen, Amerikaner und 2 sehr hübsche junge Schwedinnen.

Pünktlich um 8:30 Uhr Abfahrt, Wetter heute nahetzu wolkenlos und heiß, aber nicht schwül.

Erster Stop an kleinem Anwesen, wo Schlangen und Schweine gezüchtet werden. Dramatisch wurde die Gefährlichkeit der grünen Mamba und der Kobra erwähnt, wo Bursche mit hantierte, der Schweinestall fand kein Interesse.

Die Leuten wurden aufgefordert dem Burschen  „small money“ zu geben, was einige auch taten, ich gab (ausnahmsweise)  nichts, diese Masche ist selbst mir zu dreist.

Nächster Stop direkt an Straße, um den Berg der „schwarzen Frau“ zu fotografieren, mehr Aufmerksamkeit und Fotografierfreudigkeit fand aber ein Junge, der dutzende von Entenküken vor sich hertrieb.

Dann Tankstop bzw. Pinkelpause, um 11:15 Uhr am Tempel  der Sekte Cao Dai in Tay Ninh, sieht aus wie eine Kirche, recht prunkvoll innen drin. Kindern meine zerbröselte Marschverpfegung TUC gegeben, nachdem ich ein Paket abgegeben hatte, standen direkt ein Haufen Kinder um mich rum, die zwei anderen auch noch verschenkt.

 

 

Cao Dai Tempell

 

Kurz vor 12 Uhr Schuhe aus und zur „Zeremonie“ dort rein, war eher langweilig, aber wenigstens kühl.

 

 

Ziemlich prachtvoll innendrin

 

Weiterfahrt sollte eigentlich um 12:30 Uhr sein, aber eine Holländerin kam 10 Minuten später. Eine Dose Pepsi für 11.000 D vorher gekauft.

Nach ca. 20 Minuten Fahrt Mittagspause, 2 Französinnen (Mitte bis Ende 40) setzten sich zu mir, von denen eine halbwegs Englisch spricht. Ein paar Sätze mit gewechselt, sie kann Schanghai nicht ausstehen und hält auch sonst von China nicht viel, außer Peking und Xian. Beneide den Burschen, der bei den hübschen Schwedinnen sitzt, die morgen nach Nha Trang wollen. Hühnersuppe und eine 7up dazu, 20.000 D wurden berechnet, obwohl eigentlich nur 17.000 D fällig wären. Vermutlich wird die Banane als Nachtisch mitgerechnet oder auch die „Erfrischungstücher“, auch wenn man sie nicht benutzt, die in nahezu jedem Lokal dazugehören.

Die Suppe ging, auch wenn etwas viel Knoblauch da drin war und vor allem ein langes schwarzes Haar.

Die Französinnen nahmen Tabletten ein, angeblich gegen Kopfschmerzen (???).

Weiter zu den Cu Chi Tunneln, ca. 30 Minuten Fahrt. Bomben wurden gezeigt und selbstgebaute Fallen, vorher noch Vorführung eines Propagandafilms, wo man den Ton kaum verstehen konnte.

 

 

Selbstgebaute Falle in Cu Chi

 

Dann sollte das Einstiegsloch zu einem Tunnel gesucht werden, was einem Burschen auch gelang. Ein vietnamesischer Guide, dem man später auch Geld geben sollte, stieg problemlos ein. Es werden Freiwillige gesucht, als erster gemeldet, komme wie erwartet nicht in das Loch, würde angeblich an meinem dicken Portemonaie liegen, das viele Westler mit sich rumtragen würden, ich sollte es ablegen und nochmal versuchen, darauf verzichtet.

 

Einstieg ins Tunnelsystem

 

Eine spindeldürre Holländerin hatte mehr Erfolg, ein paar andere auch.

Auf Pfad weitergegangen bis zum Tunneleinstieg, wollte erst nicht, aber nachdem alle, bis auf die Schwedinnen, mitmachten , wollte ich nicht kneifen. Reingezwängt, unheimlich eng und warm, wie ein Hund die 100m auf allen Vieren bis zum Ausgang gekrabbelt. Anschließend wurde in Behelfsküche eine Tasse Tee gereicht und kalte Kartoffel, was angeblich die Hauptnahrung damals gewesen sei. Der Führer spricht recht gut Englisch, man könne noch in 2 kürzere Tunnel gehen, keine Lust mehr.

Ein alter amerikanischer Panzer, der auf eine Mine gefahren war, stand dort, man sollte versuchen, die Kanaone über den Kopf zu heben, schaffte keiner, es selbst garnicht erst versucht.

 

 

Zerstörter Ami-Panzer

 

An einer größeren Bude eine Dose 333-Bier für 9000 D gekauft, auch hier werden Zippo-Nachbauten für 3 $ angeboten. Deutsches Paar aus anderem Bus noch gesprochen, die sich beklagten, daß in ihrem Gefährt auch keine Deutschen seien.

Um 17:10 Uhr Rückfahrt, erst um 19 Uhr wieder Ankunft. In Kim Cafe rein, wie es morgen mit der Fahrt aussieht.

Scheinbar haben sich noch zahlreiche Personen gemeldet, wie es aussieht keine Deutschen und nur Paare, muß wieder alleine rumhängen, hoffentlich ein größerer Bus.

Kanadier aus Nha Trang sitzt wieder da, hat sich heute Saigon angesehen, Taxi ohne Guide würde 14 $ kosten, ansonsten 25 $ für den ganzen Tag. Bis 19:30 Uhr mit ihm zusammengesessen, er ist heute nicht gut drauf, würde ihm allmählich auf die Nerven gehen, ständig alleine rumzuhängen. Er will nach nach Kanada anrufen, fliegt morgen nach Paris, spricht leidlich Englisch, beser Französisch und fordert die Unabhängigkeit in Quebec.

4 BGI-Bier getrunken und Fritten mit Hähnchenschenkel gegessen, war überraschend gut für 60.000 D, 65.000 D gegeben.

Noch 2 Feuerzeuge für 3 $ gekauft, wie immer sieht man sehr wenig Traveller die ganz alleine reisen, das wäre nichts für mich.

Kaum noch Taxis zu sehen, als eins kam halbes Bier stehen lassen und eingestiegen.

Kellner kam hinter mir hergerannt, ich hätte meine Medizin vergessen, kann nur von dem Kanadier sein, da ich nichts mithatte.

Fahrer entpuppte sich als Hotelschlepper, pries ein Hotel namens White Castle an, welches auf Foto recht gut aussieht, soll nur 40 $ kosten. Ich soll direkt ausschecken und dort einziehen, abgelehnt, gab mir Karte und ließ mich in Ruhe. 12.000 D Fahrpreis, 15.000 D  gegeben, endlich wieder 10.000er, 1.000er mehr als genug.

Um 21:15 Uhr auf Zimmer, geduscht, wieder wahnsinnig heiß, Klimaanlage war aus unerfindlichen Gründen aus, jetzt 28 Grad im Zimmer. Teures Bier aus Minibar noch getrunken (Dose 333 für 22.000 D).

Immerhin ist ein Früchtekorb aufs Zimmer gebracht worden, Frühstück ist gesichert, da auch Bananen dabei sind.

Um 22:40 Uhr im Bett.

 

Sonntag    26.10.1997:                               Saigon

 

Sehr gut geschlafen, 6 Uhr wachgeworden, um 7:10 Uhr schließlich aufgestanden. Banane verzehrt.

Einige Taxis standen vor Hotel, gegen 8 Uhr schon an Kim Cafe. Neuseeländisches Paar getroffen, die auch in Nha Trang waren, die sehr hübsche Tussi grüßte.

Bus mittlerer Größe, wunderbaren Platz an Ausstieg gesichert, den ich aber nach kurzer Zeit räumen mußte, da eine Art „Ersatz-Jesus“ einstieg. Spindeldürrer Kerl, Ende 40, westlicher Bursche, der stark hinkte und auch sonst einen äußerst klapprigen Eindruck  machte.

Beschissenen Platz hinter Beifahrer bekommen, da Bus bis auf 2 Notplätze belegt: 2 junge Finninnen drin, einige Amis, davon ein indianisch aussehender Typ, altes vietnamesisches Paar mit Französin und ihrem Sohn (?), dazu noch Australier und auch Leute aus Singapur..

Wetter wie gehabt, trocken und ziemlich heiß. Erster Stop an einem Tempel, nichts weltbewegendes, beim Wiedereinstieg in Bus war mein Platz von einer Tussi besetzt, die sich beharrlich weigerte den Platz zu räumen. Guten Tausch gemacht, sitze jetzt auf Notsitz mit viel Beinfreiheit. Nächster Stop an einem Ort, wo der Markt besichtigt werden sollte, 30 Minuten Zeit dazu, stinklangweilig, nur kurz durchgegangen und dann in Bude gesetzt, Cola getrunken, kostet hier „nur“ 7.000 D.

Guide saß dort auch rum, belangloses Zeug gequatscht.

Um 11:30 Uhr kurzes Stück weiter. Boot bestiegen und zu einer Insel rüber, ein kurzes Stück gegangen durch eine Art „Früchteplantage“, nichts zu sehen, die paar Bäumchen kennt auch kein Mensch.

Pause gemacht in eine Art Gartenrestaurant. Diesmal „auf Zack“ gewesen und zu den hübschen Finninnen gesetzt, der Ersatz-Jesus setzte sich auch dazu, seltsamer Vogel, scheint Vegetarier zu sein: bot uns sein Fleisch an, spricht kein Wort.

Die Mädchen sind auch aus China gekommen, allerdings anderer Grenzübergang, sprechen hervorragend Englisch, waren ganz begeistert von Schanghai und sind auch in Hoi An gewesen,halten (wie viele) diesen Ort für den schönsten in Vietnam, waren natürlich auch in dem Esslokal dort.

Am Nebentisch Amis und Australier, auch kurz mit gesprochen, scheinen auch ganz in Ordnung zu sein, eine Wohltat im Vergleich zu dem dummen Volk von gestern.

Nicht viel verzehrt, Dose Bier für 10.000 D dazu getrunken.

Durch Kanäle gefahren zu einer „Bee-Farm“, der angebotene Honigtee war  ganz gut. An einem Ort wurden Süßigkeiten aus Kokosnüssen hergestellt, ein einziges Gewimmel von Touristen, dabei war das ganze eher uninteressant. Die übliche Touristenbuden an jedem Ort, wo alles mögliche aus Kokosnüssen angeboten wurde.

 

 

Ein Tag "Mekongtour" - ganz nett

 

Um 16:15 Uhr Rückfahrt, die von vielen gewünschte „Snakefarm“ wurde ausgelassen. Um 18:25 Uhr wieder in Saigon, auf meinem Notsitz sogar eine Stunde pennen können. Die Fahrtdauer hatte hin 2,5 Stunden gedauert, zurück etwas schneller.

Ute schon da, war ganz zufrieden gewesen, erzählte von Deutschen, die die Schnauze voll hätten und früher zurück wollten.

3 BGI-Bier getrunken, keinen Hunger und komischerweise auch keinen Drang zum Pinkeln.

Ute holte ihre Klamotten ab und bestellte gleich noch 2 Hosen; laut Travellergesprächen überall fast der gleiche Preis. Schuhe nochmal für 5.000 D putzen lassen. Zwei der blöden Amis von gestern sitzen nebenan, ein weiterer haute mit junger vietnamesischer Tussi ab.

3 Packungen Marlboro gekauft, meine „Dummy“-Zigarettenpackung aus Nha Trang erregt überall Aufsehen.

Feuerzeug- Karten-,Hängematten-, und Bücherverkäufer erfolgreich abwimmeln können.

Mit Taxi für den üblichen Preis von 12.000 D zum Hotel, wieder 15.000 D  gegeben, kann mit den ganzen 1000er eh nichts mehr anfangen.

Nach einer späteren Checkout-Time gefragt, sei kein Problem, Guide hatte erzählt, daß man 10 Tage bräuchte um das Mekongdelta richtig kennenzulernen.

Nach 20 Minuten wieder los, zum Italiener von gestern, hat zu, planlos in Gegend rumgelaufen, entweder zu teuer oder nicht das richtige. Schließlich zu Kim Cafe zurück , dort in Eckkneipe gegessen, (SAIGON CAFE), Amis immer noch da, dazu noch weitere, laut Zeitungsausschnitten handelt es sich um ein Veteranenlokal. Forelle gegessen, es gab 3 Scheiben, die recht gut waren, Ute von ihrem Schweinefleisch nicht satt, mußte noch ein Baguette nachbestellen, Bier dazu.

Zum Hotel zurück, vorher noch in Biiliardbude rein,, 2 Heineken a 18.000 dort noch getrunken, bis gegen 0:30 Uhr  geblieben. 2 Spiele waren kostenpflichtig, dazu noch schweineteuer: 94.000 D

In Hotel schon alles zu, Bursche mußte erst durch klopfen geweckt werden, um 1:30 Uhr im Bett.

 

Montag    27.10.1997:                                Saigon/Amsterdam/Düsseldorf

 

Mäßig geschlafen, keine Lust auf Frühstück, stattdessen geduscht und rasiert. Gestern abend schon Tüte fertiggemacht mit Sachen, die ich nicht mehr mitnehmen will.

Gegen 11:30 Uhr erst los, in Kaufhaus in Nähe umgesehen, Tischdecke, als Geschenk gedacht, soll 10 $ kosten - zu teuer.

Ute hat wie erwartet keine Lust mit ins „War-Crime“-Museum zu kommen, will ihre Hosen abholen.

Alleine los, an der Kirche Notre Dame, die leider zu hatte, für 10.000 D eine Sprite getrunken, zu teuer, will mich heute aber nicht mehr aufregen. Bin froh, daß ich bei der Hitze überhaupt was bekomme.

Cyclofahrer, der dort rumlungerte bot seine Dienste an, zum Museum, kurz nach 13 Uhr da, hat wider Erwarten auf, da angeblich laut LP erst ab 14 Uhr.

Ganz interessant, ca. 1,5 Stunden dort aufgehalten, eine weitere Sprite getrunken und für 5.000 D Schuhe nochmal aufpolieren lassen.

Cylofahrer hatte gewartet, war mit 20.000 D einverstanden, bot ihm 30.000 D wenn er mich vor Hotel absetzt. Typ hatte mir vorher schon einiges gezeigt: Hauptpost, Polizeistation, Botschaften etc.. Hatte natürlich auch „Massage“ im Angebot. Er forderte dann 40.000  D., na gut, will heute am letzten Tag mal großzügig sein.

Ab 15:10 Uhr auf Bude, umgezogen, Koffer zugemacht, ist doch schwerer als erwartet, zuviele Messer und Feuerzeuge drin, dafür Handgepäck sehr leicht.

Ute gegen 15:50 Uhr da, sie war einkaufen gewesen, u.a. wieder Feuerzeuge. Zu Italiener, der wieder auf hatte (gestern war Ruhetag gewesen). Pizza sei erst in einer Stunde erhältlich, Grillfleisch bestellt, hätte ruhig etwas länger braten können. Ute Spaghetti Bolognese und noch eine Portion mit Schweinefleisch, 2 kleine BGI-Bier dazu. Dauerte ziemlich lange

Kurz nach 17 Uhr im Hotell ,sicherheitshalber eine Imodium genommen, um 17:35 Uhr runter, Ausschecken dauerte relativ lange, da alles per Hand geschrieben wurde. Kurz nach 18 Uhr los, Massenverkehr, aber Flughafen nicht allzu weit weg.

Der Rest verlief problemlos, auf dem kleinen Flughafen ziemlich wenig los, lasche Kontrollen. Stange Zigaretten für 9 $ gekauft, Boarding kurz nach 19 Uhr. Hatten vorher nach Raucherplätzen am Gang gefragt, aber nur ein Gangplatz frei. Viele Plätze leer, der Steward, der Deutsch und Französisch sprach, meinte, daß das Flugzeug in Kuala Lumpur noch voll werden würde. Ausnahmsweise gab es keine Erdnüsse und „Hot Towels“.

Hähnchen mit Reis gegessen, nichts Besonderes, Dose Bier dazu. Ein Steward markierte die Sitze für zusteigende Passagiere, demnach ist die Maschine so gut wie voll.

Nach 1,5 Stunden Landung, höre wieder sehr schlecht, fast alle rannten raus,, ich blieb sitzen.

Putzkolonne kam rein, Zeitungen gelesen: Welt am Sonntag und FAZ. Nach 90 Minuten ging es weiter, einige Plätze noch frei, ich setzte mich zu 2 Franzosen, mit Deutschem unterhalten.

Erdnüsse und Tücher wurden dann doch noch geliefert.

Essen wurde wieder serviert, nichts gegessen, Abflug war um 23:15 Uhr, 13,5 Stunden Flug bis  Amsterdam (10.200 km). Kann mal wieder nicht schlafen, bin wie tot, viel geraucht, Magenstiche kommen auf, Scheißerei fängt an, zweimal auf Pott gemusst, wahrscheinlich von dem halbgaren Fleisch von Saigon. Zum Frühstück auch nicht viel gegessen.

Um 6:10 Uhr da, Temperaturen um den Gefrierpunkt, langer Weg zum Anschlussflug. Noch einige Plätze bleiben frei.

An Sicherheitsschleuse piepte es dauernd bei mir: noch Feuerzeug in Tasche, dazu noch haufenweise Papier und Kaugummi  rausgeholt, Beamtin verzweifelte fast.

Gegen 8 Uhr in Düsseldorf, keinerlei Kontrollen,  Vater von Ute noch nicht da, hatte im Stau  gestanden, kam ca. 1 Stunde später ,um 10 Uhr schließlich zu Hause.